Nach Cityline-Aus
Älter als 7 Tage
Lufthansa will keine weiteren Flugbetriebe schließen
FRANKFURT - "Dritter und letzter Schritt zur Konsolidierung in Deutschland": Lufthansa hat Cityline mitten im laufenen Programm abgemeldet - und damit die "angestrebte Struktur" für den deutschen Flugmarkt erreicht. Weitere Lufthansa-Flugbetriebe stehen laut Konzernchef Carsten Spohr nicht zur Disposition.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat die vorgezogene Einstellung des zuletzt defizitären Flugbetriebs von Cityline gegen Kritik verteidigt.
In der gegenwärtigen Situation spare die Ausmusterung der gesamten Teilflotte CRJ-900 mit zuletzt zwölf Flugzeugen nicht nur Kosten, sondern verringere auch die Komplexität im System, sagte Spohr am Mittwoch in Frankfurt.
Die Herausnahme von Cityline bezeichnete Spohr "nach der Schließung von SunExpress Germany und Germanwings" als "dritten und letzten Schritt im Rahmen unserer angekündigten Strategie zur Konsolidierung unserer Passagierflugbetriebe in Deutschland".
Die Kernmarke Lufthansa wird darin an den Drehkreuzen Frankfurt und München durch die neue Zubringerairline City Airlines ergänzt. Mit Discover Airlines hat sich Lufthansa fest im Ferienflugmarkt verankert, Eurowings rundet das Spektrum um Punkt-zu-Punkt-Linien in Europa abseits der Hubs ab.
Lufthansa habe damit die "angestrebte Struktur" für den deutschen Flugmarkt erreicht, sagte Spohr.
Die Cityline-Ausfälle - rund 20.000 Flüge im Sommerzeitraum - wird Lufthansa nicht komplett ersetzen. "Wir wollen bewusst ein Prozent der schlechtesten, verlustmachenden Strecken aus dem Netz herausnehmen", stellte Spohr in Frankfurt klar. Profitable Cityline-Strecken besetze Lufthansa nach.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 07.05.2026 06:21
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Beitrag vom 07.05.2026 - 09:23 Uhr
Ja, die Vereinfachung der Konzernstruktur kann Effizienz und Kostentransparenz schaffen, vor allem in einem hart umkämpften Luftverkehrsmarkt. Die CRJ-900-Flotte war klein, teuer im Unterhalt und passte nicht mehr in das langfristige Konzept. Dass Lufthansa hier konsequent handelt und ihre Marken klar positioniert – Kernmarke, Zubringer (City Airlines), Ferienflieger (Discover) und Low-Cost-Tochter (Eurowings) – ergibt strategisch durchaus Sinn.
Kritisch bleibt aber, dass dieser „letzte Schritt der Konsolidierung“ einmal mehr auf dem Rücken der Beschäftigten und der regionalen Luftverkehrsanbindung ausgetragen wird. Cityline war über Jahrzehnte ein wichtiger Bestandteil des Konzerns, mit hohem Know-how und Verlässlichkeit gerade im Zubringerverkehr. Ob die neue City Airlines diese Qualität und Erfahrung kurzfristig ersetzen kann, bleibt abzuwarten.
Unterm Strich wirkt Spohrs „angestrebte Struktur“ zwar klar und konsequent – aber sie zeugt auch von einem Management, das zunehmend nur noch in Effizienz- und Gewinnkennzahlen denkt. Die Frage ist, ob man so wirklich eine nachhaltige Perspektive für die deutsche Luftfahrt schafft – oder nur eine schlanke Bilanz für den nächsten Geschäftsbericht.
Sehr gut zusammengefasst!
Beitrag vom 07.05.2026 - 09:18 Uhr
Ja, die Vereinfachung der Konzernstruktur kann Effizienz und Kostentransparenz schaffen, vor allem in einem hart umkämpften Luftverkehrsmarkt. Die CRJ-900-Flotte war klein, teuer im Unterhalt und passte nicht mehr in das langfristige Konzept. Dass Lufthansa hier konsequent handelt und ihre Marken klar positioniert – Kernmarke, Zubringer (City Airlines), Ferienflieger (Discover) und Low-Cost-Tochter (Eurowings) – ergibt strategisch durchaus Sinn.
Kritisch bleibt aber, dass dieser „letzte Schritt der Konsolidierung“ einmal mehr auf dem Rücken der Beschäftigten und der regionalen Luftverkehrsanbindung ausgetragen wird. Cityline war über Jahrzehnte ein wichtiger Bestandteil des Konzerns, mit hohem Know-how und Verlässlichkeit gerade im Zubringerverkehr. Ob die neue City Airlines diese Qualität und Erfahrung kurzfristig ersetzen kann, bleibt abzuwarten.
Unterm Strich wirkt Spohrs „angestrebte Struktur“ zwar klar und konsequent – aber sie zeugt auch von einem Management, das zunehmend nur noch in Effizienz- und Gewinnkennzahlen denkt. Die Frage ist, ob man so wirklich eine nachhaltige Perspektive für die deutsche Luftfahrt schafft – oder nur eine schlanke Bilanz für den nächsten Geschäftsbericht.
Dieser Beitrag wurde am 07.05.2026 09:20 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.05.2026 - 07:33 Uhr
Wer's glaubt, wird seelig.
Kommentare (5) Zur Startseite
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Kritisch bleibt aber, dass dieser „letzte Schritt der Konsolidierung“ einmal mehr auf dem Rücken der Beschäftigten und der regionalen Luftverkehrsanbindung ausgetragen wird. Cityline war über Jahrzehnte ein wichtiger Bestandteil des Konzerns, mit hohem Know-how und Verlässlichkeit gerade im Zubringerverkehr. Ob die neue City Airlines diese Qualität und Erfahrung kurzfristig ersetzen kann, bleibt abzuwarten.
Unterm Strich wirkt Spohrs „angestrebte Struktur“ zwar klar und konsequent – aber sie zeugt auch von einem Management, das zunehmend nur noch in Effizienz- und Gewinnkennzahlen denkt. Die Frage ist, ob man so wirklich eine nachhaltige Perspektive für die deutsche Luftfahrt schafft – oder nur eine schlanke Bilanz für den nächsten Geschäftsbericht.
Sehr gut zusammengefasst!
Kritisch bleibt aber, dass dieser „letzte Schritt der Konsolidierung“ einmal mehr auf dem Rücken der Beschäftigten und der regionalen Luftverkehrsanbindung ausgetragen wird. Cityline war über Jahrzehnte ein wichtiger Bestandteil des Konzerns, mit hohem Know-how und Verlässlichkeit gerade im Zubringerverkehr. Ob die neue City Airlines diese Qualität und Erfahrung kurzfristig ersetzen kann, bleibt abzuwarten.
Unterm Strich wirkt Spohrs „angestrebte Struktur“ zwar klar und konsequent – aber sie zeugt auch von einem Management, das zunehmend nur noch in Effizienz- und Gewinnkennzahlen denkt. Die Frage ist, ob man so wirklich eine nachhaltige Perspektive für die deutsche Luftfahrt schafft – oder nur eine schlanke Bilanz für den nächsten Geschäftsbericht.
Dieser Beitrag wurde am 07.05.2026 09:20 Uhr bearbeitet.