TOULOUSE - Das laufende Flugtestprogramm führte die A350-1000ULR am Dienstag und Mittwoch aus Toulouse nach Cardiff. Dort absolvierte das neueste Airbus-Flugzeug Tests mit "Hot Fuel", absichtlich erhitztem Kerosin. Die A350-1000ULR wird typischerweise viel mehr Treibstoff mitführen als eine konventionelle A350-1000.
Die erste A350-1000ULR, F-WULR, ist am Dienstag und Mittwoch aus Toulouse nach Großbritannien gereist. Dort stand in Cardiff das "Hot Fuel"-Testing an. Bei diesen Tests geht es um die Überprüfung der Tankanlage unter Hitzebedingungen.
Geprüft werden die Tanks selbst, deren Leitungssystem und die Mess- und Tankanzeigen. Die Kraftstoffversorgung der Triebwerke und der Hilfsgasturbine (APU) muss auch bei der Betankung mit ungewöhnlich heißem Kerosin, wie sie etwa in Wüstengebieten auftritt, sicher gestellt sein.
Test von Tanks, Leitungen und AnzeigenDazu wird das Flugzeug mit künstlich auf bis zu 50 Grad Celsius erhitztem Kerosin betankt. Anschließend wird geprüft, ob die Tanks dicht bleiben, die Überläufe sich ausdehnendes Kerosin auffangen - und ob die tatsächliche Kraftstoffmenge korrekt gemessen und angezeigt wird.
Auf keinen Fall dürfen sich Dampfblasen im Leitungssystem bilden. Deshalb werden die Triebwerke angelassen, um zu prüfen, ob sie jederzeit mit der vorgeschriebenen Kraftstoffmenge versorgt werden. Beim Start müssen die Triebwerke laut Zulassungsorschrift CFR 25.961 noch 43,4 Grad Celsius heißes Kerosin vertragen.
Airbus A350-1000ULR, © Airbus Außerdem muss ein Wiederanlassen möglich sein. Auch die Hilfsgasturbine wird mit heißem Kerosin geprüft.
Zusatztank mit neuen LeitungenDie A350-1000ULR verfügt für extreme Langstrecken, wie Australien-Europa oder Australien-US-Ostküste, über einen Zusatztank im Rumpf, der direkt hinter dem Flügelmittelkasten installiert wird. Er fasst 20.000 Liter Kerosin. Somit kann die A350-1000 insgesamt bis zu 185.076 Liter Kerosin tanken. Eine normale A350-1000 schafft 168.300 Liter.
Die A350-1000ULR schafft so Strecken bis zu 18.500 Kilometern Entfernung oder 22 Stunden Flugdauer am Stück. Deshalb erhält die Bordküche eine verbesserte Kühlanlage, um jederzeit noch frische Speisen servieren zu können. Als typische Ultralangstrecken-Bestuhlung werden 238 Passagiersitze in vier Klassen an Bord installiert.
Einsatz ab Herbst 2027Die australische Airline Qantas hat sich zwölf Flugzeuge dieser Version bestellt. Turkish Airlines gilt ebenfalls als wahrscheinlicher Kunde. Qantas will die ersten Flugzeuge im Frühjahr 2027 übernehmen und ab Oktober 2027 im Rahmen ihres Ultralangstreckenkonzepts "Project Sunrise" einsetzen.
Vor der Rückkehr nach Toulouse überflog die A350-1000ULR am Mittwochnachmittag noch das britische Airbus-Werk in Filton.
© Flug Revue (SST) | Abb.: Airbus | 12.07.2026 06:12
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de
registrieren oder
einloggen.
Beitrag vom 13.07.2026 - 22:00 Uhr
und hier war die genaue Definition gefragt.
OK, Ihr Post war deutlich genauer.
Beitrag vom 13.07.2026 - 19:35 Uhr
Ja, und danach kommt das heiße Gas "hinten raus". Das war zwar zugegebenermaßen sehr flapsig formuliert, aber nicht wirklich falsch :)
Das beschreibt halt dann nur nicht die Merkmale einer Gasturbine.
Meine Definition bezog sich ausdrücklich nur auf Turbinen.
Sie beschreiben aber halt nicht die elementaren Merkmale.
Das "Gas" bezieht sich bei Turbinen auf [...]
Und im Unterschied zu Wasserturbinen, Dampfturbinen und Windturbinen kommt bei Gasturbinen nun mal heißes Gas raus. Und ja, es treibt die Turbine auch an, das stimmt natürlich.
Bei Dampfturbinen kommt auch heißes Gasförmiges Wasser heraus (plus Wasser in Flüssiger Form)
Eine Gasturbine ist nunmal eine Wärmekraftmaschine die durch Verbrennung ein expandierendes Gas erzeugt und sich (die Turbine) und angeschlossene Geräte antreibt.
und hier war die genaue Definition gefragt.
Beitrag vom 13.07.2026 - 19:14 Uhr
Hilfsgasturbine? Läuft die APU schon mit H2?
Das "Gas" bezieht sich bei Turbinen auf das, was hinten raus kommt, nicht auf den Treibstoff.
D.h. auch das, was bei Jets unter den Tragflächen hängt, sind technisch gesehen Gasturbinen.
Das "Gas" bezieht sich nicht, auf das was hinten raus kommt. Sondern nur auf die Art der Antriebsgewinnung. Und eine Gasturbine wird durch expandierende Gase angetrieben, die auf eine Turbine treffen, wobei diese Gase bei einer Verbrennung entstehen. Diese Turbine treibt wiederum den Kompressor an, der die benötigte Umgebungsluft für die Verbrennung verdichtet und (nebenbei) erwärmt.
Ja, und danach kommt das heiße Gas "hinten raus". Das war zwar zugegebenermaßen sehr flapsig formuliert, aber nicht wirklich falsch :)
Nach Ihrer Definition (Gas am Auslass), wäre auch ein Ottomotor, Ein Wankelmotor und auch jede Dampfmaschine dann als Gasturbine zu bezeichnen.
Meine Definition bezog sich ausdrücklich nur auf Turbinen.
Das "Gas" bezieht sich bei Turbinen auf [...]
Und im Unterschied zu Wasserturbinen, Dampfturbinen und Windturbinen kommt bei Gasturbinen nun mal heißes Gas raus. Und ja, es treibt die Turbine auch an, das stimmt natürlich.
Kommentare (12) Zur Startseite
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.
OK, Ihr Post war deutlich genauer.
Ja, und danach kommt das heiße Gas "hinten raus". Das war zwar zugegebenermaßen sehr flapsig formuliert, aber nicht wirklich falsch :)
Das beschreibt halt dann nur nicht die Merkmale einer Gasturbine.
Meine Definition bezog sich ausdrücklich nur auf Turbinen.
Sie beschreiben aber halt nicht die elementaren Merkmale.
Das "Gas" bezieht sich bei Turbinen auf [...]
Und im Unterschied zu Wasserturbinen, Dampfturbinen und Windturbinen kommt bei Gasturbinen nun mal heißes Gas raus. Und ja, es treibt die Turbine auch an, das stimmt natürlich.
Bei Dampfturbinen kommt auch heißes Gasförmiges Wasser heraus (plus Wasser in Flüssiger Form)
Eine Gasturbine ist nunmal eine Wärmekraftmaschine die durch Verbrennung ein expandierendes Gas erzeugt und sich (die Turbine) und angeschlossene Geräte antreibt.
und hier war die genaue Definition gefragt.
Das "Gas" bezieht sich bei Turbinen auf das, was hinten raus kommt, nicht auf den Treibstoff.
D.h. auch das, was bei Jets unter den Tragflächen hängt, sind technisch gesehen Gasturbinen.
Das "Gas" bezieht sich nicht, auf das was hinten raus kommt. Sondern nur auf die Art der Antriebsgewinnung. Und eine Gasturbine wird durch expandierende Gase angetrieben, die auf eine Turbine treffen, wobei diese Gase bei einer Verbrennung entstehen. Diese Turbine treibt wiederum den Kompressor an, der die benötigte Umgebungsluft für die Verbrennung verdichtet und (nebenbei) erwärmt.
Ja, und danach kommt das heiße Gas "hinten raus". Das war zwar zugegebenermaßen sehr flapsig formuliert, aber nicht wirklich falsch :)
Nach Ihrer Definition (Gas am Auslass), wäre auch ein Ottomotor, Ein Wankelmotor und auch jede Dampfmaschine dann als Gasturbine zu bezeichnen.
Meine Definition bezog sich ausdrücklich nur auf Turbinen.
Das "Gas" bezieht sich bei Turbinen auf [...]
Und im Unterschied zu Wasserturbinen, Dampfturbinen und Windturbinen kommt bei Gasturbinen nun mal heißes Gas raus. Und ja, es treibt die Turbine auch an, das stimmt natürlich.