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Boeing peilt zunächst ETOPS 180 für 777-9 an

Boeing 777-9
Boeing 777-9, © A. Mohl

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SEATTLE - Boeing hat in der Zulassung der 777-9 vier von fünf Kapiteln innerhalb der finalen Type Inspection Authorization (TIA) abgeschlossen. Der US-Flugzeugbauer strebt bei den ersten Auslieferungen 2027 zunächst ein ETOPS 180 an - später soll die 777-9 mehr Routenflexibilität bieten.

Eben erst hat Boeing die offizielle Reichweitenangaben quer über die 777X-Familie nach oben korrigiert. Das Standardmodell 777-9 soll nun - bei unverändertem MTOW - statt 7.285 bis zu 8.000 Meilen, rund 14.820 Kilometer, nonstop fliegen können.

Das Flugzeug steht kurz vor dem Wechsel in finale Zulassungsphase TIA 5, teilte Boeing letzte Woche bei einem Medientrermin in Everett, Washington, mit.

Dabei wird unter anderem der Nachweis zur ETOPS-Fähigkeit (Extended Range Twin-engine Operations Performance Standards) erbracht. Boeing strebt zunächst ein ETOPS 180 an, bei der Einführung neuer Interkontmodelle ist ein konservatives Anfangs-ETOPS üblich.

ETOPS 180 bedeutet, dass eine 777-9 einen Ausweichflughafen in maximal 180 Flugminuten mit einem funktionieren Triebwerk erreichen muss. Die ETOPS-Regel ist bei der Routenplanung wichtig.

Nach Angaben von Boeing bleibt das Programm trotz der langjährigen Verzögerungen im Zertifizierungsprozess nun auf Kurs. Die ersten Auslieferungen der 777-9 werden weiterhin für das Jahr 2027 erwartet. Nach dem EIS will Boeing die ETOPS-Zulassung ausweiten. Für das Konkurrenzmodell Airbus A350-1000 gilt eine ETOPS-370-Regel.
© aero.de | Abb.: Fraport, A. Mohl, Boeing | 20.07.2026 06:25


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