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SPD-Fraktionsvize gegen zusätzliche Flugrechte für Emirates

Emirates Boeing 777-300ER
Emirates Boeing 777-300ER, © Emirates

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BERLIN - SPD-Fraktionsvize Armand Zorn sieht eine mögliche Ausweitung von Start- und Landemöglichkeiten für die Fluggesellschaft Emirates an deutschen Flughäfen kritisch.

"Bevor wir zusätzliche Marktzugänge schaffen, müssen wir genau prüfen, unter welchen Bedingungen der Wettbewerb stattfindet und welche Auswirkungen das auf unsere Unternehmen und Beschäftigten hat", sagte Zorn der dpa.

"Zusätzliche Verkehrsrechte dürfen nicht dazu führen, dass Verkehre und Wertschöpfung verlagert werden und dadurch deutsche Drehkreuze und wichtige Zubringerverbindungen weiter unter Druck geraten."

Zorns Äußerungen kommen kurz vor einem Staatsbesuch des Staatspräsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed Bin Zayed. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) trifft sich mit ihm am Donnerstag in Berlin.

Seit längerem wird über zusätzliche Verkehrsrechte für Emirates diskutiert. Im Februar hatte sich die Bundesregierung offen für Start- und Landemöglichkeiten für Emirates am Hauptstadtflughafen BER gezeigt. Der Emirates-Wettbewerber Lufthansa lehnt eine weitere Lizenz für den Konkurrenten in Deutschland ab.

"Deutschland braucht einen starken und wettbewerbsfähigen Luftverkehrsstandort", sagte Zorn. "Deshalb sehe ich eine Ausweitung der Verkehrsrechte für Fluggesellschaften aus den Golfstaaten zum jetzigen Zeitpunkt kritisch." Die deutschen Fluggesellschaften stünden in einem intensiven internationalen Wettbewerb.

"Gute Arbeitsbedingungen, Tarifbindung und Arbeitnehmerrechte gehören für mich selbstverständlich zu fairen Wettbewerbsbedingungen und einem starken Wirtschaftsstandort." Sie dürften im internationalen Wettbewerb nicht zum Nachteil für Unternehmen werden, die Verantwortung für ihre Beschäftigten übernehmen.

Erweiterte Flugrechte

Emirates will neben den bestehenden Deutschlandzielen auch Berlin oder Stuttgart anfliegen. Laut Kreisen zeichnete sich zuletzt ein Kompromiss ab: Emirates könnte Rechte für bis zu sieben zusätzliche Flüge pro Tag erhalten und soll selbst festlegen, welchen fünften Zielflughafen sie damit bedient.
© dpa | 08.09.2026 06:40

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Beitrag vom 08.09.2026 - 20:50 Uhr
Jetzt wird die Wertschöpfung angeführt. Das ist ein Wettbewerb, dann muss halt Lufthansa, Condor & Co. sich halt mal anstrengen. Es kann doch nicht sein, das Wettbewerb ausgeklammert wird und damit die Ticketpreise und der Service wie auch ganze Regionen abgehängt werden. Das ist doch grotesk wenn freier Wettbewerb hier nicht zählt sondern nur Protected für eine Fluglinie gemacht wird. Unfaßbar.

Ich möchte mal sehen, wenn Ihre Rente zu gleichen Kondition wie bei diesen Wettbwerbsländern gezahlt wird, ob Sie dann immer noch auf den ach so freien Wettbewerb setzen würden. Wenn wir Hochlohnland bleiben wollen können wir nicht mit den Niedriglohnländer (oder den staatlich subventionierten und frei jeglichem Umwelt oder Klimagedanken, in den Wettbewerb treten. Heute Lufthansa morgen trifft es vielleicht Ihr Unternehmen. Ja, unfassbar.
Beitrag vom 08.09.2026 - 14:14 Uhr
Aus Bayrischer, Hessischer Perspektive richtig. Aus BW und Berlin/Brandenburger falsch.

Wenn Lufthansa nicht tun möchte, ist das doch kein Versäumnis von Emirates.

Ich komme als Pax mit EK zu einigen Zielen viel schneller als mit Lufthansa, somit ist ein weiterer Umstieg in München/Frankfurt einfach nur unnötig.


Und je mehr EK sie und andere fliegen, desto weniger wird LH geflogen und es wird immer weniger Verbindungen geben. Das muss Allen klar sein. EK nicht zuzulassen wuerde der heimischen Industrie und mittelfristig dem Standort helfen - das ist Industriepolitk, die unsere Regierung oftmals global betrachtet und weniger aus Sicht der dt. Industrie.

Das Argument ist mal ganz schwach.

Es geht hier nicht darum, ob ich ein deutsches Auto oder chinesisches Auto kaufe, um dann von mir selbst von A nach B zu fahren. Da gehe ich ja noch mit.

Lufthansa bietet halt erst gar nicht die Dienstleistung (Langstrecke nur in FRA/MUC) an.

Da kann ich ja als deutsche Industrie sagen: Ich kann dir zwar kein Auto bauen, aber du kannst dir ein Motorrad bei uns kaufen, damit kommst du auch von A nach B.
Jetzt hab dich mal nicht so, du sicherst deutsche Arbeitsplätze.

Lufthansa soll endlich mal etwas tun. Aber nein, mehr als behaupten, dass der A321 XLR ein Nischenflugzeug ist, kommt da nicht.
Beitrag vom 08.09.2026 - 13:06 Uhr
"... Das ist doch grotesk wenn freier Wettbewerb hier nicht zählt ..."
Jetzt müssen Sie mir nur noch erklären, wie Sie gleichzeitig "freier Wettbewerb" und die nationale Fluggesellschaft Emirates auf die Reihe kriegen


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