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Geld aus Deutschland und Frankreich​ für Lilium?

Lilium Jet
Lilium Jet, © Lilium

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MÜNCHEN - Lilium möchte mindestens 100 Millionen Euro Kredit von der KfW-Bank erhalten, gesichert durch Bürgschaften des Bundes und des Freistaats Bayern. Dafür lässt sich das Unternehmen durchleuchten. Auch in Frankreich gibt es Gespräche mit der Regierung über Förderungen und mögliche Standorte.

Das bayerische Start-up Lilium entwickelt seit mehreren Jahren einen elektrischen Jet mit Senkrechtstartfähigkeiten (eVTOL) - jetzt ist das Unternehmen erneut auf der Suche nach weiterem Kapital.

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, haben der Bund und der Freistaat Bayern die staatliche Förderbank KfW in Frankfurt beauftragt, Lilium einer ergebnisoffenen Unternehmensprüfung zu unterziehen. Dieses "Due Diligence" genannte Verfahren sei bei staatlichen Förderungen ein üblicher Prozess.

Lilium hofft auf einen Kredit in noch nicht genau festgelegter Höhe. Als Sicherheit sollen eine Bürgschaft des Bundes und des Freistaats Bayern dienen. "Wir danken den Verantwortlichen in Berlin und München für ihre Entscheidung und die konstruktive Zusammenarbeit in den letzten Wochen," sagte CEO Klaus Roewe, der mit einem zügigen Verfahren rechnet.

Auch in Frankreich verhandelt Lilium mit der Regierung über staatliches Geld und neue Standorte. In "fortgeschrittenen Gesprächen" gehe es um Pläne zur Ausweitung seiner "hochvolumigen Produktionskapazitäten mit einem industriellen Fußabdruck in Frankreich" sowie um "mögliche staatliche Subventionen und Kreditbürgschaften".

Lilium prüft nach eigenen Angaben mehrere mögliche Standorte in Frankreich. Die Rede ist unter anderem von Nouvelle Aquitaine. Die Gespräche sollen in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Lilium wirbt mit einer geschätzten Investition von bis zu 400 Millionen Euro.

Nach den Plänen des Unternehmens könnten über mehrere Jahre hinweg bis zu 850 neue Arbeitsplätze entstehen.

Viele Aufträge, Aktienkurs im Keller

Das Unternehmen mit Sitz am Flughafen Oberpfaffenhofen wurde 2015 gegründet und beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Mitarbeiter. Lilium sieht sich als einziger Hersteller weltweit mit einer Zertifizierungsgrundlage für ein eVTOL-Luftfahrzeug mit Jet-Antrieb in Europa und den USA. Seit November 2023 liegt das Design Organization Approval der EASA vor.

2023 hat auch der Bau des elektrischen Jets begonnen, dessen Inbetriebnahme für das Jahr 2026 geplant ist. Ein Modell soll Ende Mai auf der EBACE in Genf enthüllt werden. Das Unternehmen verfügt nach eigenem Bekunden über einen Auftragsbestand von mehr als 780 Lilium Jets.

Seit 2021 ist Lilium an der Börse notiert, allerdings ist der Kurs der Aktie im Keller. War das Papier am 21. September 2021 noch 10,85 US-Dollar wert, wird es Stand heute mit 1,31 US-Dollar gehandelt. Seit 2022 sollen Flugtests in Spanien erfolgen, Berichte über fliegerische Fortschritte gibt es derzeit aber nicht.
© FLUG REVUE - Patrick Holland-Moritz | Abb.: Lilium | 20.05.2024 07:24

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Beitrag vom 21.05.2024 - 16:05 Uhr
Redaktion: "Alle Kommentare" funktioniert nicht mehr, Fehlermeldung Seite nicht gefunden, auch Zugang über Community blockiert.
Beitrag vom 21.05.2024 - 15:59 Uhr
Readktion: "Alle Kommentare funktioniert nicht mehr, Fehlermeldung
Beitrag vom 20.05.2024 - 22:22 Uhr
Man könnte auch sagen Burger-me und Call-a-Pizza sind eher Konkurrenten von Lilium als Airbus.

Man könnte auch sagen, Diode/Enzym sollte seine rassistischen Ausfälle unterlassen.


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