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Turkish Airlines will 2.000 Piloten ausbilden – pro Jahr

Turkish Airlines Flugschule
Turkish Airlines Flugschule, © Turkish Airlines

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ISTANBUL - Turkish Airlines steckt Milliardensummen in neue Flugzeuge. Die Airline bahnt nach eigenen Angaben mit Airbus und Boeing Aufträge über 400 Kurz- und 200 Langstreckenjets an. Zeitgleich will Turkish Airlines Kapazitäten zur Ausbildung von Piloten verzehnfachen - und damit nicht nur den eigenen Bedarf decken.

Turkish Airlines will ihre Flotte innerhalb der nächsten zehn Jahre verdoppeln. "Wir werden insgesamt 600 neue Flugzeuge ordern", kündigte Turkish-Airlines-Präsident Ahmet Bolat gegenüber "Reuters" Bestellungen bei Airbus und Boeing noch für Juni an.

Gegen 2033 will Turkish Airlines 810 Flugzeuge betreiben. Innerhalb der letzten 20 Jahre sei Turkish Airlines bereits von 65 Flugzeugen und zehn Millionen Passagieren pro Jahr auf zuletzt 414 Flugzeuge und 72 Millionen Passagiere gewachsen, rückte Bolat das Ziel in einem Interview mit "Euronews" ins Verhältnis.

Über den Istanbul Grand Airport reisten 2022 65 Millionen Passagiere. In der Ausbauendstufe soll Istanbuls neuer Megaflughafen bis zu 200 Millionen Reisende im Jahr verkraften - Turkish Airlines hat an ihrem Drehkreuz also noch viel Luft nach oben.

Ein möglicher Begrenzer des Wachstums lauert auf dem Arbeitsmarkt für Piloten - denn der leert sich nach der Krise zusehens. Turkish Airlines will mit einer Verzehnfachung der eigenen Ausbildungskapazitäten gegensteuern.

Von 200 auf 2.000 Flugschüler

"Aktuell können wir bis zu 200 Piloten pro Jahr ausbilden", sagte Bolat "Euronews". Gerade sind wir dabei, diese Zahl auf 2.000 Piloten pro Jahr zu erhöhen, weil die gesamte Branche Piloten braucht. Die Türkei könnte also eines der Länder werden, die auch für die Welt Piloten bereitstellen."

Das Thema Pilotenmangel gewinnt nach der Krise an Brisanz. Bereits gegen Ende des Jahrzehnts könnten wegen hoher Nachfrage und zeitgleich einsetzenden Pensionierungswellen weltweit etwa 300.000 Piloten fehlen, allein 51.000 in Europa, schätzt etwa die Avia Solutions Group.
© aero.de | Abb.: Turkish Airlines | 23.05.2023 09:22

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Beitrag vom 24.05.2023 - 13:17 Uhr
Modhinweis
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Keiner der bisher eingestellten Beiträge bezieht sich auf das vorgegebene Thema:
"TK will 2000 Piloten ausbilden".
Weitere in der Art der eingestellten OT-Beiträge werden nicht akzeptiert
Fly-away Moderator

Dieser Beitrag wurde am 24.05.2023 13:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.05.2023 - 08:53 Uhr
Nunja, im vergleich zum BER mit fast zehn Jahren Verspätung wurde der Megaflughafen IST (Istanbul) in Rekordzeit pünktlich fertiggestellt. Was für eine Ingenieurskunst. Ein wahrlich gelungener Flughafen. Und jetzt mit dieser Ankündigung zur Pilotenausbildung, gehe ich aus Erfahrung auch davon aus, dass hier Wort gehalten wird.

Na dann wollen wir doch alle mal hoffen, dass der Airport IST nicht mit derselben 'Ingenieurskunst' (und 'Auftragsvergabekunst') hochgezogen wurde, wie die vielen Häuser in dem - vorher bekannten- Erdbebengebiet.

Das war auch mein nächster Gedanke, schnell bauen heißt nicht automatisch, dass höchste Ingenieurskunst im Spiel war. Wollen wir hoffen, dass Brescher recht behält.

Abgesehen davon, zeigt der Artikel wieder nur einmal, welch unglaublichen Weitblick Deutschlands GOAT-Manager durch Schließung der einzigen kontinuierlich funktionierenden Flugschule bewiesen hat. Was für ein Schachzug! Bald darf man dann bei den anderen Airlines betteln gehen für Schulungskapazitäten, die diese entweder selbst benötigen oder sich teuer bezahlen lassen werden.

In diese Lücke möchte TK. TK versteht sich auch nicht bloß als eine Airline, sondern als eine Fluggesellschaft mit einem gesellschaftlichen Auftrag. So baut sie nicht nur Wohnungen im großen Stil für ihre Mitarbeiter, sondern hat auch diverse Joint Venture von Turkish Technic bis hin zur TSI Aviation Seats Production. Dies wird von der Regierung massiv gefördert. Vor allem als diplomatisches und touristisches Instrument in Asien, Afrika und Süd Amerika.
Beitrag vom 24.05.2023 - 08:24 Uhr
Nunja, im vergleich zum BER mit fast zehn Jahren Verspätung wurde der Megaflughafen IST (Istanbul) in Rekordzeit pünktlich fertiggestellt. Was für eine Ingenieurskunst. Ein wahrlich gelungener Flughafen. Und jetzt mit dieser Ankündigung zur Pilotenausbildung, gehe ich aus Erfahrung auch davon aus, dass hier Wort gehalten wird.

Na dann wollen wir doch alle mal hoffen, dass der Airport IST nicht mit derselben 'Ingenieurskunst' (und 'Auftragsvergabekunst') hochgezogen wurde, wie die vielen Häuser in dem - vorher bekannten- Erdbebengebiet.

Das war auch mein nächster Gedanke, schnell bauen heißt nicht automatisch, dass höchste Ingenieurskunst im Spiel war. Wollen wir hoffen, dass Brescher recht behält.

Abgesehen davon, zeigt der Artikel wieder nur einmal, welch unglaublichen Weitblick Deutschlands GOAT-Manager durch Schließung der einzigen kontinuierlich funktionierenden Flugschule bewiesen hat. Was für ein Schachzug! Bald darf man dann bei den anderen Airlines betteln gehen für Schulungskapazitäten, die diese entweder selbst benötigen oder sich teuer bezahlen lassen werden.


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