A380 / B777
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Emirates plant weitere Investitionen in ihre Flotte

Al Maktoum International Airport
Baustelle des Al Maktoum International Airports im Mai 2009, © CC

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DUBAI - Emirates will mit der Entstehung neuer Flughafenkapazität an ihrem Drehkreuz Dubai ihre Flotte und Marktanteile weiter ausbauen. Gegenwärtig wachse der Passagierverkehr der Airline um 20 Prozent im Jahr, zitiert "Reuters" Emirates Vorstandschef Tim Clark. Das Unternehmen erwartet eine Fortsetzung dieses Trends auch in den nächsten fünf Jahren. Auf den diesjährigen Luftfahrtmessen demonstrierte Emirates bereits ihren Invesitionswillen.

Emirates nutzte die ILA in Berlin, um eine Erweiterung ihres Auftrags im Airbus Programm A380 um 32 auf 90 Flugzeuge bekannt zu geben. Weitere Bestellungen könnten folgen. "Eigentlich hätten wir gerne ein paar (A380, Red.) mehr", sagte Emirates der Agentur. Die Netzwerkplaner des Unternehmens hätten einen Bedarf von 120 A380 errechnet, die Kapazitäten in Dubai würden gegenwärtig aber nur einen Aufbau der Flotte auf 90 A380 erlauben.

Auch in der Größenklasse unterhalb der A380 wird Emirates ihre Flottenstärke in diesem Jahrzehnt deutlich erweitern. Nur einen Monat nach Berlin bestellte Emirates auf der Luftfahrtmesse von Farnborough 30 zusätzliche Boeing 777-300ER und erhöhte damit ihren Auftragsbestand für das Modell auf 101 Flugzeuge.

Emirates betreibt die größte B777-Flotte der Welt. Auf mittlere Sicht benötigt die Airline Ersatz für ältere Maschinen des Typs. Im Jahr 2007 bestellte Emirates daher bereits 70 Airbus A350 XWB und sicherte sich zeitgleich 50 Optionen. Im Boeing Programm 787 hat Emirates hingegen keine Maschinen bestellt. Aber auch Seattle soll weitere Flugzeuge liefern.

Interesse an überarbeiteter B777

"Wir arbeiten mit Boeing an der nächsten Generation der 777", zitiert "Reuters" Clark. Mit dieser Aussage verdichten sich die Hinweise, dass Boeing sein bislang wichtigstes Langstreckenprogramm grundlegend modizifieren und Planungen für eine 787-10 endgültig verwerfen wird. Seattle hatte ein Upgrade der 777 im laufenden Jahr mehrfach angedeutet.

"Die 777 wird ein wettbewerbsfähiges Flugzeug bleiben", sagte Boeing Commercial Airplanes Vorstand Jim Albaugh im August. "Allerdings wird irgendwann auch die A350-1000 XWB verfügbar sein. Wir studieren daher gegenwärtig unsere Optionen bei der 777." Ein Auftrag von Emirates für Flugzeuge nächsten 777-Generation wäre ein wichtiger Treiber für die Überarbeitung des Programms.

Neue Kapazitäten durch Al-Maktoum International

In Dubai wird gegenwärtig ein zweiter Großflughafen entwickelt. Al-Maktoum International öffnete Ende Juni bereits für den Frachtverkehr. Ende März 2011 sollen die ersten Passagiere über den Airport reisen, eine Landebahn wird für A380-Flüge freigegeben sein. In langfristig geplanten Bauabschnitten soll die Kapazität des Flughafens auf 160 Millionen Passagiere im Jahr ausgebaut werden. Bereits 2030 erwartet Dubai 150 Millionen Reisende an seinen Airports.

© aero.de | Abb.: aero.de | 13.10.2010 10:08

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Beitrag vom 25.10.2010 - 20:01 Uhr
Passt sicherlich auch in diesen Thread: 25 Jahre EMIRATES:
Hier eine zeitliche Zusammenfassung dieser Erfolgsgeschichte:  http://gulfnews.com/in-focus/emirates25/timeline-emirates-airlines-incredible-journey-1.701134

mfg n
Beitrag vom 18.10.2010 - 15:41 Uhr
Unabhängig vereinzelt persönlicher Vorlieben werden insgesamt betrachtet vermutlich eher weiter zunehmend Ticketnachfragen auf der Enstscheidungsbasis Geld = Geld wesentlich zum Hauptumsatz und -gewinn der Fluggesellschaft beitragen. Insbesondere von kritischen Europäern manch Unkenrufen zum Trotzt hat Emirates es jedoch besonders mit ihrer A380 Inneneinrichtung offensichtlich geschafft, einen mit Abstand goldenen Schnitt zu trefffen, der nicht zuletzt auch Zeit = Geld-Touristen dauerhaft anzieht.
Beitrag vom 17.10.2010 - 21:23 Uhr
Gegenüber Emirates zunehmend stark expandierender Flugzeugflotte und dem entstehenden DWC reagieren einige Europäer in Anbetracht heimisch beeinträchtigter Gegebenheiten aufgeschreckt, abschätzig, neidisch, wehklagend, deprimiert ...

Vielleicht gibt es hier aber einige, die als Geschäftsreisende die Annehmlichkeiten einer Umsteigeverbindung über Dubai etwas realistischer beurteilen können als diejenigen, die Emirates nur aus dem Internet kennen. Wie gesagt, für Touristen, die nur auf den Tarif schauen, durchaus eine Alternative. Und für Ziele, die von Europa aus eh nur mit wenig attraktiven Umsteigeverbindungen angeflogen werden, gilt dies ebenso. Wo aber im Businessverkehr Zeit = Geld ist, führt kein Weg am schnellen Direktflug vorbei. Und gerade in diesem Segment verdienen die europäischen Netzwerkcarrier ihr Geld.


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