Aktientausch
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Malaysia Airlines und AirAsia werden eng verflochten

Air Asia
Air Asia - Manchester United Sonderbemalung, © Gerhard Vysocan, edition airside

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KUALA LUMPUR - Malaysia Airlines (MAS) und AirAsia gehen gemeinsame Wege. Die staatliche Fluggesellschaft und der in der Region populäre LCC werden über einen umfangreichen Aktientausch miteinander verflochten. Am Ende der komplexen Transaktion soll die Staatsholding Khazanah 10,0 Prozent der AirAsia-Anteile halten. Im Gegenzug wird die AirAsia-Holding Tune Air 20,5 Prozent der Aktien von Malaysia Airlines übernehmen.

In einem weiteren Schritt soll auch der Langstrecken-LCC AirAsia X mit der Staatsholding verflochten werden - Khazanah werde zu späterem Zeitpunkt eine Beteiligung von 10,0 Prozent an AirAsia X erwerben, gab Malaysia Airlines in einer Erklärung bekannt.

Der Aktientausch ist eher eine Zweckehe als eine Liebesheirat. Jahrelang haben Malaysia Airlines und AirAsia einander einen erbitteren Wettbewerb im nationalen und internationalen Verkehr geliefert.

Unter dem Mantel der neuen Beteiligungsstrukturen sollen beide Airlines jetzt ihre jeweiligen Stärken ausspielen. Malaysia Airlines wird sich von Low Cost-Strecken zurückziehen: die vor vier Jahren als Antwort auf AirAsia positionierte MAS-Tochter Firefly soll ihr Profil als Full Service-Airline für Regionalverkehre schärfen.

Als designierte Allianzairline wird MAS ihr Geschäft auf internationale Premiumverkehre ausrichten. Die Gesellschaft hatte im Juni ihren Beitritt in das oneworld-Bündnis um British Airways und American Airlines angekündigt und will ihre Interkontlinien in den nächsten Jahren stark ausbauen.

AirAsia und AirAsia X dürfen mit Khazanah an Bord auf schnellere Genehmigungen neuer Strecken hoffen. Die LCC-Gruppe hatte der malaysischen Regierung mehrfach vorgeworfen, ihr die Genehmigung attraktiver internationaler Verkehre zum Schutz von Malaysia Airlines zu verweigern.

"Durch die Konzentration auf ihre Kernkompetenzen werden beide Partner ihre Produktangebote für die jeweils angesprochenen Kundenkreise verbessern", sagte AirAsia-Chef Tony Fernandes.

Ähnlich äußerte sich Khazanah-Director Azman Mokthar, der den Aktientausch "ebenso synerigienreich wie pragmatisch" nannte. Malaysia Airlines und AirAsia würden sich künftig nicht nur strategisch, sondern auch operativ abstimmen. Der Einkauf von Boden- und Wartungsdiensten sowie die Flottenplanung sollen gemeinsam koordiniert werden, so Mokthar.

Malaysische Medien und Oppositionspolitker warnten hingegen vor der Bildung neuer Monopolstrukturen auf dem malaysischen Airlinemarkt.
© aero.de | Abb.: world-of-aviation.de, Björn Schmitt Aviation Photography | 12.08.2011 09:13


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