Flug GXL-110
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XL Airways Boeing hatte schon beim Abflug technische Probleme

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KÖLN - Die am Montag wegen Rauch in der Kabine am Flughafen Köln-Bonn geräumte Boeing 737-800 der XL Airways (Reg.: D-AXLF) hatte schon beim Abflug in Hannover technische Probleme.

Das Flugzeug sei 45 Minuten nach einem ersten Start an den Airport von Hannover zurückgekehrt, schreibt der Dienst "The Aviation Herald". Passagiere hatten berichtet, dass sich in der Kabine deutlich wahrnehmbarer Kerosingeruch entwickelt hatte.

Nach gut fünfstündiger Wartung in Hannover war die Boeing erneut zu Flug GXL-110 nach Köln-Bonn gestartet. Nach Angaben der Airline trat kurz nach der Landung am CGN für mehrere Sekunden Rauch aus den Auslässen der Klimaanlage.

Die Maschine wurde über Treppen geräumt. Elf Passagiere mussten ärztlich versorgt werden, fünf Personen wurden wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt. Die BFU hat Ermittlungen aufgenommen.

Laut XL Airways war ein defektes Rückschlagventil im Hydrauliksystem der Grund für den Qualm in der Kabine. Dieses Ventil befinde sich in Höhe des Fahrwerkschachtes, sagte XL-Sprecher Herbert Euler am Dienstag. "Das war nicht gefährlich. Das war auch kein Rauch, das waren Dämpfe von Hydraulikflüssigkeit, und die haben zugegebenermaßen einen beißenden Geruch."
© aero.de mit Informationen des Dienstes The Aviation Herald, dpa | 04.09.2012 08:55

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Beitrag vom 04.09.2012 - 12:32 Uhr
Skydrol-Dämpfe sind zwar ohne bekannte (!) Spätfolgen, allerdings ist eine kontinuierliche Einatmung alles andere als gesund (und vor allem nicht angenehm), der Atemstillstand ist wie bei anderen Rauchvergiftungen eine reelle Gefahr, und ohne unverzügliche Beatmung mit Sauerstoff droht auch hier schlimmeres bis hin zum Tod. Deswegen finde ich diese Aussage auch recht verharmlosend.

Und ganz von der physiologischen Wirkung abgesehen ist an Bord durch die Dämpfe Panik ausgebrochen, was dann für eine Evakuierung zu einer sekundären Gefahr wird, und durch das entstehende Chaos schnell noch mehr Verletzte hinzukommen können. Alles in allem nochmal glimpflich abgelaufen, allerdings wird die Untersuchung und der Bericht hierrüber interessant werden, da die Maschine ja schon mit Problemen in HAJ zu kämpfen hatte.
Beitrag vom 04.09.2012 - 12:03 Uhr
Klar kann das lebensbedrohlich sein, aber wenn das nicht in einer 388 passiert, hält sich das Interesse,
wie auch hier - in Grenzen.
Beitrag vom 04.09.2012 - 11:35 Uhr
Ahh..., Zitat: "Das war nicht gefährlich." ...warum mussten dann 5 Passagiere wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt werden? Soviel ich weiss kann eine Rauchgasvergiftung lebensbedrohlich sein. Bin ich im faschen Film?


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