Air Berlin-Krise
Älter als 7 Tage

Niki-Gläubiger stellt Konkursantrag

airberlin und Niki Tails
airberlin und Niki Tails, © NIKI Luftfahrt GmbH

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WIEN -  Gegen die Air-Berlin-Tochter Niki hat ein Gläubiger des Unternehmens einen Insolvenzantrag eingereicht. Die antragstellende Kanzlei beziffert seine Forderung auf einen knapp sechstelligen Betrag.

Der Antrag sei eingegangen und werde derzeit geprüft, sagte ein Sprecher des Landesgerichts Korneuburg aero.de. Zur Identität des Antragstellers dürfe das Gericht vorerst keine Angaben machen.

Nach Recherchen der österreichischen Tageszeitung "Kurier" stellte die Wiener Anwaltskanzlei Kosch & Partner den Konkursantrag gegen Niki am Dienstag im Namen eines österreichischen Reiseveranstalters.

Grundlage sei eine seit 17. August offene Forderung über 116.391 Euro. Die Kanzlei begründete den Antrag mit einer Überschuldung der Airline. Air Berlin hatte am 15. August Insolvenz angemeldet. Laut der Halbjahresbilanz von Niki sollen die Außenstände seitens der Mutter inzwischen 69 Millionen Euro betragen.

Sollte das Gericht dem Antrag entsprechen, könnte dies Auswirkungen auf das Insolvenzverfahren der Niki-Mutter haben. Die in Wien registrierte Niki Luftfahrt GmbH fiele dann unter die Zuständigkeit eines österreichischen Insolvenzgerichts.

Der Ferienflieger Niki zählt im Bieterwettstreit um die insolvente Air Berlin zu den begehrten Unternehmensteilen. Am Donnerstag berät der Gläubigerausschuss über die vorliegenden Kaufangebote, am Montag soll der Aufsichtsrat entscheiden.
© aero.at, dpa-AFX | 20.09.2017 12:52


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