Rückschlag
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Virgin Atlantic annulliert ihren A380-Auftrag

Virgin Atlantic Airbus A380
Virgin Atlantic Airbus A380, © Airbus

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TOULOUSE - Airbus muss bei der A380 einen neuen Rückschlag hinnehmen: Virgin Atlantic, die von Richard Branson gegründete Fluggesellschaft, hat kein Interesse mehr am Superjumbo und strich die vor einigen Jahren vereinbarte Kaufoption für sechs Flieger. Die Airline setzt auf kompaktere A350-1000.

Virgin bestätigte am Mittwoch die Stornierung, die viele in der Branche bereits erwartet hatten: spätestens seit sich Delta 2012 bei Virgin Atlantic einkaufte, stand der Auftrag akut auf der Kippe. Delta hält 49 Prozent der Airline, Air France-KLM will einen Aktienanteil von 30 Prozent übernehmen, 21 Prozent verbleiben bei Branson.

Virgin setzt wie viele andere Konkurrenten auf etwas kleinere Langstreckenflieger und plant mit zwölf A350-1000, die ab 2019 verbliebene A340-600 und 747-400 ersetzen. Diese Maschinen lassen sich flexibler einsetzen. Boeing hat bei der 747-8 das gleiche Problem, kann die Linie aber mit der Frachtversion halten.

Airbus hatte erst am Nachmittag mitgeteilt, dass wegen der schleppenden Nachfrage nach der A380 und Problemen beim Militärtransporter A400M 3.700 Stellen in den Programmen nicht mehr benötigt werden. So soll die Produktion der A380 ab 2020 auf jährlich sechs Maschinen gedrosselt werden.

Virgin Atlantic zählte zu den A380-Kunden erster Stunde, verlegte Liefertermine anschließend aber mehrfach. Auch Qantas hält offene A380-Aufträge seit geraumer Zeit in der Warteschleife. Erst im Februar stellte Qatar Airways klar, drei A380-Optionen vorerst nicht auszuüben.

Einziger Großkunde des Modells ist Emirates, eine Handvoll A380 wird Airbus noch für Singapore Airlines und All Nippon Airways bauen. Airbus hofft, einige neue A380 beim Airlinekonzern IAG und bei chinesische Fluglinien zu platzieren.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Airbus | 07.03.2018 21:39

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Beitrag vom 08.03.2018 - 21:26 Uhr
Mr. Branson ... und Virgin ...

Sorry, aber eigentlich ist das keine Schlagzeile wert gewesen. Für mich ist der Mensch und seine Träume eine Blase.
Beitrag vom 08.03.2018 - 14:34 Uhr
Wenn Airbus nicht bald auf volles Risiko geht und eine NEO Variante macht um das Programm zu retten, war es das langsam. Boeing hat die 747 auch stets modernisieren müssen, der A380 ist mittlerweile ein Flieger der Achtziger. Ein paar Triebwerke und neue Pylons können nicht die Welt kosten, zumindest weniger als das Programm sterben zu lassen.

Jetzt hat man eh schon viel zu lange auf die Karte gesetzt.
Beitrag vom 08.03.2018 - 12:51 Uhr
Ja gut: eine Frachtversion kostet natürlich was in der Entwicklung, die Alternative ist halt aber das das Programm ganz eingestellt wird - kostet vermutlich etwas mehr.

Das kostet einiges an Geld und man hat dabei noch große Konkurenz mit der 747-8. Die ist bloß schon in einigen Frachterflotten unterwegs und die Betreiber werden eher nicht zwei verschiedene Modelle in dieser Größe wollen. Daher ist die mögliche Absatzmenge meiner Einschätzung nach sehr gering.

Desweiteren müssten dann teuer entwickelt werden um die Linie dann trotzdem nach einigen evtl. Mehraufträgen teuer schließen zu müssen. Also hätte man doppelte Kosten und der Break-even-Point wird vom Frachter vermutlich nicht erreicht werden.


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