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Brüsseler Plan B für harten Luftfahrt-Brexit

British Airways Airbus A320
British Airways Airbus A320, © Ingo Lang

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BRÜSSEL - Die Gefahr eines Brexits ohne Austrittsvertrag treibt die Europäische Union zu Notfallplänen, die das befürchtete Chaos im Flugverkehr, beim Zoll und an den Finanzmärkten mildern sollen. Britische Airlines müssen in diesem Fall dennoch mit Einschränkungen auf EU-Flügen rechnen.

Die gute Nachricht: auch bei einer abrupten Trennung Ende März 2019 sollen Sonderregeln einige Flugverbindungen zwischen Großbritannien und der EU sichern, wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte.

"Die Risiken eines ungeordneten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union sind offensichtlich: Es wird eine absolute Katastrophe werden", sagte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Brüssel. Kommission und EU-Staaten wollten dies unbedingt verhindern. "Aber man braucht zwei, um einen anständigen Tango hinzulegen", sagte Juncker.

Seine Behörde plant insgesamt 14 Notmaßnahmen für den Fall, dass die Ratifizierung des ausgehandelten Austrittsvertrags in Großbritannien scheitert. Dort ist vor der Abstimmung im Januar keine Mehrheit in Sicht. Platzt der Vertrag, entfällt die vereinbarte Übergangsfrist, in der sich bis mindestens Ende 2020 nichts ändern soll.

In dem Fall werden für die Zeit unmittelbar nach dem Austrittsdatum 29. März schwere Verwerfungen befürchtet - die insbesondere britische Airlines hart treffen könnten.

Keine Umsteigeflüge

So soll ein völliger Zusammenbruch des Flugverkehrs zwischen dem Kontinent und Großbritannien zwar übergangsweise abgewendet werden. Möglich wären aber nur Direktflüge, kein Weiterflug in einen Drittstaat. Die Verbindungen London-Rom oder London-Paris würde es also geben, erläuterten EU-Beamte. Die Verbindung Paris-London-Rom ginge aber nicht mehr. Bedingung dafür ist, dass auch Großbritannien EU-Airlines ähnliche Zugeständnisse gewährt.

In Großbritannien machte bereits im September eine Checkliste der Regierung für den Fall eines harten Brexit unter Airlines und Piloten die Runde: London signalisierte darin unter anderem, alle Zertifikate der europäischen Luftfahrtbehörde EASA für eine Übergangszeit von zwei Jahren anzuerkennen.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: IAG | 19.12.2018 17:03


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