Ufo nimmt sich Zeit
Älter als 7 Tage

Vorerst keine Streiks bei Lufthansa

Lufthansa Flugbegleiter
Lufthansa Flugbegleiter, © Lufthansa

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FRANKFURT - Passagiere der Lufthansa und ihres Ablegers Eurowings müssen für die kommenden Wochen keine Streiks fürchten. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo will sich bei den Vorbereitungen möglicher Arbeitskämpfe mehr Zeit nehmen, so dass Ausstände noch in der Sommerferienzeit immer unwahrscheinlicher werden.

Die für die Flugbetriebe Eurowings und Germanwings angekündigten Urabstimmungen sollen zwar "noch in diesem Monat" eingeleitet werden, wie der Ufo-Vizevorsitzende Daniel Flohr der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Die Gewerkschaft wolle den Beschäftigten aber wahrscheinlich längere Fristen von bis zu vier Wochen für die Entscheidung über einen Arbeitskampf einräumen. Damit ist ein Streik der Flugbegleiter vor September nahezu ausgeschlossen.

Noch weiter entfernt sind Streiks bei der Muttergesellschaft Lufthansa. Hier hat das Unternehmen bislang noch nicht einmal die Kündigung der alten Tarifverträge anerkannt, weil sie den Rumpfvorstand der Ufo für nicht vertretungsberechtigt hält. Auch hat die Gewerkschaft bislang keine Tarifforderungen gestellt, wie beide Seiten bestätigen.

Selbst nach einer wirksamen Kündigung müsste zunächst ein zwischen beiden Seiten vereinbartes Schlichtungsverfahren scheitern, bevor zu begrenzten Streiks aufgerufen werden könnte. Lufthansa und Eurowings verlangen von der Ufo die satzungsgemäße Berufung ihres Vorstands als Voraussetzung für weitere Gespräche.

Ufo hatte zuletzt mit Streiks bei Eurowings und Lufthansa ab Juli gedroht.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa | 10.07.2019 12:11

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Beitrag vom 10.07.2019 - 13:20 Uhr
"Die Gewerkschaft wolle den Beschäftigten aber wahrscheinlich längere Fristen von bis zu vier Wochen für die Entscheidung über einen Arbeitskampf einräumen."

Dass ich nicht lache. Ich denke eher, dass man die großspurig angekündigten Streiks ganz einfach aus juristischen und/oder finanziellen Gründen oder sogar mangels Unterstützung innerhalb der Belegschaft, die man vorgibt zu unterstützen, gar nicht durchführen KANN. Dieses mMn unvermeidbare Eingeständnis wird damit nur ein paar Wochen verzögert. Selbst der HSV gibt in der Öffentlichkeit inzwischen ein seriöseres Bild ab als dieser Haufen.

Dieser Beitrag wurde am 10.07.2019 13:21 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.07.2019 - 13:07 Uhr
Vor UFO wirksam überhaupt zum Streik aufrufen kann, müssten erstmal Tarifforderungen dem Arbeitgeber vorgelegt werden.
Der UFO-Vorstand hat die Schrauben intern wohl etwas überdreht, die Mitglieder kündigen reihenweise.
Ob UFO überhaupt eine Streikkasse mit ausreichend Substanz hat, ist eine weitere Frage.


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