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Neuer FAA-Chef kündigt harte MAX-Gangart an

Boeing 737 MAX
Boeing 737 MAX, © Safran

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WASHINGTON - Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat einen neuen Chef: Am Dienstag ernannte US-Verkehrsministerin Elaine L. Chao den früheren Flugbetriebsvorstand bei Delta Air Lines Stephen M. Dickson zum neuen Behördenleiter.

In dieser Funktion unterstehen Dickson 47.000 Mitarbeiter. Als erstes Projekt hat er die Wiederzulassung der derzeit weltweit gesperrten Boeing 737 MAX auf dem Tisch.

Dickson kündigte bereits an, diese Prüfung ohne jeden Zeitdruck durchzuführen und eine Wiederzulassung nur zu genehmigen, wenn er selber vollständig von der Sicherheit der MAX überzeugt sei.

Dickson, ein Airbus A320-Kapitän, Absolvent der US-Luftwaffenakademie und studierter Jurist, war zuletzt Flugbetriebsvorstand bei Delta Air Lines. Er flog auch Boeing 727, 737, 757 und 767 und den Jagdbomber F-15.

Aus seiner Zeit bei Delta gibt es allerdings auch Kritik an Dicksons Vorgehen gegenüber einer Whistleblowerin. Die Pilotin hatte sich über Defizite im Training und eine zu hohe Arbeitsbelastung beschwert und war anschließend vom Arbeitgeber zu einem Psychotest geladen worden.

Dickson hatte dies mit Sicherheitsbedenken begründet. Hudson-Pilotenheld Chesley Sullenberger hatte Dickson daraufhin öffentlich vorgeworfen, ungeeignet zu sein, um das verloren gegangene Vertrauen in die FAA wieder aufzubauen.
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | Abb.: Boeing | 13.08.2019 14:12

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Beitrag vom 14.08.2019 - 13:42 Uhr
Wenn er den Laden nach vorne bringen will, benötigt er wohl whistleblowers.
...
Bis jetzt haben weder FAA noch Boeing Fehler eingestanden.

Genau so sehe ich das, aber sein Umgang bei Delta mit einer whistleblowerin war umgekehrt. Da gab es doch mal den Spruch, einmal Kameradensch... immer Kammeradenschw... Kurzfristig ändert sich ein Mensch nicht.
Beitrag vom 14.08.2019 - 10:45 Uhr
Wenn er den Laden nach vorne bringen will, benötigt er wohl whistleblowers.

Die Zertifizierung der MAX ist korrekt durchgeführt worden!
Bis jetzt haben weder FAA noch Boeing Fehler eingestanden.

Aber das ist nicht die einzige Baustelle innerhalb der Behörde, die er beackern muss.
Beitrag vom 13.08.2019 - 15:41 Uhr
Na, dann wünsche ich doch mal einen guten Start und viel Glück bei der neuen Aufgabe. Nur das mit der whistleblowerin gibt mir doch zu denken. Wäre ich Psychologe würde ich das vermutlich richtig einschätzen können.


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