Flug AI132
12:48 Uhr

Großbritannien hat Klärungsbedarf mit Air India

Air India Boeing 787 Dreamliner
Air India Boeing 787 Dreamliner, © Ingo Lang

Verwandte Themen

LONDON - Vor einem Start einer Boeing 787-8 von Air India in London-Heathrow lässt sich der Schalter für die Treibstoffzufuhr ins linke Triebwerk nicht verriegeln. So meldet es die Crew später an die Technikabteilung. Die Piloten ziehen den Flug trotzdem durch. Die britische Flugsicherheitsbehörde hat Fragen.

Flughafen London-Heathrow, 1. Februar 2025: Air India 132 nach Bangalore ist startklar.

Vor dem Abflug passiert nach späterer Darstellung mindestens eines der Piloten etwas Merkwürdiges - im Cockpitbedienfeld der Boeing 787-8, VT-ANX, löst sich der Schalter für die Treibstoffzufuhr ins linke GEnx-1B zweimal aus gesetzter "RUN"-Position - und wandert Richtung "CUTOFF".

Erst beim dritten Versuch, so stellt die indische "Safety Matters Foundation" den Vorfall dar, lässt sich der Schalter in "RUN" verriegeln. Die Piloten ziehen den Flug nach Indien durch. Dort zieht Air India die 787-8 aus dem Verkehr, setzt Boeing ins Bild.

Großbritannien fordert Unterlagen zum Flugzeug an

Jetzt schaltet sich die britische Luftfahrtaufsicht in den Fall ein. Die CAA hat Air India laut "Reuters" am Dienstag formell aufgefordert, "eine detaillierte Aufstellung aller Wartungsmaßnahmen" am Flugzeug einzureichen. Zudem soll Air India die Ursache für die Entriegelung ermitteln - und einen "Präventionsplan" erstellen.

Die Treibstoffschalter stehen im Mittelpunkt der Ermittlungen zum Absturz einer Boeing 787-8 von Air India im Juni 2025 mit 260 Toten. Nach Medieninformationen gehen indische Ermittler inzwischen nicht von einer technischen Ursache oder Sabotage aus.
© aero.de | Abb.: Boeing | 05.02.2026 12:48

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 05.02.2026 - 14:16 Uhr
Aber doch nicht, dass er auf der Kante hängt und dann wieder runtergedrückt werden kann und wird. Und das ganze auch noch zweimal. Und ohne hinterher gefundenem Fehler. Dann hääten sie zumindest einen Engine Start Fault finden müssen. Denn wie von Freightdawg gesagt, der Schalter ist essentielle im Triebwerksstart Procedure. Und sollte das Triebwerk schon laufen, und man schaltet drückt ihn in Cutoff (Warum drückt ein Pilot überhaupt auf den Schalter nach dem die TRiebwerke laufen) dann kommt es zum Engine Shutdown. Inkl entsprechender Aufzeichnungen. Und die wären auch da, wenn man ihn sofort wieder in Run setzt.

Und wenn das alles doch ginge, also die Sperre defekt oder Falsch herum eingebaut wäre, dann fliegt kein Pilot damit nachher nach Hause.

Never ever.

Da hätte ich auch einige Fragen. Aber die Briten sind jetzt nicht gerade bekannt für ihre Zimperlichkeit in solchen Fällen, da wird ein ordentlicher Fall geöffnet worden sein. und das wird bis zu Ende ermittelt.

Ich würde aber mal tippen, (meine ganz persönliche Meinung) da war nix und man hat sich, aus welchen Gründen auch immer, auf einen solchen Eintrag im Bordbuch verständigt.

Es ist einfach zu merkwürdig, dass nur AI wiederholt Probleme mit diesen Schaltern hat. Alle anderen inspizieren ihre Boeing Flotten und finden NIX, sie haben auch keine Probleme in der Operation mit diesem Bauteil. Und das auf tausenden Flugzeugen? Nur Ai mit ihrer B787 Flotte soll erst ein Dual Switch Failure haben und kein Jahr später springt einer weiterer Schalter mehrfach aus seiner Rastung, (der aber nach dem Unfall schon überprüft wurde) und dann fliegt man trotz des UNglückes im Hintergund nach Hause.

Dieser Beitrag wurde am 05.02.2026 14:20 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.02.2026 - 13:56 Uhr
Naja, so ein Schalter kann schonmal häkeln sein. Wenn der nicht komplett über die Sperre drüber gehoben wird und zu früh losgelassen, dann springt der auch mal wieder zurück nach Cut Off. Aber das ist eher ein "Bedienungsfehler" und nix was erwähnt werden müsste. Wer weiss was da zwischen den Kopfhörern gedacht wurde...
Beitrag vom 05.02.2026 - 13:27 Uhr
Puh. Ich fliege keine 787. Habe aber meine Zweifel bez der Richtigkeit der Schilderung.
Ich (und auch kein anderer professioneller Pilot) fliege nicht mit einem defekten Fuel Switch. Zudem diese Kombination Switch-Muster-Betreiber in einem besonderen Fokus steht.

Vermutlich hat die britische Behörde ähnliche Gedanken.

Zudem ich bei einen dreimaligen hin-her dieses Schalters (der wird auch bei der 787 in die Startautomatik integriert sein) in dieser einige Verwerfungen produziere.

Die Geschichte hat eine faden Geschmack


Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

schiene.de

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

FLUGREVUE 01/2026

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden