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Lufthansa lässt A380 frühestens 2022 wieder abheben

Lufthansa Airbus A380
Lufthansa Airbus A380, © Lufthansa

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FRANKFURT - Die Airbus A380 der Lufthansa, die wie auch der Großteil der Flotte derzeit wegen der Coronakrise am Boden stehen, werden mindestens noch zwei Jahre eingemottet bleiben. Möglicherweise holt Lufthansa die A380 auch gar nicht wieder zurück - nach der Krise sind andere Flugzeuge "hip".

Die Hälfte der vormals 14 A380 werden ohnehin ausgemustert, das hatte das Unternehmen bereits mitgeteilt.

Sieben der Riesenjets sollen nun nach München verbannt werden, wo sie ab 2022 wieder Dienst tun sollen - auf Strecken wie nach New York, San Francisco und Chicago, falls es genug Nachfrage gibt, sagte Klaus Froese, der bei der Lufthansa für den Betrieb des Drehkreuzes Frankfurt verantwortlich ist.

Die Chance, dass die A380 nochmal für die Lufthansa abhebt, sei "hier in Frankfurt gegen Null", so Froese auf einer Veranstaltung am Flughafen am Mittwoch. "In München müssen wir schauen. Wenn, dann 2022, das ist im Moment die Planung. Aber Planung ist in diesen Monaten sehr schwer."

Die Pandemie hat den Niedergang der A380 als Flaggschiff bei Fluggesellschaften weltweit beschleunigt. Air France hatte bereits angekündigt, den Jet nicht weiter betreiben zu wollen und selbst Emirates, der größte Betreiber des Modells, denkt darüber nach, einige in Ruhestand zu schicken.

"Prestige, das war mal"

Den Riesenjet zu fliegen sei mittlerweile keine Frage mehr von Status, sondern lediglich von Wirtschaftlichkeit, so Froese.

"Prestige, das war mal. Seit das Flugzeug nicht mehr gebaut wird, hat sich das sehr schnell verändert", erklärte der Manager. "Die supermodernen Flugzeuge, die Boeing 787, die A350, die neue 777, die wir hoffentlich Ende nächsten Jahres bekommen, mit nochmal einer neuen Technikgeneration, die sind dann hip."

München, wohin Lufthansa bereits 2018 einige A380 verschoben hatte, ist der Fluggesellschaft zufolge günstiger als der Flughafen Frankfurt. Zudem ist Lufthansa dort Mitbesitzerin eines Terminals, was operative Abläufe vereinfacht.

Vorstandschef Carsten Spohr hatte gesagt, die Flotte der Lufthansa würde aufgrund der Pandemie insgesamt dauerhaft um etwa 100 Flugzeuge verkleinert werden, darunter mehr als 20 Langstreckenflugzeuge: außer den sechs A380-Modellen werden weiterhin zehn A340-600 und fünf Boeing 747-400 die Flotte verlassen.

Unter den durstigen Vierstrahlern könnte die kleinere A340-300 möglicherweise noch etwas länger im Betrieb verbleiben sowie die 747-8I, die noch vergleichsweise jung ist, so Froese.
© Bloomberg News, aero.de | Abb.: Lufthansa | 20.06.2020 13:26

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Beitrag vom 21.06.2020 - 11:59 Uhr
Also "verbannt" werden soll der A380 nach München sicher nicht!
Beitrag vom 20.06.2020 - 21:11 Uhr
Sicherlich. Zudem ist die 748 trotz der alten Grundkonstruktion noch immer vergleichsweise zum A380 leicht.

Ja das kommt noch dazu. Aber wieso ist eine alte Konstruktion eigentlich leichter? Ist das wieder die Flügelgeschichte, der für den A389 ausgelegt war und deshalb zu schwer für die A388 ist?

Dieser Beitrag wurde am 20.06.2020 21:11 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.06.2020 - 14:48 Uhr
Sicherlich. Zudem ist die 748 trotz der alten Grundkonstruktion noch immer vergleichsweise zum A380 leicht. Die etwas geringere Gesamtkapazität sollte auch ein Grund sein. Somit ist die 747 nach so vielen Jahrzehnten wieder das Flagschiff bei LH.


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