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Airbus A340 in der Krise als Frachter gefragt

Hi Fly Airbus A340 im Frachterausbau
Hi Fly Airbus A340 im Frachterausbau, © Hi Fly

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NEU DELHI - Der indische Billigflieger SpiceJet expandiert mit seiner Cargo-Tochter SpiceXpress auf dem Frachtmarkt. Bald sollen auch Langstrecken zum Repertoire zählen. SpiceJet least dafür einen Airbus A340 - und damit ein Flugzeug, das es als Frachter eigentlich gar nicht gibt.

Vier Triebwerke sind besser als zwei? Das war einmal. Nicht erst seit Corona befinden sich die Vierstrahler weltweit auf dem Rückzug. Der Airbus A340 zum Beispiel wird schon seit fast zehn Jahren nicht mehr gebaut und ist in der jüngeren Vergangenheit immer mehr zur Rarität am Himmel mutiert.

Noch finden sich zwar zahlreiche A340 in den Flottenlisten von Lufthansa oder Swiss, doch die Bestände aktiver Exemplare schmelzen rapide dahin. Auch langjährige Nutzer, wie die spanische Iberia, schwenken auf moderne Zeistrahler um.

Mit der A340 auf Fracht-Langstrecke

Einen etwas anderen Weg geht dagegen der Billigflieger SpiceJet aus Indien – und das gleich in zweifacher Hinsicht. Erstens, weil SpiceJet nach eigenen Angaben in Kürze ihre erste A340 übernehmen wird, während reihum langjährige A340-Nutzer ihre Exemplare ausmustern.

Und zweitens, weil diese A340 in einer Version genutzt werden soll, die man bei Airbus von der Stange gar nicht kaufen konnte: als Frachter nämlich. In dieser Konfiguration will SpiceJet mit seiner Tochtergesellschaft SpiceXpress künftig auch Langstreckenflüge anbieten. Als mögliche Ziele nennt SpiceJet Europa, die GUS-Länder sowie Afrika.

Mit der bisherigen Frachterflotte ist die Airline dagegen auf den Binnenmarkt beschränkt: aktuell betreibt SpiceXpress fünf Boeing 737F und drei De Havilland Dash 8-400.

Von wem SpiceJet die A340 leasen wird, dazu halten sich die Inder bislang noch bedeckt. Das bietet Raum für Spekulationen. So hat SpiceJet erst kürzlich eine A330neo von Hi Fly aus Portugal geleast und damit bereits erste Passagierflüge unternommen. Hi Fly wiederum besitzt auch diverse A340 in den Versionen -300 und -500.

Drei davon, zwei A340-300 und eine A340-500, ließ Hi Fly im Sommer zu Frachtflugzeugen umbauen. Gut möglich also, dass SpiceJet sich in Sachen Fracht-A340 abermals am Hi Fly-Angebot bedienen wird. Zwar würde man sich damit bei Lichte betrachtet "nur" einen Hilfsfrachter ins Haus holen. Der könnte laut Hi Fly aber trotzdem 50 Tonnen Nutzlast aufnehmen.
© FLUG REVUE - PZ | Abb.: Hi Fly | 21.08.2020 07:32

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Beitrag vom 22.08.2020 - 22:15 Uhr
Es darf sowieso nicht viel Gewicht in die Passagierebene geladen werden. Icelandair hat in Ihren ausgeräumten 767 ca. 16t Fracht auf dem Fußboden der Passagierkabine zugelassen. Das ist deutlich weniger als Passagiere mit Sitzen wiegen würden. Große und zu schwere Fracht ist für die Passagierkabine auch nicht praktikabel, da kaum verladbar (Kleine Tür und Verladung per Hand)
Eine größere A343 mit gut vollem Cargobereich ergeben dann wohl auch ca. die 50t und das schafft auch eine A343 noch locker. Da ist die als gut gefüllter Passagierflieger schwerer.

Ja aber warum?
Weil es für sie Sinn macht. Punkt.
Es sind ja zahlreiche A332f und B772 verfügbar, beides wesentlich besser geeignete Basis Flugzeuge für einen Frachter.
Sicher? Gerade Frachter scheinen gerade nicht in den regalen zu stehen. Deswegen baut man ja um.
Warum den einen schwach motorisierten A343 zum Frachter umwandeln?
Schwach motorisiert? Was für ein Quatsch! Was wollen Sie, ein Kunstflugzeug? Es geht darum Payload kostengünstig von A nach B zu bringen. Das scheint das Paket von HiFly zu können.
50t sind ja jetzt auch keine Payload, die kriegt man ja sogar in den B767 Frachter.
Möglich, aber sie haben sich anders entschieden. Wissen Sie wohin die ihre Fracht fliegen? Von Indien nach ?? Reicht da eine B767?
Spice hat bereits eine A330 von HiFly für Passagiere geleast, jetzt kommen andere Flieger dazu, mit gleichem Piloten und Maitenance Pool. Da lässt sich eine kleine effiziente OPS aufbauen und Synergien nutzen.
In England baut gerade eine Frachtairline eine Flotte von 10 A343F auf. Irgendwas muss an dem Flugzeug funktionieren, sonst würde man doch die verfügbaren B767/777 nutzen ;-)

Welche Airline ist das denn, die gerade eine Flotte an "Prachtern" auf A340-300 aufbaut?
Das ist European Aviation. Das ist aus dem Artikel
 https://www.aircargonews.net/airlines/spicejet-set-to-expand-international-cargo-operations-with-a340-freighter/
Allerdings habe ich da die A343 angenommen, da der Artikel ja über die Spice Version schreibt und immer nur A340 erwähnt. Eben den weiteren Artikel (Link ist im Artikel) über diese Firme nachgeschaut, es handelt sich hier allerdings um A346. Die jedoch in genau der gleichen Auslegung wie die A343 der Spice als Prachter. Entscheidend für die Idee war die Range und Verfügbarkeit der ex Virgin/Ethihad Maschinen.
Um auf die Aussage von Krüger zurückzukommen, es gibt durchaus Gründe für eine A340 Version als Prachter, Hauptgrund war die Verfügbarkeit. Möglich, dass je nach Routenprofil eine reine Frachtmaschine optimaler wäre. Die gab es aber wohl nicht so schnell verfügbar und Demand bestimmt den Preis.
Beitrag vom 22.08.2020 - 18:22 Uhr
Es darf sowieso nicht viel Gewicht in die Passagierebene geladen werden. Icelandair hat in Ihren ausgeräumten 767 ca. 16t Fracht auf dem Fußboden der Passagierkabine zugelassen. Das ist deutlich weniger als Passagiere mit Sitzen wiegen würden. Große und zu schwere Fracht ist für die Passagierkabine auch nicht praktikabel, da kaum verladbar (Kleine Tür und Verladung per Hand)
Eine größere A343 mit gut vollem Cargobereich ergeben dann wohl auch ca. die 50t und das schafft auch eine A343 noch locker. Da ist die als gut gefüllter Passagierflieger schwerer.

Ja aber warum?
Weil es für sie Sinn macht. Punkt.
Es sind ja zahlreiche A332f und B772 verfügbar, beides wesentlich besser geeignete Basis Flugzeuge für einen Frachter.
Sicher? Gerade Frachter scheinen gerade nicht in den regalen zu stehen. Deswegen baut man ja um.
Warum den einen schwach motorisierten A343 zum Frachter umwandeln?
Schwach motorisiert? Was für ein Quatsch! Was wollen Sie, ein Kunstflugzeug? Es geht darum Payload kostengünstig von A nach B zu bringen. Das scheint das Paket von HiFly zu können.
50t sind ja jetzt auch keine Payload, die kriegt man ja sogar in den B767 Frachter.
Möglich, aber sie haben sich anders entschieden. Wissen Sie wohin die ihre Fracht fliegen? Von Indien nach ?? Reicht da eine B767?
Spice hat bereits eine A330 von HiFly für Passagiere geleast, jetzt kommen andere Flieger dazu, mit gleichem Piloten und Maitenance Pool. Da lässt sich eine kleine effiziente OPS aufbauen und Synergien nutzen.
In England baut gerade eine Frachtairline eine Flotte von 10 A343F auf. Irgendwas muss an dem Flugzeug funktionieren, sonst würde man doch die verfügbaren B767/777 nutzen ;-)

Welche Airline ist das denn, die gerade eine Flotte an "Prachtern" auf A340-300 aufbaut?
Beitrag vom 22.08.2020 - 18:21 Uhr
Es darf sowieso nicht viel Gewicht in die Passagierebene geladen werden. Icelandair hat in Ihren ausgeräumten 767 ca. 16t Fracht auf dem Fußboden der Passagierkabine zugelassen. Das ist deutlich weniger als Passagiere mit Sitzen wiegen würden. Große und zu schwere Fracht ist für die Passagierkabine auch nicht praktikabel, da kaum verladbar (Kleine Tür und Verladung per Hand)
Eine größere A343 mit gut vollem Cargobereich ergeben dann wohl auch ca. die 50t und das schafft auch eine A343 noch locker. Da ist die als gut gefüllter Passagierflieger schwerer.

Ja aber warum?
Es sind ja zahlreiche A332f und B772 verfügbar, beides wesentlich besser geeignete Basis Flugzeuge für einen Frachter.

Warum den einen schwach motorisierten A343 zum Frachter umwandeln?
50t sind ja jetzt auch keine Payload, die kriegt man ja sogar in den B767 Frachter.
Zum eine bekommt man derzeit weder einen A330-200F, noch eine 767F auf dem Markt. Jededs Flugzeug fliegt.
Es geht auch nicht darum den A340-300 hier dauerhaft als Vollfrachter umzurüsten, sondern ihn derzeit als Hilfsfrachter zu betreiben. Un d dazu ist er vollkommen ausreichend und vermutlich sehr sehr günstig zu bekommen derzeit.


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