Lufthansa reagiert auf den Streik bei der Deutschen Bahn. Wegen des Passagierandrangs setzt die Airline bis einschließlich Freitag größere Flugzeugtypen auf ihren innerdeutschen Flügen ein, wie eine Sprecherin am Mittwoch berichtete.
Auf den 70 bis 80 Flügen pro Tag seien nun verstärkt auch Airbus A321 unterwegs, mit bis zu 215 Sitzen der größte Typ in der Mittelstreckenflotte des Herstellers. Es seien aber keine zusätzlichen Flugzeuge reaktiviert worden.
Bei Condor sorgt man sich um Passagiere, die mit dem Zug zum Flug anreisen. Der Ferienflieger ruft seine Kunden auf, "Bahnverbindung zu prüfen und gegebenenfalls auf alternative An- oder Abreisemöglichkeiten zurückzugreifen".
Der Fernbus-Anbieter Flixbus meldet unterdessen im Vergleich zur Vorwoche eine um etwa 70 Prozent höhere Nachfrage. Auch die Fernzüge der Marke Flixtrain würden um rund 30 Prozent mehr gebucht als in der vergangenen Woche. Laut der Flixbus-Leitstelle hat sich der Streik am Mittwochvormittag auf den Straßen noch kaum bemerkbar gemacht. Busse und Bahnen seien planmäßig und pünktlich unterwegs.
Drei von vier Fernzügen fallen aus
Die GDL bestreikt seit dem frühen Mittwochmorgen den Personenverkehr und bereits seit Dienstagabend den Güterverkehr der Deutschen Bahn. Für Mittwoch sagte die Bahn 75 Prozent der Fernverbindungen ab. Der Ausstand soll erst am frühen Freitagmorgen enden. Die Gewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: Lufthansa | 11.08.2021 11:28
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