Flugzeugbau
06:42 Uhr

Airbus legt Zahlen zum Jahresstart vor

American Airlines Airbus A321XLR
American Airlines Airbus A321XLR, © American Airlines

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TOULOUSE - Airbus legt am Dienstag nach Börsenschluss seine Zahlen zum ersten Quartal vor. Das sind die Erwartungen.

Nach den Corona-Jahren und einem holprigen Jahresende 2025 will Airbus-Chef Guillaume Faury 2026 endlich einen neuen Auslieferungsrekord aufstellen. Nach seinem Plan soll der Flugzeugbauer rund 870 Verkehrsflugzeuge ausliefern - 77 mehr als im Vorjahr und ganze 7 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019.

Doch die anhaltenden Lieferengpässe vor allem bei Triebwerken machen Airbus zu schaffen.

Im Februar stellte Faury ausdrücklich die RTX-Tochter Pratt & Whitney an den Pranger. Er gab dem Unternehmen maßgeblich die Schuld daran, dass Airbus die Jetproduktion im laufenden Jahr nicht stärker hochfahren kann.

Pratt & Whitney baut zusammen mit seinem deutschen Partner MTU und Japanese Aero Engines die sogenannten Getriebefan-Triebwerke, die etwa jeden zweiten Airbus-Jet aus der Modellfamilie A320neo antreiben, die meistgefragten Passagierjets der Welt. Die übrigen Maschinen fliegen mit den LEAP-Triebwerken von GE Aerospace und Safran, die in einer anderen Variante beim Konkurrenz-Flugzeug Boeing 737 MAX zum Einsatz kommen.

Trotz der Engpässe will Faury in diesem Jahr höher hinaus. Mit den Flugzeug-Auslieferungen soll auch der Gewinn steigen. Konkret peilt der Manager einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (bereinigtes Ebit) von rund 7,5 Milliarden Euro an - etwa 400 Millionen mehr als im Vorjahr. Der freie Barmittelfluss soll etwa 4,5 Milliarden Euro erreichen und damit etwas unter dem Vorjahreswert bleiben.

Der Start ins Jahr dürfte allerdings eher schwach ausgefallen sein. So lieferte Airbus im ersten Quartal nur 114 Verkehrsflugzeuge aus. Das waren 22 weniger als ein Jahr zuvor. Sogar Erzkonkurrent Boeing, der seit 2019 in einer schweren Krise steckt, zog mit 143 ausgelieferten Jets an Airbus vorbei.

Das erwarten Analysten

Branchenexperten sehen den Dax-Konzern Airbus trotz des absehbar schwachen Starts ins Jahr auf Kurs zu seinen Zielen. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten erwarten für 2026 im Schnitt die Auslieferung von 878 Flugzeugen. Beim bereinigten operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) liegen ihre Schätzungen mit im Mittel 7,6 Milliarden Euro ebenfalls etwas über den Plänen des Vorstands.

Im ersten Quartal dürfte Airbus wegen der gesunkenen Auslieferungszahlen auch Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verbucht haben. Von dem Konzern selbst befragte Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatz von 12,4 Milliarden Euro, 8,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der bereinigte operative Gewinn dürfte um 44 Prozent auf 348 Millionen Euro eingebrochen sein.

Unter dem Strich erwarten die Experten einen Überschuss von 282 Millionen Euro, fast zwei Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Der freie Barmittelfluss vor Kundenfinanzierungen dürfte sogar auf 1,7 Milliarden Euro ins Minus gesackt sein. Ein Jahr zuvor war das Minus mit 310 Millionen Euro noch deutlich geringer ausgefallen.
© dpa-AFX, aero.de | 28.04.2026 06:42


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