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Zumindest den Kardinalsfehler von WOW Air hat Play nicht wiederholt. Die isländische Günstigairline verzichtete auf Großraumgerät. Sechs Jahre nach der WOW-Air-Pleite gingen 2025 trotzdem auch bei Play die Lichter aus.
Die Fluggesellschaft stellte ihren Flugbetrieb im September 2025 ein - zuvor hatte sich die Finanzlage von Play verschärft.
Vom ursprünglichen Geschäftsmodell - Transitflügen zwischen Europa und den USA mit Umstieg in Island - hatte sich Play noch gelöst. Die Airline richtete ihr Netz 2025 stattdessen stark auf Touristikziele in Europa aus.
Vier Airbus A321neo - Leasingflugzeuge von AerCap - wurden parallel in ein maltesisches AOC ausgelagert. Einnahmen aus Wetlease-Aufträgen der maltesischen Tochter sollten Play ein zweites Standbein verschaffen.
Für die "Fly Play Europe" auf Malta zeichnet sich nun möglicherweise eine Lösung ab. Icelandair verhandelt mit den Eignern, darunter ein Pensionsfonds, über einen 49-Prozent-Anteil an der Gesellschaft.
Icelandair drängt in den Chartermarkt
Eine Beteiligung würde Icelandair neue Möglichkeiten im Charterbereich geben, teilte Icelandair mit. Über das maltesische Unternehmen erhielte man Zugang in Luftverkehrs- und Doppelbesteuerungsabkommen, den Islandair bisher nicht hat. Teile der nicht in im Icelandair-Netz genutzten Flotte könnten in das maltesische AOC abgespalten werden.
"Die meisten Fluggesellschaften in unseren Märkten, insbesondere in Europa, unterhalten mehr als ein AOC, was ihnen eine größere Flexibilität im Betrieb gibt", sagte Icelandair-Chef Bogi Nils Bogason. "Sollte die Transaktion zustande kommen, würde dies in ähnlicher Weise Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit von Icelandair steigern."
© aero.de | Abb.: Play, Stansted Airport | 28.04.2026 06:04







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