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Lufthansa vermeidet Crewaufenthalte in Hongkong

Lufthansa Airbus A350-900
Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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FRANKFURT - Verschärfte Pandemieauflagen für Aufenthalte von Flugbesatzungen in Hongkong bereiten Airlines zunehmend Kopfzerbrechen. Lufthansa-Crews reisen vorerst nicht mehr in Hongkong ein. Die Airline routet die Flüge ab dieser Woche über einen Stopp in Thailand um.

Hongkong verfolgt die vielleicht strengste Covid-19-Eindämmungspoiltik der Welt - und hat im November Aufenthalts- und Testregeln für Flugbesatzungen nochmals verschärft.

Die Regierung verlangt einen negativen PCR-Test vor Abflug, einen weiteren PCR-Test direkt bei der Ankunft in Hongkong und weitere Tests während des Aufenthalts. Der findet in streng überwachter Hotelzimmerisolation statt. Ohnehin dürfen nur vollständig geimpfte Flugbesatzungen nach Hongkong fliegen.

Was passiert, wenn bei nur bei einem Crewmitglied ein Test anschlägt, hat British Airways am 20. November erfahren. Die Behörden verbannten mehrere Piloten und Flugbegleiter für 21 Tage in das berüchtigte Quaräntecamp Penny's Bay auf Lantau. British Airways setzt seit dem Vorfall die Linie nach Hongkong aus, "um die Betriebsanforderungen dieser Strecke zu hinterfragen".

Am Wochenende reagierte auch Lufthansa auf die Lage in Hongkong. Wegen der "Verschärfungen der Quarantäne-Vorschriften für Besatzungsmitglieder" nimmt Swiss die Linie nach Hongkong vorübergehend komplett aus dem Flugplan. Zunächst hatte das Portal "AeroTelegraph" hierzu berichtet.

In einem Schreiben an die Crews, aus dem "AeroTelegraph" zitiert, bezeichnet Swiss die Hongkonger Maßnahmen als "weder nachvollziehbar noch akzeptabel". Unter aktuellen Gegebenheiten sei die Linie schlicht "nicht mehr durchführbar".

Lufthansa selbst hat am Wochenende kurzfristig Hongkong-Flüge annulliert. Die Airline will die Linie zur Wochenmitte zwar wieder aufnehmen, Crews aber nicht mehr in Hongkong übernachten lassen. Stattdessen übergeben und übernehmen Flugbesatzungen die Hongkong-Flieger in Bangkok von ihren Kollegen. "Das gilt zunächst bis auf Weiteres", sagte ein Lufthansa-Sprecher aero.de.

Nicht der erste Umweg

Lufthansa hat mit dieser Operation bereits Erfahrung. Die Airline hatte wegen explodierender Infektionszahlen in Indien ab Mai 2021 Crewübernachtungen in Indien vorübergehend vermieden - und auf den Flügen einen technischen Stopp zum Crewwechsel in Dubai eingelegt.

An der Hongkonger Zero-Covid-Strategie verzweifeln nicht nur British Airways und Lufthansa. Cathay Pacific verzeichnet eine Kündigungswelle unter ihren Piloten, FedEx hat die Crewbase Hongkong aufgelöst.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 06.12.2021 08:57

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Beitrag vom 08.12.2021 - 15:43 Uhr
Quergelesen könnte man meinen, ein Pilot sei der gefährlichste Beruf der Welt. Wenn es einem Piloten eine psychologische Belastung ist, ob er am Zielort in eine Quarantäne-Unterkunft muss, obwohl er ja was wichtigeres zu tun hat (wobei ich mich frage, was wichtiger ist, als Gesundheit), dann möchte ich von so einem Menschen gar nicht geflogen werden. Ich hoffe, dass es seine Psyche auf dem Rückflug erlaubt konzentriert zu arbeiten, obwohl in Deutschland jeden Tag 7,45 Menschen im Straßenverkehr sterben und er der nächste sein könnte. Gäb sicherlich wichtigeres zu tun, als auf dem Friedhof rumzuliegen...
Sicherlich sarkastisch, aber man sollte hier mal die berühmte Kirche im noch berühmteren Dorf lassen. Zumal wir nicht davon reden, dass trotz dieses Damokles-Schwertes, die Einreise weiter vom Arbeitgeber gefordert wird, sondern dass dies vom Arbeitgeber verhindert wurde. So die original Meldung.

Dieser Beitrag wurde am 08.12.2021 15:44 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.12.2021 - 14:03 Uhr
> Frage an die vielleicht mitlesenden Frachtpiloten: Gibt es die Möglichkeit angesichts der Bedingungen vor Ort den Flug zu einer bestimmten Destination zu verweigern?

Verweigern braucht man ja nicht, wenn man sich vorher leider krank melden musste.

Genau! Einfach krank melden, wenn einem die Destination nicht in den Kram passt. Diesen Vorschlag hat hier vor ein paar Monaten schon mal ein anderer User und LH-Cockpitmitarbeiter gebracht. Dieses interessante Arbeitsethos scheint beim LH-Personal in Sitzreihe Null also doch etwas weiter verbreitet zu sein.

Den ersten Dienstplan des Monats macht der Planeer, den endgültigen aber immer noch mein Hausarzt.... ;-)
Na, wo bleibt der Aufschrei? Hier wird doch ganz offensichtlich ein wertvolles Tool zur Steigerung der Systemsicherheit mißbraucht oder darf man mit so etwas wichtigem gar Witze machen? Hier wird doch nicht etwa mit unterschiedlichem Maß gemessen?

Sie sind doch mittlerweile lange genug in diesem Forum, um wissen zu müssen, dass flydc9 nur ein Troll ist, oder nicht? Oder steigen Sie einfach gerne auf den Troll-Zug auf, um weiter zu provozieren?

Aber interessant ist es schon, dass es hier von bestimmter Seite keinen Aufschrei gibt, wenn der "gelbe Urlaubsschein" als legitimes Mittel dargestellt wird.
Wenn es um das automatisierte Cockpit geht, ist der Aufschrei groß, wenn es um das Vermeiden unangenehmer Destinationen mittels Krankmeldung geht ist Schweigen im Walde.
Das lässt schon tief blicken!
Beitrag vom 08.12.2021 - 13:48 Uhr
> Frage an die vielleicht mitlesenden Frachtpiloten: Gibt es die Möglichkeit angesichts der Bedingungen vor Ort den Flug zu einer bestimmten Destination zu verweigern?

Verweigern braucht man ja nicht, wenn man sich vorher leider krank melden musste.

Genau! Einfach krank melden, wenn einem die Destination nicht in den Kram passt. Diesen Vorschlag hat hier vor ein paar Monaten schon mal ein anderer User und LH-Cockpitmitarbeiter gebracht. Dieses interessante Arbeitsethos scheint beim LH-Personal in Sitzreihe Null also doch etwas weiter verbreitet zu sein.

Den ersten Dienstplan des Monats macht der Planeer, den endgültigen aber immer noch mein Hausarzt.... ;-)
Na, wo bleibt der Aufschrei? Hier wird doch ganz offensichtlich ein wertvolles Tool zur Steigerung der Systemsicherheit mißbraucht oder darf man mit so etwas wichtigem gar Witze machen? Hier wird doch nicht etwa mit unterschiedlichem Maß gemessen?

Sie sind doch mittlerweile lange genug in diesem Forum, um wissen zu müssen, dass flydc9 nur ein Troll ist, oder nicht? Oder steigen Sie einfach gerne auf den Troll-Zug auf, um weiter zu provozieren?
Fühlen Sie sich provoziert? Warum? Sonst noch was Inhaltliches oder messen Sie auch mit zweierlei Maß?


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