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13 Airbus A350 müssen zum Flügel-Check

Lufthansa Airbus A350-900
Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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FRANKFURT - Die europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) ruft 13 Airbus A350 zur Inspektion. An den Flugzeugen muss der Blitzschutz der Tragflächen auf Vollständigkeit überprüft werden, teilte die Aufsichtsbehörde mit. Unterdessen meldet ein weiterer Betreiber Probleme mit vorzeitiger Lackerosion.

Die EASA lässt mehrere Airbus A350 wegen eines "qualitativen Mangels in der Produktion" überprüfen.

Laut einer aktuellen Lufttüchtigkeitsanweisung hat Airbus möglicherweise an manchen Stellen der Ober- und Unterseite der Tragflächen die Installation einer speziellen Kupferfolie vergessen, die zum Blitzschutzsystem gehört.

"Wird dieser Zustand nicht erkannt und korrigiert, kann er in Verbindung mit einer bis dato unentdeckten fehlerhaften Installation eines benachbarten Befestigungselements (...) eine Zündquelle (...) in den Kraftstofftanks bilden", schreibt die EASA. Im Falle eines Blitzeinschlags drohe der "Verlust des Flugzeugs".

Die EASA hat das Problem mit der vergessenen Heavy Expanded Copper Foil auf 13 Flugzeuge von zehn Betreibern der Produktionsjahre 2016 bis 2020 eingegrenzt. Betroffen ist auch die D-AIXN, die Airbus im März 2019 an Lufthansa geliefert hatte.

Besondere Eile ist bei zwei A350-900 von Hong Kong Airlines und Qatar Airways aus den Lieferjahren 2017 und 2019 geboten - die MSN 124 und MSN211 müssen bis spätestens Dezember 2023 überprüft werden. An elf Flugzeugen sollen Inspektionen und etwaige Reparaturen binnen 78 Monaten nach Produktion ausgeführt werden.

Delta meldet Lackprobleme

Airbus kämpft im A350-Programm derzeit mit vorzeitiger Ablösung von Lackschichten - und streitet mit Qatar Airways über Schwere und Ausmaß des Problems. Nach Informationen der Nachrichtenagentur "Reuters" hat zuletzt auch Delta Air Lines an mindestens einem Flugzeug einen geringfügigen Lackfehler an Airbus gemeldet.

Laut Insidern waren Airlines in den letzten Jahren unterschiedlich stark betroffen. Während einige Betreiber rein kosmetische Probleme, eine Art "Orangenhaut" am Lack, feststellten, sollen sich bei Qatar Airways Lackstellen gelöst haben, wodurch das darunter liegende Gitternetz für den Blitzschutz und CFK-Rumpfflächen der Witterung ausgesetzt waren.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 07.12.2021 07:52

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Beitrag vom 11.12.2021 - 20:28 Uhr

So und damit verabschiede ich mich wieder.


Das ist außerordentlich bedauerlich wenn Sie sich erneut verabschieden. Sie haben auch hier wieder ein Thema vom Kopf auf die Füße gestellt.
Ihre Expertise gehört hier einfach ins Forum.

Absolut derselben Meinung.
Beitrag vom 11.12.2021 - 16:39 Uhr
Bis zu diesem Post habe ich sie noch Ernst genommen.

Sie vergleichen tatsächliche 3 Betrugsfälle mit einem Luftrechtlich juristisch korrektem Verhalten? Verstehe ich das richtig?

Boeing hat die FAA bewusst im Dunkeln gelassen, die Kunden nicht informiert und sich dann medail so geäußert, um jeden Schaden von der Firma abzulenken. Wo sehen sie dies bei den A350 Qualitätsproblemen im Lack und der Inspektionsanweisung der EASA.

Das gleiceh bei VW. Das KBA versucht zu täuschen, die Kunden im Dunkeln gelassen und jede Verantwortung abgelehnt.

Airbus hat doch alle Kunden über einen SIL informiert, hat kostenlose Nacharbeiten angeboten, die EASA zur Inspektion eingeladen und im Falle der evtl fehlenden Folie, ein SB verfasst und diesen Meldepflichtigen Vorfall der EASA zur AD gegeben.

Sie vergleichen da nicht nur Äpfel mit Birne, ihre Birne ist eigentlich ein Stück Mondgestein.

Und da sie so schön Exekutive und Legislative verwenden, ich war mehr als 25 Jahre beim LBA, in diesen beiden Fällen, hat Airbus alle relevanten Gesetze eingehalten, sich an die Meldeketten gehalten und daher nix zu befürchten. Fehler passieren leider immer wieder, die Frage ist wie man damit umgeht, und Airbus hat dies richtig gemacht. IM Falle der Qualitätsbeanstandung seitens Qatar hätten sie die EASA gar nicht informieren müssen, denn dies ist kein Meldepflichtiger Vorfall, haben es vorsorglich aber getan. Der Blitzschutz bei CFK kommt nur zum kleinen Teil von dem Antistatic Paint, der hier altert. Den Großteil übernehmen Mesheinlagen, und diese werden, auch von Qatar Ariways, nicht bemängelt.

Sollten sie mehr über die Meldeketten und den Designbetrieb nach EASA 21J erfahren wollen empfehle ich freundlichst die Lektüre der COMMISSION REGULATION (EU) No 748/2012, die Webseite  https://www.easa.europa.eu/domains/aircraft-products/design-organisations/design-organisations-approvals sowie die relevanten AMC (Acceptable Means of Comliance) dazu.

So und damit verabschiede ich mich wieder.


Das ist außerordentlich bedauerlich wenn Sie sich erneut verabschieden. Sie haben auch hier wieder ein Thema vom Kopf auf die Füße gestellt.
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Beitrag vom 11.12.2021 - 12:41 Uhr
Ich sehe nicht, dass Airbus in der Sache etwas verheimlicht hat oder unter den Tisch kehren wollte.

Das sehe ich auch nicht.
Allerdings hat Muckster insofern recht, dass hier ein Kunde persistent in der Presse mit Dreck wirft.
Etwas bleibt immer kleben, "Wo Rauch ist, ist auch Feuer", etc.
Auch diese unbewiesenen Anschuldigungen beeinflussen Entscheidungen von Investoren, die den Aktienwert beeinflussen oder die Kaufentscheidungen potentieller Kunden.

Daher denke ich auch nicht, dass das geplante Vorgehen von Airbus gegen diese Anschuldigungen unangebracht ist. Ein früher initiierter Bericht eines Gutachters hätte tatsächlich diese öffentliche Debatte verkürzen können.


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