Weniger Flüge im Sommer
Älter als 7 Tage

Swiss will Verlustzone 2022 verlassen

Swiss Airbus A321neo
Swiss Airbus A321neo, © Swiss

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FRANKFURT - Lufthansa kann ihre Verluste deutlich verringern. Angesichts des Kriegs in der Ukraine, steigender Kerosinpreise und neuer Tarifforderungen vermeidet der Konzern eine Prognose für das Gesamtjahr. Die Schweizer Tochter Swiss sieht ein Stück weit klarer - und streicht Flüge aus dem Sommerprogramm.

Das Personal ist am Anschlag: Swiss hat letzte Woche Flüge nach Krankmeldungen in der Kabine kurzfristig gestrichen - der Airline fehlen nach übereilten Kündigungen in der Krise schlicht Flugbegleiter. Auch das Verhältnis zu Partnern wie Helvetic hat unter zwei Pandemiejahren gelitten.

Insgesamt geht es in Zürich aber wieder bergauf. Eine steigende Ticketnachfrage gibt Swiss Rückenwind. Die AIrline hat im ersten Quartal ihren operativen Verlust um 75 Prozent auf 47,4 Millionen Franken reduziert.

Die Omikron-Delle zu Jahresbeginn und der "deutlich gestiegene Kerosinpreis" verhinderten eine noch stärkere Erholung. Trotzdem sieht das Management die Airline wieder auf Kurs.

"Die deutliche Ergebnisverbesserung, die wir gegenüber Vorjahr erwirtschaften konnten, und der positive Cashflow stimmen uns zuversichtlich und bestätigen uns in unserem Ziel, das Gesamtjahr 2022 mit einer schwarzen Null abzuschliessen", sagte Swiss-Finanzvorstand Markus Binkert.

Die operativen Erträge haben sich "infolge einer deutlichen Nachfragesteigerung" im ersten Quartal auf 712 Millionen Franken mehr als verdoppelt. Swiss beförderte 1,8 Millionen Passagiere, 6,5 Mal soviele wie ein Jahr zuvor. "Der aktuelle Trend stimmt uns hoffnungsvoll, dass der Wendepunkt der Pandemie erreicht ist", sagte Vranckx.

Die Airline will sich jetzt aus Staatshilfen lösen. Die Schweiz hatte Swiss in der Krise mit einer 85-Prozent-Garantie auf einen Kredit über 1,5 Milliarden Franken gestützt.

"Der stabile Geschäftsverlauf sowie die positive Entwicklung unserer Liquiditätssituation erlauben es uns, nun Finanzierungsalternativen für die Ablösung des Bankenkredits in Betracht zu ziehen", sagte Binkert. "Vorausgesetzt, die weitere geopolitische Entwicklung lässt es zu, streben wir eine Umschuldung im Lauf des zweiten Quartals an."

Abgespeckter Sommerflugplan

Wegen der angespannten Bereederungslage und operationeller Herausforderungen auf der Langstrecke hat Swiss den Sommerflugplan gerade ausgedünnt.

"Um die Personalsituation zu entlasten und den Flugplan zu stabilisieren, wurden im Sommerflugplan primär auf der Langstrecke Frequenzen und Flüge im Gesamtumfang von rund 10 Prozent der Produktion reduziert", informierte Swiss ihre Mitarbeitenden vergangene Woche per Rundschreiben über Kürzungen.
© aero.de | Abb.: Swiss | 13.05.2022 07:14


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