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Boeing will Streckbetrieb für die 767F

UPS Boeing 767-300F
UPS Boeing 767-300F, © Boeing

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WASHINGTON - 777F und 767F reißen schärfere ICAO-Umweltrichtlinien - 2028 ist mit der Neuproduktion Schluss. Erstere wird spätestens dann von der 777-8F abgelöst, die Nachfolge der 767F hat Boeing noch nicht geregelt - und lotet ein mögliches Schlupfloch für den beliebten Frachter aus.

US-Frachtairlines decken sich mit neuen 767-300F ein solange es noch geht: UPS hat gerade acht weitere 767F mit Lieferterminen bis 2025 nachbestellt.

Ab dann kühlt die Linie ab - Boeing muss die Produktion 2027 angesichts strengerer ICAO-Emissionsauflagen für alle ab 2028 neu zugelassenen Flugzeuge einstellen. Eigentlich.

Denn der Airbus-Konkurrent lobbyiert für einen Streckbetrieb auf der 767F-Linie bis weit in die 2030er Jahre. Der Tanker KC-46A, der ebenfalls auf der 767 basiert, könnte dem Frachter ein Schlupfloch öffnen.

"Wenn die US Air Force die KC-46A ein zweites Mal bestellt, liegt es sehr im nationalen Interesse, die fixen Produktionskosten auf den Tanker und Frachter zu verteilen", sagte FedEx-Vorstand Fred Smith "Leeham News". Boeing habe mit der US-Luftfahrtaufsicht FAA über eine Ausnahmeregelung gesprochen, die "zumindest für die Produktion für den US-Bedarf" gelten soll.

FedEx findet A350F "wahnsinning gut"


FedEx ist ebenfalls ein großer Fan der 767F. Boeing hat dem Logistikriesen laut Smith bereits Konzepte zu einer 787F und eines NMA-F als mögliche Nachfolger vorgelegt.

Die 787 gilt zwar als mögliche Plattform, die zu 50 Prozent aus Verbundwerkstoffen gefertigte Primärstruktur gestaltet einen Umbau zu einem Frachter aber komplex. Das New Midmarket Airplane (NMA) ist bisher nicht viel mehr als eine Studie. Daher sieht sich Fedex auch bei Airbus nach Ersatzlösungen für die 767F um.

Die A350F bezeichnete Smith gegenüber "Leeham News" als "wahnsinnig gutes Flugzeug". Eine A321F würde sich Smith ebenfalls näher ansehen - sofern Airbus die Idee eines kompakten Frachters auf Basis der A321neo realisiert.
© aero.de | Abb.: Boeing, Großbild: Tomas Del Coro, CCBYSA | 22.09.2022 09:14

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Beitrag vom 29.09.2022 - 08:12 Uhr
Sorgt ein Weiterbau der B767 wirklich für eine nennswerte Entlastung des Tankerbaus?
Auch die Tanker könnten aktuelle Triebwerke gebrauchen!

Das Thema ist durch, in die B767 wird auch nichts mehr investiert. Die Konstruktion ist von 1980, das ist vorbei.
Beitrag vom 29.09.2022 - 07:31 Uhr
Gibt es Erfahrungen mit größeren Reparaturen bei der B787?
Mir sind nur drei Vorfälle bekannt. Dabei wurde nach meinen Kenntnissen fast alles geheim gehalten.
Bei dem Brand auf Heathrow musste wohl ein Heckteil geopfert werden.
Was ist mit "kleineren" Reparaturen bekannt?

Erstaunlich wenig, aber @Menschmeier hat ja die Reperatur mit dem Patch bei Ethopian erwähnt, das ist auch mein Kentnissstand.
Man muss bei Schäden innern Struktur einbauen um die Steifigkeit wieder herzustellen.

Während man beim A350 einfach das oder die entsprechenden Panel tauschen kann.

Die Frage die sich stellt ist eigentlich eher ob der Nachteil der Handhabung von Boeing einen konstruktiven Vorteil darstellt, z.b. weil man weniger Gewicht hat, sich die Holme spart, weniger Nähte hat, etc.

Das wäre spannend zu wissen.
Beitrag vom 28.09.2022 - 13:10 Uhr
Sorgt ein Weiterbau der B767 wirklich für eine nennswerte Entlastung des Tankerbaus?
Auch die Tanker könnten aktuelle Triebwerke gebrauchen!


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