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Qatar Airways stimmt A350-Reparatur zu

Qatar Airways Airbus A350
Qatar Airways Airbus A350, © Qatar Airways

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TOULOUSE - Handschlag: Airbus und Qatar Airways haben sich im Rechtsstreit über Lackbruch am A350 gütlich geeinigt. Wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Toulouse mitteilte, ist ein Reparaturprojekt bereits angelaufen. Airbus wird Qatar Airways im Zuge der Einigung wieder mit Flugzeugen beliefern.

Airbus und Qatar Airways legen einen streckenweise mit harten Bandagen geführten Rechtsstreit bei. Die Einzelheiten des Vergleichs seien vertraulich, teilten Hersteller und Airline am Mittwochabend mit. Die Vereinbarung sei kein Eingeständnis der Haftung für eine der Parteien.

Eckpunkte der Einigung drangen aber durch. Qatar Airways stimmt einer Reparatur der 29 in Doha gegroundeten A350 zu, Airbus nimmt Qatar Airways im Gegenzug wieder in die Kundenliste auf.

Vor einem Jahr hatte Airbus einen Auftrag von Qatar Airways über 50 A321neo storniert. Diesen Schritt nimmt Airbus im Zuge der Einigung wieder zurück und will die Maschinen dieses Typs ab 2026 liefern.

Bei dem Streit ging es um Lack- und Oberflächenschäden an Langstreckenjets vom Typ Airbus A350. Qatar Airways hatte gegen den europäischen Hersteller wegen der Mängel Klage eingereicht. Der Flugzeugbauer hielt die Probleme für nicht sicherheitsrelevant, wollte die Mängel aber beheben. Qatar Airways gehört zu den wichtigsten Airbus-Kunden.

Das Unternehmen hat 53 Maschinen der A350-Reihe in der Flotte und weitere 23 A350-1000 bestellt. Vier A350-Lieferungen hatte Qatar Airways platzen lassen, Airbus hatte Gesamtorder 2022 ebenfalls storniert. Jetzt sollen auch diese Jets und sogar noch ab diesem Jahr ausgeliefert werden.

Der Rumpf der A350 besteht zu großen Teilen aus Kohlefaser-Verbundwerkstoffen. Zwischen dem Rumpf und der Außenlackierung liegt ein metallisches Gewebe, das gegen Blitzeinschlag schützt. Abhängig von den Betriebsbedingungen träten an manchen Flugzeugen des Typs Risse im Lack oder in diesem Gewebe auf, hatte es bei Airbus im Vorjahr geheißen.

Der Einigung ging eine Viererrunde zwischen Airbus, Qatar Airways und den Luftfahrtbehörden EASA und QCAA vergangene Woche in Doha voraus. Der Rechtsstreit soll zudem Thema bei Regierungskonsultationen zwischen Frankreich und Katar gewesen sein.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Airbus | 01.02.2023 18:35

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Beitrag vom 03.02.2023 - 21:35 Uhr
@Moritz,
danke für Hinweis. Redaktion wurde informiert.
mfG
Fly-away Moderator
Beitrag vom 03.02.2023 - 17:48 Uhr
Im zweiten Absatz steht „Airbus und Boeing“. Das sollte doch „Airbus und Qatar“ heißen, oder?

Gruß,

Moritz
Beitrag vom 02.02.2023 - 03:23 Uhr
Die Frage ist, was mit den Orders passiert,ist das erledigt?

So wie es klingt ist das jetzt genau der Status der ohne Rechtsstreit passiert wäre?

Airbus repariert die Dinger und gut ist es?

Ich glaube Qatar hat sich einfach smart über Corona gerettet mit dem Thema. Just als alles wieder anzieht.....

Gut für Airbus, besonders die 19 - oder 22 A35K die offen waren.

Dieser Beitrag wurde am 02.02.2023 03:26 Uhr bearbeitet.


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