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Airbus-Chef: Lieferkette bleibt Unsicherheitsfaktor

Guillaume Faury
Guillaume Faury, © Airbus

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BERLIN - Airbus rechnet beim Ausbau seiner Produktion mit anhaltenden Engpässen bei Zulieferern. Die seit der Corona-Pandemie grassierenden Probleme in den Lieferketten dürften noch zwei bis drei Jahre anhalten, sagte Vorstandschef Guillaume Faury am Dienstag auf der Luftfahrtmesse ILA in Berlin.

Airbus wolle die Produktion seiner Schmalrumpf-Jets aus der Modellfamilie A320neo weiterhin auf 75 Maschinen pro Monat ausweiten. Dieses Ziel soll dem Plan zufolge 2026 erreicht sein. Der Ausbau gehe aber nicht in dem Tempo voran, das Airbus sich wünsche, sagte Faury.

Den Konkurrenten Comac aus China nimmt der Manager nach eigener Aussage "sehr ernst". Das Unternehmen hat mit der C919 ein Flugzeug auf dem Markt, das es mit dem Airbus A320neo und Boeings Mittelstreckenjet 737 MAX aufnehmen soll.

Faury erwartet, dass Comac auf dem chinesischen Markt einen signifikanten Anteil erreicht. Im Ausland ist der neue Jet bisher nicht zugelassen.

Zwei neue Flugzeuge

Airbus selbst bereitet sich derweil auf die Entwicklung gleich zwei neuer Flugzeugtypen vor. Einerseits will der Hersteller im nächsten Jahrzehnt einen Nachfolger für die Mittelstreckenjets aus der A320neo-Reihe fertig bekommen. Dessen Rumpf und Tragflächen bekämen wahrscheinlich die Form wie bei klassischen Flugzeugen.

Möglicherweise bekomme das Flugzeug aber eine größere Flügel-Spannweite und sogenannte Open-Rotor-Antriebe, erklärte Faury. Außerdem plant Airbus bis 2035 weiterhin einen kleineren Passagierjet mit Wasserstoff-Antrieb.
© dpa-AFX | Abb.: Airbus | 04.06.2024 15:20


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