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City Airlines startet ohne Tarifverträge

Lufthansa City Airbus A319
Lufthansa City Airbus A319, © Lufthansa

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MÜNCHEN - Die jüngste Fluggesellschaft im Lufthansa-Konzern startet ohne Tarifverträge für das fliegende Personal.

Der erste Linienflug der "City Airlines" ist für diesen Mittwoch um 09.10 Uhr von München nach Birmingham geplant. Am Dienstag bestätigten die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo, dass bislang kein Vertrag zu den Arbeitsbedingungen der Piloten und Flugbegleiter geschlossen worden ist.

Damit ist auch der Übergang des Personals von der bestehenden Zubringer-Tochter Lufthansa Cityline zur neuen Gesellschaft weiterhin ungeklärt. Das neue Unternehmen hat freiwilligen Wechslern unter anderem einen Bonus in Höhe eines Jahresgehalts angeboten.

Die Kabinengewerkschaft Ufo hat ihren Mitgliedern allerdings von der Offerte abgeraten, da zahlreiche bislang einseitig gesetzte Arbeitsbedingungen etwa zur Bezahlung und Arbeitszeit hinter denen bei der Cityline zurückblieben.

Lufthansa will die neue Gesellschaft für Kurz- und Mittelstrecken noch in diesem Jahr mit fünf Flugzeugen ausstatten. Neben München soll im kommenden Jahr Frankfurt als zweite Basis folgen und die Flotte mindestens um acht weitere Jets wachsen.

Für die Zeit ab 2026 sind weitere 40 Flugzeuge bestellt. Passagiere werden den Neustart kaum bemerken: Die neue Gesellschaft mit dem zusätzlichen Code VL ist wie ihre Vorgängerin Cityline voll in die Systeme der Lufthansa integriert und kann auch nur dort gebucht werden. Die Fluggäste könnten sich auf das bewährte Lufthansa Kundenerlebnis freuen, wirbt das Unternehmen.

Kritik von Piloten

Die Pilotengewerkschaft VC hält die Gründung der neuen Airline für überflüssig. Man sei weiterhin bereit, über die vereinbarten Beschränkungen der Cityline zu verhandeln, hatte Tarifvorstand Marcel Gröls vor wenigen Tagen betont.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte die Vereinbarung, die ab 2026 einen Betrieb von Flugzeugen mit mehr als 95 Sitzen bei Cityline ausschließt, mehrfach als Grund dargestellt, dass man die Cityline nicht weiterbetreiben könne.
© dpa-AFX, aero.de | 25.06.2024 13:05

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Beitrag vom 26.06.2024 - 09:25 Uhr
LH Mainline hat bereits jetzt ein massives Problem
in MUC Personal zu finden. Man will hier noch wachsen und schickt jeden Tag über 100 Kollegen aus FRA teuer nach MUC (kostet Flüge, Hotels, Spesen, Eisatztage). Wie will man dann, ohne Top Wechselmöglichkeiten der CLH zu VL, den Laden überhaupt richtig auf die Beine stellen wollen. Es wird wohl in naher Zukunft dann wohl eher zu mehr Ausfällen kommen (personalbedingt oder krankheitsbedingt).
Ich hoffe Spohr wird so sehr scheitern, dass er endlich das Unternehmen verlassen muss.
Beitrag vom 25.06.2024 - 19:37 Uhr
Lieber CS, Sie lernen nix dazu. Sie hätten sich im Studium weniger auf den Wirtschafts- und mehr auf den Ingenieur konzentrieren soll. Fakten so sehen, wie sie sind, nicht wie man sie sich zurchtlegt. Noch eine Ecke mehr, in der Sie mit Arbeitskampf rechnen müssen.
Sorry, Sie können es nicht. Der Laden ist unter Ihnen ein Schatten seiner selbst geworden, und der "teuerste Flugbetrieb ist offensichtlich der billigste!"

Dieser Beitrag wurde am 25.06.2024 19:37 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.06.2024 - 17:43 Uhr
Was passiert denn mit den Mitarbeitern, die die Offerte ablehnen?

Erstmal Nix. Die CLH hat gültige Tarifverträge. Gültige Betriebsvereinbarungen.
Sowohl Cockpit als auch Kabine.
Die CLH gehört zu 100% der LH. Im Falle einer Schliessung haftet die LH vollumfänglich für CLH.
Heisst: Sozialplan. Das kann der LH aufgrund des langjährigen Personales SEHR teuer kommen.

Das Cockpit hat zudem einen Tarifvertrag Arbeitsplatzschutz.
Im Falle von Schliessung muss der Eigner LH dem Cockpit adequate Arbeitsplätze anbieten.
Ein adequater Arbeitsplatz ist sicher keiner an dem der Mitarbeiter 30% weniger Netto verdient.
Und dafür auch noch weniger freie Tage in kauf nehmen muss.
Die dann teilweise gar nicht an seinem Heimatort stattfinden müssen.
An dem weder Arbeitsbedingungen noch Tarifverträge geregelt sind.
Daraus resultierend der Mitarbeiter Freiwild bis an die gesetzliche Grenze ist.

Ein Jahresgehalt als Bonus wird da ganz schnell von Steuern gefressen.
Und aufgrund des langfristig deutlich geringeren Salares müsste jemand schon ganz schön bescheuert sein zu den Bedingungen zu wechsen.
Egal ob 30 oder 1 Jahr im Tarifvertrag der CLH.

Letzteres gilt auch für die Kabine.
Senioritätsjunge Kabinenmitarbeiter finden oft ihre Weg zur Mutter.
Für Senioritätsältere ist der Wechsel ob des lächerlichen Angebotes überhaupt keine Option.

Die LHX war angedacht als Auffanglager für die CLH falls der PPV seitens der VC gekündigt wird.
Um die Sitzplatzgrenze notfalls mittels neuer Firma auszuhebeln.
Unter übernahme der CLH Tarifbedingungen.

Dann wurde der PPV nicht von der VC gekündigt. Er wurde seitens LH gekündigt.
Das wird der Öffentlichkeit jedoch nicht so gesagt.
Da wird nicht aufgeklärt welche Politik seitens Carten Spar und seiner Mannen gefahren wird.
Die VC mit dem KTV/PPV bietet immer wieder Gepräche zum Thema Sitzplatzregelung CLH an.
Wird von LH ignoriert.
Es wird behauptet die VC sei so böse. Die Mitarbeiter total undankbar.
Druck auf die CLH Belegschaft wird ausgeübt in Hoffnung die knicken ein.

Aber es ist sehr schwierig dem Leser die ganze Tragweite der Tarifpolitik klar zu machen.
Ist in jeder Banche das Selbe. Siehe Lokführer.
Erst wird jede Forderung zurück gewiesen.
Dann der Öffentlichkeit seitens des Arbeitgebers irgend eine Halbwahrheit erzählt.
Wenn überhaupt halb wahr. Dann versucht selbige gegen die Arbeitnehmer aufzuwiegeln.
Ist eine Tarifpolitik die aus den USA in den letzen Jahrzehnten rüber geschwappt ist.
Nennt ich dort Union Breaking. Ich empfehle dazu mal einiges an Literatur zu wälzen.
Dann blickt man langsam wie der Hase läuft.


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