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Russland lotet Flugzeugkäufe bei Boeing aus

S7 Airlines Boeing 737 MAX 8
S7 Airlines Boeing 737 MAX 8, © Anna Zvereva

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WASHINGTON - Russland hat keinen Zugriff auf Hunderte Milliarden US-Dollar Auslandsvermögen seiner Zentralbank. Der Kreml hofft nach einem Medienbericht auf einen Deal mit dem Weißen Haus: Russland könnte Flugzeuge bei Boeing kaufen - und aus aktuell noch gesperrten Auslandskonten bezahlen.

China stoppt im Handelskrieg mit den US alle Flugzeuglieferungen von Boeing. Wie "Bloomberg" meldet, hat Russland eine mögliche Wiederaufnahme der Geschäftsbeziehungen seiner Airlines zu Boeing in Washington angefragt.

Durch Sanktionen nach dem russischen Überfall auf die Ukraine sind Airbus und Boeing Geschäfte mit russischen Airlines aktuell strikt untersagt.

Rund 400 bis 500 Flugzeuge westlicher Bauart, vorwiegend Gerät von Leasinggebern, hatte Moskau 2022 unter seine Kontrolle gestellt - nur vereinzelt kaufte Russland Flugzeuge in der Folge aus Leasingverträgen raus.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur lotet Russland jetzt einen Deal mit Washington aus. Russland will demnach Flugzeuge bei Boeing kaufen - und mit derzeit noch eingefrorenen Zentralbankguthaben bezahlen.

Voraussetzung für Flugzeuglieferungen - und eine Aufhebung der Kontensperren - ist ein Waffenstillstand im Ukraine-Krieg. Mindestens.

"Die Vereinigten Staaten werden nicht über wirtschaftliche Lockerungen sprechen solange kein Waffenstillstand erreicht worden ist", stellte ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats gegenüber "Bloomberg" klar.

Nach Schätzungen haben westliche Staaten rund 300 Milliarden US-Dollar aus russischen Reserven geblockt, allein 210 Milliarden Euro liegen in der EU auf Eis.

Russland strebt Wiederaufnahme von Flugverbindungen an

Bei Aeroflot und Co. spitzen sich drei Jahre nach Kriegsbeginn unterdessen Flotten- und Ersatzteilengpässe weiter zu, zumal die heimische Luftfahrtindustrie mit rein russischen Flugzeugprogrammen nur schleppend vorankommt.

Russland buhlt seit Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump um Lockerungen im Luftfahrtbereich - im Februar sollen Unterhändler bei Kontakten eine Wiederaufnahme direkter Flugverbindungen zwischen Russland und den USA in den Raum gestellt haben.
© aero.de | Abb.: Boeing | 16.04.2025 16:45

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Beitrag vom 22.04.2025 - 17:39 Uhr
Es ging nicht um die Sanktionen an und für sich. Mich hat die Aussage von @FW-Condor gestört der jeden der sich nicht an den Sanktionen beteiligt als Verbrecher bezeichnet. Das ist für mich die typische postkoloniale westliche �berheblichkeit. Frei nach dem Motto: Willst du nicht meiner Meinung sein dann schlag ich dir den Schädel ein.

Ahso, ich hatte die Aussage "Verbrecher" auf Firmen in den USA oder Europa bezogen, die trotz der Sanktionen über Umwege, zB Briefkastenfirmen in Kasachstan, bewusst Waren nach Russland verschieben. Da ist dann die Bezeichnung "Verbrecher" sachlich korrekt.
Die Aussage selbst ist aber nicht ganz eindeutig, stimmt.


Dieser Beitrag wurde am 22.04.2025 17:40 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.04.2025 - 14:29 Uhr
@-wolf-

nicht jedem Verbrecher droht die Todesstrafe....

Wenn viele auf Sanktionen verzichten, sollte man also gleich auf Sanktionen ganz verzichten - damit man nicht in die Verlegenheit kommt, auf typisch postkoloniale westliche Ã?berheblichkeit zu verfallen?
�stliche, neokoloniale Strukturen dürften helfen, Sanktionen nur abhängig von wirtschaftlichen Interessen durchzuführen.


Der Westen kann doch Sanktionen verhängen wie er lustig ist. Er darf sich nur nicht wundern wenn er außerhalb seiner, ich will mal sagen Peer Group, kaum Unterstützung bekommt.
Beitrag vom 21.04.2025 - 11:44 Uhr
@-wolf-

nicht jedem Verbrecher droht die Todesstrafe....

Wenn viele auf Sanktionen verzichten, sollte man also gleich auf Sanktionen ganz verzichten - damit man nicht in die Verlegenheit kommt, auf typisch postkoloniale westliche Ã?berheblichkeit zu verfallen?
�stliche, neokoloniale Strukturen dürften helfen, Sanktionen nur abhängig von wirtschaftlichen Interessen durchzuführen.



Dieser Beitrag wurde am 21.04.2025 11:56 Uhr bearbeitet.


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