Alfons Mais
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Inspekteur: Drohnenabwehr unsere größte Schwäche

Heron TP
Die Heron TP kann, anders als die Aufklärungsdrohne Heron 1, bewaffnet werden, © Airbus/Bundeswehr

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BERLIN - Der scheidende Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, rät zu größtmöglichen Anstrengungen beim weiteren Aufbau der Abwehr von Drohnen.

Engpass sei dabei die Beschaffung neuer und auch schon bestellter Waffensysteme, sagte Mais in Berlin.

"Eine unserer größten Schwächen momentan ist die nach wie vor nicht materialisierte Befähigung zur Abwehr von Drohnen, zur Abwehr aus dem bodennahen Luftraum", sagte Mais, der auf eine Frage nach Schlüssen aus den Luftraumverletzungen in Polen reagierte.

Fähigkeit zur Drohnenabwehr reicht nicht aus

Er habe vor zwei Jahren entschieden, die aufgelöste Heeresflugabwehrtruppe wieder neu aufzustellen. Das Heer tue alles für eine sogenannte Fliegerabwehr aller Truppen, bei der auch Waffen genutzt werden, die eigentlich nicht für den Einsatz gegen Ziele in der Luft gedacht sind.

Er nannte als Beispiel die 30-Millimeter-Kanone des Schützenpanzers Puma und Änderungen am Feuerleitrechner des Systems.

"Diese Notwendigkeit der Wiederherstellung einer durchgehenden Befähigung zur Abwehr von Bedrohungen aus dem Luftraum, die haben wir noch nicht", sagte Mais. "Vor allen Dingen ganz unten ist sie eher schlechter ausgeprägt noch als ganz oben. Und das muss eben so schnell wie möglich hergestellt sein." Mais geht Anfang Oktober in den Ruhestand.
© dpa-AFX | 11.09.2025 06:51

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Beitrag vom 22.09.2025 - 10:01 Uhr
@NiedersachsenHans & @fbwlaie

Nein. Rohrwaffensysteme wie SkyRanger verwenden Zerlegermunition, z.B. AHEAD, die Fremdgefährdung ist sehr gering. Da trudeln allenfalls Gramm-schwere Fragmente vom Himmel>

Okay wenn das so ist. Ich war der Meinung, dass die AHEAD Munition nur so programmiert werden kann, dass sie sich zerlegt kurz bevor sie auf das Ziel trifft.
Dass die fehlgeleiteten Projektile sich auch vor dem auftreffen am Boden zerlegen wusste ich nicht!
Und bei einem 35mm Geschoss sind nach dem Zerlegen auch 150 Teile noch mehr als Schrotkugeln eines Jagdgewehrs
Beitrag vom 22.09.2025 - 03:43 Uhr
@NiedersachsenHans & @fbwlaie

Nein. Rohrwaffensysteme wie SkyRanger verwenden Zerlegermunition, z.B. AHEAD, die Fremdgefährdung ist sehr gering. Da trudeln allenfalls Gramm-schwere Fragmente vom Himmel.

Das Problem in Deutschland besteht eher darin, dass Regierung und Streitkräfte Angst davor haben, eine Drohne vom Himmel zu pusten, nur damit am nächsten Tag der greinende Max Mustermann in der BILD auftritt und jammert, dass ihm die schießwütigen Spielverderber sein teures Hobby-Fluggerät kaputtgemacht hätten.

Außerdem ist ein flächendeckender Objektschutz sogar nur der Bundeswehr-Liegenschaften ohne Wehrpflicht nicht zu bewerkstelligen. Bereits jetzt werden die meisten Kasernen von Vertrags-Sicherheitsfirmem bewacht, weil die Bundeswehr zu sehr geschrumpft wurde.
Beitrag vom 21.09.2025 - 11:22 Uhr
1100 pro Minute...
Selbst wenn pro Feuerstoss nur 10 Schuss abgegeben werden, so landen dann bei einem Treffer die restlichen Geschosse irgendwo am Boden. Der Treffer samt Drohne landen dann auch irgendwie am Boden.
Auch dort sollte sich niemand aufhalten.
Oder haben die Geschosse eine Selbstzerstörungseinrichtung?


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