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Sachsen gibt dem Flughafen Dresden eine kurzfristige Finanzspritze über 1,2 Millionen Euro. Das meldet der MDR. Der Zuschuss soll den Flughafen bei Fixkosten wie der Feuerwehr entlasten - und schafft so Spielräume für Anreizsysteme, um Fluggesellschaften nach Dresden zu locken - oder sie dort zu halten.
Dresden musste Ende 2025 um den Anschluss an das Lufthansa-Drehkreuz München bangen. Erst im Dezember hatte sich Lufthansa auf einen Weiterbetrieb der Zubringerstrecke festgelegt, nachdem die Bundesregierung Entlastungen bei der Ticketsteuer für 2026 signalisiert hatte.
Der Flughafen Dresden teilt sich die Betreibergesellschaft mit dem Flughafen Leipzig/Halle. Die Betreiberspange "Mitteldeutsche Flughafen AG" (MFAG) um die Airports sorgt für Spannungen zwischen den Gesellschaftern Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Denn Leipzig/Halle und Dresden erfüllen heute sehr unterschiedliche Funktionen. Während Leipzig/Halle sein Profil als Fracht-Drehkreuz mit zusätzlichem Urlaubsverkehr schärft, wird der Dresdner Flughafen vor allem als Standort für Geschäfts- und Industrieanbindung gesehen.
Der gemeinsame Betreiber steht wirtschaftlich unter Druck - 2024 verzeichnete der Konzern mit 53,5 Millionen Euro den höchsten Verlust seiner Geschichte. Eine akute Finanzkrise konnte nur durch neue Bankkredite und zusätzliche Zuschüsse der Gesellschafter abgewendet werden.
Eine kurzfristige Finanzierungslücke von rund 145 Millionen Euro wurde geschlossen, der Betrieb war damit bis Ende 2026 abgesichert. Sachsen-Anhalt wollte nicht länger für Verluste des Dresdner Flughafens aufkommen.
Wie der MDR weiter berichtet, stemmt Sachsen die weiteren Finanzlücken für Dresden allein - der Freistaat werde Verluste des Betreibers aus dem Flughafen Dresden von 2027 bis 2029 mit 75 Millionen decken. Sachsen ist mit 77,29 Prozent der größte MFAG-Aktionär, Sachsen-Anhalt hält 18,54 Prozent am Flughafenbetreiber.
© aero.de, dpa | Abb.: Flughafen Dresden | 15.01.2026 08:30







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