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Der deutsche Raketenhersteller Isar Aerospace wollte am Mittwochabend, 21. Januar, wieder eine Rakete vom norwegischen Raumhafen Andøya starten lassen. Diesmal sollte die Mission "Onward and Upward" erstmals Nutzlast transportieren - in Form von fünf Kleinsatelliten und einem Experiment.
Der Start fällt aus. "Wir brechen den heutigen Startversuch ab, um ein Problem mit einem Druckventil zu beheben", teilte Isar Aerospace mit. Ein neuer Startermin soll in Kürze festgelegt werden.
Unternehmenschef Daniel Metzler bezeichnete die Mission als "nächsten Schritt zu einem souveränen Zugang zum Weltraum für Europa". Mit dem ersten Start in Norwegen habe man bewiesen, "dass Trägerraketen in Europa entwickelt, gebaut und gestartet werden können". Jetzt sei eine schnelle Weiterentwicklung "entscheidend, um Kapazitäten genau dann bereitzustellen, wenn sie benötigt werden".
Das Start-up hatte im vergangenen Jahr bekanntgegeben, Aufträge von EU und europäischer Raumfahrtagentur ESA für zwei Missionen für ein niederländisches und ein französisches Unternehmen erhalten zu haben - und Starts für dieses Jahr angekündigt.
Das vor den Toren Münchens ansässige Raketen-Start-up sieht damit den Weg für zukünftige institutionelle Starts an Bord der Trägerrakete "Spectrum" geebnet.
Der erste Testflug der Rakete Ende März 2025 hatte lediglich 30 Sekunden gedauert, bevor die Rakete abstürzte. Dann sei der Flug abgebrochen worden und die Rakete kontrolliert ins Meer gefallen, teilte das Unternehmen mit.
Die zwei geplanten Starts im europäischen Auftrag sind keine Tests, sondern kommerzielle Flüge mit Nutzlast. Der niederländische Kunde Isispace ist ein Satellitenhersteller, das französische Unternehmen Infinite Orbits hat ein ferngesteuertes Wartungssystem für andere Satelliten entwickelt.
© dpa, aero.de | 21.01.2026 13:35







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