WUNSTORF - Die Bundeswehr verfügt weltweit über den größten Bestand an Airbus A400M. Airbus hat die Auslieferungen an Deutschland im April 2026 nach elf Jahren und 53 Militärtransportern abgeschlossen. Nach Medieninformationen laufen bereits Verhandlungen über einen Folgeauftrag - und neue Fähigkeiten.
Der Airbus A400M ist mehr als ein Transportflugzeug. Er trägt bis zu 37 Tonnen Fracht über rund 3.300 Kilometer ohne Tankstopp, kann andere Flugzeuge in der Luft betanken, Fallschirmjäger absetzen, Schwerverletzte ausfliegen und - wenn es die Lage verlangt - notfalls auch auf unbefestigten Pisten starten und landen.
Deutschland ist der weltweit größte A400M-Nutzer. Insgesamt 53 Flugzeuge gingen der Bundeswehr zwischen 2014 und April 2026 zu.
Nach
"Handelsblatt"-Informationen verhandelt die Bundeswehr inzwischen über eine Nachbestellung, Losgröße: 15 bis 20 Flugzeuge. Weder Airbus noch das Bundesverteidigungsministerium haben den Bericht kommentiert.
Laut "Handelsblatt" sollen die Neuflugzeuge in der Flotte ältere A400M ablösen und neben
zeitgemäßen Selbstschutzsystemen möglicherweise neue Offensivfähigkeiten erhalten - als Träger von Drohnensystemen oder Taurus-Marschflugkörpern. Zudem ist seit geraumer Zeit eine Ertüchtigung der A400M für die elektronische Kriegsführung im Gespräch.
Airbus holt A400M aus der TransportereckeAirbus hat von 178 bestellten A400M bereits 138 Maschinen ausgeliefert, die Militärtransporter laufen im spanischen Sevilla vom Band. Das Programm benötigt in absehbarer Zeit Neuaufträge.
Aus Bestandsaufträgen erwarten nur noch Frankreich und Spanien 24 beziehungsweise 13 A400M. Eine weitere A400 soll nach Kasachstan gehen. Frankreich hatte den Lieferplan 2025 in Absprache mit Airbus gestreckt, um die Produktion noch einige Jahre abzusichern.
Airbus will die A400M in dieser Zeit für Neuaufträge ein Stück weit aus der Transporterecke holen: 2025 stellte Airbus Pläne für eine fliegende Kommunikationszentrale auf A400M-Basis vor.
"Eine Breitband-Satellitenverbindung würde das Flugzeug in die Lage versetzen, große Datenmengen von jedem Ort der Welt aus zu senden und zu empfangen", teilte der Konzern mit. Das sogenannte "Line-of-Sight"-System würde Kommunikation entlang direkter Sichtverbindungen auch bei Satellitenausfällen sicherstellen.
Airbus schwebt zudem eine auf 40 Tonnen erhöhte Nutzlast vor.
© aero.de | 14.07.2026 13:04
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Beitrag vom 15.07.2026 - 16:25 Uhr
Dem ganzen „Wehrtüchtigkeitsgedanken“ mehr als kritisch gegenüber eingestellt, frage ich mich, was die Bundeswehr allein schon mit all den 53 vorhandenen Maschinen, macht, die da eigentlich auf einer riesigen Betonfläche vor sich her dümpeln, und aus meiner Sicht nichts richtig können.
Natürlich hören wir gelegentlich von einem Fähigkeitszuwachs des Gerätes, z. B. das Fallschirmspringer nicht nur durch die rechte Tür das Flugzeug verlassen können, sondern auch durch die gegenüberliegende Öffnung, was wohl einen erweiterten Genehmigungswust mit sich brachte.
Es kann auch bis nach Hawaii fliegen, mit klugen Auftankmanövern zwischendurch, und gelegentlich auf Staubpisten landen, was eigentlich für einen Flieger dieser Art kein Wunder darstellen sollte. gelegentlich sehe ich auch ein Exemplar vom BER abheben, auf dem Weg nach Polen.
Beim Transport moderner Kriegsgeräte, die momentan ebenfalls in großen Bündeln erworben werden, tut sich der Flieger aber schwer, keine Panzerhaubitze, kein Puma-Schützenpanzer. keine Leopard, kein Boxer, kann in einem Stück versandfertig gemacht werden, und so müssen wir die Amis bitten, oder die Ukraine, wie aus Bildern aus Mali oder Afghanistan ersichtlich war.
Und obwohl es im südlichen Europa überall brennt, habe ich noch keine A400, mit dem entsprechenden Rüstsatz, über den Flammenherden fliegen sehen.
Aber davon abgesehen würde mich interessieren, was die ganzen Flieger das Jahr über machen, und auf welche Stundenleistung sie kommen, wenn das der richtige Begriff dafür ist? Werden die wirklich in dieser Anzahl benötigt, oder sind die Generäle nur stolz durch die endlos erscheinende Reihe der abgestellten, und an den Propellern gesicherten Maschinen vorbei zuschreiten?
Gammeln die nicht vor sich hin, wenn sie kaum genutzt werden, und viele relevant erscheinende Zwecke gar nicht erfüllen können?
Die neuen angedachten Verwendungszecke sehe ich eher als „Werbekampagne“ des Herstellers, dem der schrumpfende Auftragsbestand Sorge bereitet.
Beitrag vom 15.07.2026 - 00:33 Uhr
@Jumpfly
Es geht hier vermutlich nicht ums Alter, sondern um Fähigkeiten bzw. die Möglichkeit der Nachrüstung. Ggf. sind Maschinen der ersten Tranchen auch noch schwerer bzw. an manchen Komponenten anfälliger als spätere Exemplare.
Beitrag vom 14.07.2026 - 23:05 Uhr
@FRAHAM: 3. Absatz unter dem Bild
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Natürlich hören wir gelegentlich von einem Fähigkeitszuwachs des Gerätes, z. B. das Fallschirmspringer nicht nur durch die rechte Tür das Flugzeug verlassen können, sondern auch durch die gegenüberliegende Öffnung, was wohl einen erweiterten Genehmigungswust mit sich brachte.
Es kann auch bis nach Hawaii fliegen, mit klugen Auftankmanövern zwischendurch, und gelegentlich auf Staubpisten landen, was eigentlich für einen Flieger dieser Art kein Wunder darstellen sollte. gelegentlich sehe ich auch ein Exemplar vom BER abheben, auf dem Weg nach Polen.
Beim Transport moderner Kriegsgeräte, die momentan ebenfalls in großen Bündeln erworben werden, tut sich der Flieger aber schwer, keine Panzerhaubitze, kein Puma-Schützenpanzer. keine Leopard, kein Boxer, kann in einem Stück versandfertig gemacht werden, und so müssen wir die Amis bitten, oder die Ukraine, wie aus Bildern aus Mali oder Afghanistan ersichtlich war.
Und obwohl es im südlichen Europa überall brennt, habe ich noch keine A400, mit dem entsprechenden Rüstsatz, über den Flammenherden fliegen sehen.
Aber davon abgesehen würde mich interessieren, was die ganzen Flieger das Jahr über machen, und auf welche Stundenleistung sie kommen, wenn das der richtige Begriff dafür ist? Werden die wirklich in dieser Anzahl benötigt, oder sind die Generäle nur stolz durch die endlos erscheinende Reihe der abgestellten, und an den Propellern gesicherten Maschinen vorbei zuschreiten?
Gammeln die nicht vor sich hin, wenn sie kaum genutzt werden, und viele relevant erscheinende Zwecke gar nicht erfüllen können?
Die neuen angedachten Verwendungszecke sehe ich eher als „Werbekampagne“ des Herstellers, dem der schrumpfende Auftragsbestand Sorge bereitet.
Es geht hier vermutlich nicht ums Alter, sondern um Fähigkeiten bzw. die Möglichkeit der Nachrüstung. Ggf. sind Maschinen der ersten Tranchen auch noch schwerer bzw. an manchen Komponenten anfälliger als spätere Exemplare.