BERLIN - Emirates darf künftig auch den Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) ansteuern. Das geht aus einer Mitteilung der Bundesregierung nach einem Besuch des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Mohammed bin Sajid, in Deutschland hervor.
Die deutsche Regierung habe zugestimmt, dass Emirates künftig neben den vier bisherigen Destinationen in Deutschland einen fünften Flughafen mit einer abgestimmten Zahl an Verbindungen anfliegen darf, heißt es darin.
Der BER wird dabei nicht ausdrücklich genannt. Emirates äußert aber seit Jahren den Wunsch, den Flughafen in Schönefeld anfliegen zu dürfen.
"Die zusätzlichen Flüge der Fluggesellschaft sind dabei auf maximal sieben Flüge pro Woche begrenzt", teilte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) mit. "Gleichzeitig schließen wir ein Flugangebot der Airline zwischen dem fünften Landepunkt und Drittstaaten aus. Damit stärken wir den Luftverkehrsstandort Deutschland."
Das bedeutet, dass Emirates nur zwischen Deutschland und den VAE hin und her fliegen darf. Emirates hält bereits Rechte für Flüge nach Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg.
Über die Jahre war Emirates mit Lockerungsvorstößen bei mehreren deutschen Bundesregierungen aufgelaufen. Dieses Mal sollte es klappen. "Wir sind fest entschlossen, wir kommen nach Berlin", sagte Emirates-Chef Tim Clark im Juni vor der ILA 2026 in Berlin.
Brandenburg und Berlin reagieren erfreut"Die Voraussetzungen für eine regelmäßige Emirates-Verbindung zum Flughafen Berlin-Brandenburg sind geschaffen", hieß es nun in einer Mitteilung des Brandenburger Verkehrsministeriums. Die Hauptstadtregion könne so ihre internationale Anbindung ausbauen und erhielte bessere direkte Zugänge zu einem der weltweit bedeutenden Luftverkehrsdrehkreuze.
"Mit täglichen Emirates-Langstreckenflügen von Berlin nach Dubai rücken zwei wachsende Wirtschaftsregionen noch enger zusammen", teilte Berlins Regierender Bürgermeister, Kai Wegner (CDU), mit. "Damit wird der Hauptstadtflughafen BER international noch besser angebunden."
Der Scheich habe sich tagsüber ins Goldene Buch im Roten Rathaus eingetragen. "Im Zentrum des Treffens standen der Ausbau der wirtschaftlichen Kooperationen sowie das neue Luftverkehrsabkommen", hieß es aus der Senatskanzlei.
Schon seit Jahren wird über zusätzliche Verkehrsrechte für Emirates diskutiert. Der Berliner Senat hat in der Vergangenheit immer wieder für mehr Langstreckenflüge am BER geworben, auch im Wahlkampf zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September wurde über mehr Flüge am BER diskutiert. Mehr Langstreckenflüge werden dabei von den Spitzenkandidaten aller großen Parteien gutgeheißen.
Im Februar hatte sich erstmals die Bundesregierung offen für Start- und Landemöglichkeiten für die Fluggesellschaft am Hauptstadtflughafen BER gezeigt. Der Wettbewerber Lufthansa lehnt eine weitere Lizenz für den Konkurrenten in Deutschland ab.
Der Konzern äußerte sich entsprechend kritisch über den nun vollzogenen Schritt der Bundesregierung. "Die heute vereinbarte Ausweitung von Verkehrsrechten zugunsten der Vereinigten Arabischen Emirate verlagert Wertschöpfung und Arbeitsplätze an den Golf und verstärkt die Wettbewerbsverzerrung weiter", teilte eine Sprecherin mit. "Die angespannte Lage bei den innerdeutschen Strecken, die die Metropolregionen an heimische Drehkreuze anbinden, wird mit dieser Politik weiter belastet."
Weitere Dubai-Flüge vom BER aus im WinterflugplanMit den neuen Verkehrsrechten dürfte die Airline den Flughafen BER alsbald mit ihrem Hub in Dubai verbinden. Dort wären dann zahlreiche Umstiege auf Emirates-Flüge zu weiteren Zielen möglich.
Die einzige Direktverbindung vom BER nach Dubai wäre es allerdings nicht. Im Winterflugplan bieten auch Condor (ab dem 25. Oktober) und Eurowings (ab dem 1. November) Flüge dorthin an
© dpa, aero.de | Abb.: Airbus, Emirates | 10.09.2026 19:08
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Beitrag vom 11.09.2026 - 18:49 Uhr
Tagesschau berichtet es gibt 40 Milliarden Investitionen in Deutschland durch die VAE. Um das bewerten zu können müsste man Details kennen
Beitrag vom 11.09.2026 - 16:42 Uhr
Die Deutschen werden immer mehr zur Lachnummer in Europa. Statt in Frankfurt oder München steigen die Leute jetzt in Dubai um. Wenn die LH die Flüge nach München und Frsnkfurt deswegen ausdünnt oder einstellt werden wieder alle protestieren die gerade eben den Emiraten in den A kriechen.
Nochmal: es steht der Lufthansa doch völlig offen sich mehr in STR/DUS/HAM/BER zu zeigen. Wenn sie das nicht wollen, können doch die Standorte nichts dafür. Jeder dieser 4 Flughäfen würde sich über eine A321XLR oder 787 der LH sehr freuen. LH hat den geschichtlichen Nachteil, dass ihr Heimatland recht dezentral/föderal ist und muss sehr viel zu ihren Hubs mit recht kleinem Einzugsgebiet zufüttern und da liegt der Hase im Pfeffer. Dafür kann weder ein Einwohner in Stuttgart/Düsseldorf/Hamburg/Berlin etwas. Das ist das Problem der Lufthansa.
Emirates macht doch nichts anderes als LH - ein Zubringer zum Hub an dem man dann umsteigen muss... soll LH jetzt BER-BKK oder BER-DEL oder so aufsetzen? Wie realistisch ist das? Macht EK ja auch nicht...
Deswegen find ich dieses bemühen immer etwas komisch... Um die 9 Flüge am Tag je Richtung bietet LH nach FRA. Nochmal so viele nach MUC. Im Sommer nach FRA oft 17 Flüge am Tag je Richtung...
Was würde denn eine 787 der LH am BER ändern am Argument pro/kontra EK? Wenn die LH ab BER jetzt BKK, HKG oder SIN anfliegen würde? Nichts oder?
Und die Frage, ob man deutsche Arbeitsplätze für eine DXB Hub-Anbindung aufgeben sollte, ändert sich dadurch auch nicht.
Und in welchem Umfang die überhaupt betroffen sind, ist auch unklar. Wobei ich recht sicher bin, dass zumindest Condor oder EW die Strecke aufgeben werden. Inwiefern dann MUC-BKK, FRA-HKG, FRA-SIN oder so leiden, bleibt offen. Aktuell hat die LH ja eher ein Problem, das Volumen anbieten zu können, wie es möglich wäre, wegen Mangel an neuen Fliegern...
Der Hass hier ist wirklich überraschend. Für Berlin ist das gut. Hessen und Bayern machen seit Jahrzehnten gegen die Entwicklung des Berliner Flughafens Politik, die Lufthansa macht mit.
Vielleicht fängt LH mal an, am BER ein paar attraktive Angebote zu machen außer stündlich nach FRA und MUC zuzufüttern.
Ich finde jedenfalls auf dem Weg nach Asien einen Umstieg in Arabien und einen Bordservice ala Emirates durchaus eine schöne Alternative zu einem EW Zubringer mit anschließendem 13h Lufthansaflug.
Wie viele der Zubringer macht denn EW?? Ob man lieber in der Mitte oder am Anfang/Ende der Reise umsteigt ist sicher Geschmackssache. Wer das wollte, konnte fast jedes Ziel auch bisher mit umsteigen im Golf erreichen, mit QR statt EK. Viele neue Ziele gibts durch EK jedenfalls nicht...
Und was macht EK denn anders als nach DXB zu füttern? Nichts anderes als LH macht.
Bordservice hab ich bei LH schon unterirdisch erlebt, bei EK auch. Sitzplatz bei EK kommt sehr auf den Flieger an. Classic LH C oft überlegen. Allegris kenne ich noch nicht.
Beitrag vom 11.09.2026 - 13:32 Uhr
Also ich bin wirklich überrascht, was für Argumente hier teilweise auf den Tisch geschleudert werden. Mal aus meiner Kundensicht, wohnhaft im Speckgürtel von Berlin, C Passagier. Wer kann mir nun sagen, welche LH Kunden nun plötzlich EK nutzen? Mit QR (meine 1.Wahl) und TK) gibt es Richtung Osten bereits Angebot. Richtung Westen ist EK eher nicht zu berücksichtigen. Die LH hat es selbst in der Hand. Schlechtes Kabinenprodukt und keine attraktiven Angebote. Also C zu zahlen, im Eco Sitz erst eine Stunde nach FRA/MUC, überfüllte Lounges, anstatt direkt im C Sessel Richtung Osten mit tollen Kabinenprodukten. Auch EW nach DXB auf der Eco Pritsche ist keine Lösung. EK in BER war überfällig und wird definitiv angenommen. Arbeitsplätze kann die LH sichern, wenn das Angebot passt.
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Nochmal: es steht der Lufthansa doch völlig offen sich mehr in STR/DUS/HAM/BER zu zeigen. Wenn sie das nicht wollen, können doch die Standorte nichts dafür. Jeder dieser 4 Flughäfen würde sich über eine A321XLR oder 787 der LH sehr freuen. LH hat den geschichtlichen Nachteil, dass ihr Heimatland recht dezentral/föderal ist und muss sehr viel zu ihren Hubs mit recht kleinem Einzugsgebiet zufüttern und da liegt der Hase im Pfeffer. Dafür kann weder ein Einwohner in Stuttgart/Düsseldorf/Hamburg/Berlin etwas. Das ist das Problem der Lufthansa.
Emirates macht doch nichts anderes als LH - ein Zubringer zum Hub an dem man dann umsteigen muss... soll LH jetzt BER-BKK oder BER-DEL oder so aufsetzen? Wie realistisch ist das? Macht EK ja auch nicht...
Deswegen find ich dieses bemühen immer etwas komisch... Um die 9 Flüge am Tag je Richtung bietet LH nach FRA. Nochmal so viele nach MUC. Im Sommer nach FRA oft 17 Flüge am Tag je Richtung...
Was würde denn eine 787 der LH am BER ändern am Argument pro/kontra EK? Wenn die LH ab BER jetzt BKK, HKG oder SIN anfliegen würde? Nichts oder?
Und die Frage, ob man deutsche Arbeitsplätze für eine DXB Hub-Anbindung aufgeben sollte, ändert sich dadurch auch nicht.
Und in welchem Umfang die überhaupt betroffen sind, ist auch unklar. Wobei ich recht sicher bin, dass zumindest Condor oder EW die Strecke aufgeben werden. Inwiefern dann MUC-BKK, FRA-HKG, FRA-SIN oder so leiden, bleibt offen. Aktuell hat die LH ja eher ein Problem, das Volumen anbieten zu können, wie es möglich wäre, wegen Mangel an neuen Fliegern...
Der Hass hier ist wirklich überraschend. Für Berlin ist das gut. Hessen und Bayern machen seit Jahrzehnten gegen die Entwicklung des Berliner Flughafens Politik, die Lufthansa macht mit.
Vielleicht fängt LH mal an, am BER ein paar attraktive Angebote zu machen außer stündlich nach FRA und MUC zuzufüttern.
Ich finde jedenfalls auf dem Weg nach Asien einen Umstieg in Arabien und einen Bordservice ala Emirates durchaus eine schöne Alternative zu einem EW Zubringer mit anschließendem 13h Lufthansaflug.
Wie viele der Zubringer macht denn EW?? Ob man lieber in der Mitte oder am Anfang/Ende der Reise umsteigt ist sicher Geschmackssache. Wer das wollte, konnte fast jedes Ziel auch bisher mit umsteigen im Golf erreichen, mit QR statt EK. Viele neue Ziele gibts durch EK jedenfalls nicht...
Und was macht EK denn anders als nach DXB zu füttern? Nichts anderes als LH macht.
Bordservice hab ich bei LH schon unterirdisch erlebt, bei EK auch. Sitzplatz bei EK kommt sehr auf den Flieger an. Classic LH C oft überlegen. Allegris kenne ich noch nicht.