Ölrückstände
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Singapore Airlines tauscht einige A380-Triebwerke aus

Singapore
Singapore Airlines Airbus A380, © Singapore Airlines

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SINGAPUR - Nach Qantas hat nun auch die Fluggesellschaft Singapore Airlines in Rolls-Royce-Triebwerken ihrer A380-Flotte Ölflecken entdeckt. Die Fluggesellschaft beschloss am Mittwoch, die drei betroffenen Triebwerke an drei verschiedenen Flugzeugen auszutauschen. Rolls-Royce sagte zu dem neuen Ölfund: "Wir kommentieren das im Moment nicht."

"Wir haben leichte Ölflecken in bestimmten Bereichen entdeckt", sagte Airline-Chef Chew Choon Seng. "Sie stellten kein Risiko dar, aber sie waren da." Das Unternehmen habe sich aus reiner Vorsicht für den Austausch der Motoren entschieden. Er hoffe, dass die Maschinen innerhalb von 48 Stunden wieder in Dienst gestellt würden.

Chew betonte, dass die Triebwerke seit Beginn der A380-Flüge 2007 zuverlässig gewesen seien. Singapore Airlines holte im australischen Melbourne am Mittwoch die Passagiere aus einer bereits abflugbereiten Maschine. Die beiden anderen A380 der Gesellschaft stehen in Sydney und London.

Das Öl war bei Inspektionen gefunden worden, die nach der schweren Panne auf einem Qantas-A380 gemacht worden waren. Andere Fluggesellschaften, die ihre A380 mit denselben Triebwerken fliegen, haben nach ihren Tests bislang grünes Licht gegeben. Dazu gehört auch die Lufthansa, die drei Airbus A380 im Einsatz hat.

Die australische Fluggesellschaft Qantas hatte nach dem schweren Zwischenfall mit einem Airbus 380 vor einer Woche seine gesamte A380er-Flotte aus dem Verkehr gezogen. Bei einer Maschine war kurz nach dem Start in Singapur ein Triebwerk ausgefallen. Teile davon stürzten zu Boden. Die Maschine kehrte nach Singapur zurück. Bei Überprüfungen seiner anderen A380 und der Rolls-Royce-Triebwerke vom Typ Trent 900 entdeckte Qantas an drei Triebwerken Spuren von Öl.

© dpa | Abb.: Singapore Airlines | 10.11.2010 06:47

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Beitrag vom 10.11.2010 - 21:00 Uhr
"Vielleicht hat RR aber auch einen Seriennummernbereich fetgestellt, der betroffen sein könnte und möchte nun alle Triebwerke aus diesem Bereich auf der Testbank haben und genauer untersuchen."

SDFlight wird wahscheinlich Recht haben mit seiner Vermutung. Der Bau solcher Triebwerke läuft ja nicht im Brezelbackverfahren wie beim Bäcker sondern techn. Änderungen finden in der Realität noch während des Bau der Serien statt; dabei werden aus Sicherheitsgründen jede kleine techn. Änderung bei diesen Kleinstserien und auch alle eingebauten Teile sehr gut dokumentiert sein. Von einem Triebwerkstyp gibt es dann mehrere Untervarianten, die RR bekannt sind. Dann lässt sich schon von einem speziellen Triebwerk schnell auf die anderen identischen Schwestertriebwerke schließen.

Dieser Beitrag wurde am 11.11.2010 00:54 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.11.2010 - 13:52 Uhr
... was ja auch noch keine Stunden hat ...

Wenn dem so wäre (wir wissen es beide nicht), spräche das dafür, dass nur die früheren Produktionsmodelle des Trent 900, unabhängig vom Verschleiß, betroffen wären.

Bzgl. Lufhansa gehe ich eher von Übervorsicht (was ich gut finde) bzw der Verfügbarkeit von vier zusätzlichen Triebwerken (von der Tokio bis zum Linienstart) aus.
Beitrag vom 10.11.2010 - 13:35 Uhr
Laut stern.de tausch LH ebenfalls die Triebwerke.


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