Batteriebrände
Älter als 7 Tage

Boeing 787 möglicherweise schon im März wieder flugsicher

United Boeing 787
United Boeing 787, © United

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EVERETT - Boeing hat mit seinem 787 Testflugzeug ZA005 am Montag eine zweite Runde über dem Osten des US Bundesstaats Washington gedreht. Auf dem 90-minütigem Flug sollten weitere Batteriedaten gesammelt werden. "Vorläufig sind keine weiteren Flüge mit der ZA005 vorgesehen", sagte Boeing Marketingchef Randy Tinseth nach dem Eintreffen des Flugzeugs in Everett. Auch der zweite Flug seit Samstag sei problemlos verlaufen.

An Bord befanden sich nur die beiden Boeing-Werkspiloten Randy Neville und Mike Bryan sowie eine elfköpfige Testcrew.

Die 49 inzwischen ausgelieferten 787 dürfen seit fast einem Monat nicht mehr starten, nachdem im Januar in zwei Kundenflugzeugen Batteriesätze von selbst in Brand geraten waren. Boeing und die US Luftfahrtbehörde FAA halten sich noch bedeckt, wann die 787 wieder in den Liniendienst zurückkehren kann.

Es gibt aber Anzeichen dafür, dass Boeing schon im März eine Containment Box zur feuerfesten Abschirmung der Batterien an 787-Betreiber liefern will. Dies wäre zwar nur eine Übergangslösung, mit der die 787 zumindest aber auf einem eingeschränkten Streckenprofil wieder eingesetzt werden könnte, erfuhr aero.de am Montag aus Branchenkreisen.

Die Produktion der 787 läuft unterdessen weiter im Takt von fünf Flugzeugen im Monat. Allerdings liefert Boeing seit dem Grounding keine Dreamliner mehr aus.
© aero.de | Abb.: The Boeing Company | 12.02.2013 10:08

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Beitrag vom 13.02.2013 - 13:28 Uhr
Die Forderung nach der "Kiste" für die LI-Batterien ist doch mit dem Vorschlag von Cessna auf dem Tisch gekommen.
Mit dem Brand in Boston musste der FAA und Boeing klar sein, dass die LI-Batterien in eine "Kiste" gesteckt werden müssten und diese Konstruktion a la Cessna zertifiziert sein muss.
Die FAA untersucht auch das elektrische System...
Beitrag vom 13.02.2013 - 12:53 Uhr
Die Krux mit dem Vertrauen in dem Fall ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis...

Die Praxis lehrt uns, daß das was theroretisch nicht Möglich sein sollte, tatsächlich eintreten wird. Es ist immer nur eine Frage der Zeit und eine verkettung unmöglicher Umstände von nöten.

Übergangslösung mit der Containment - Box geht nach der Methode:

Das was nicht passieren sollte (Batterie-Brand) wird in die sprichwörtliche Büchse der Pandora eingekapselt um den möglichen Schaden zu begrenzen..

-> rein hypothetisches Gedankenspiel:

Jetzt kommt Morphys - Gesetz ins Spiel

brennende Batterie in fehlerhaften C-Box

Dieser Beitrag wurde am 13.02.2013 12:54 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.02.2013 - 11:50 Uhr
@da64291: Vertrauen ist eine höchst subjektive Sache. Insbesondere der Verlust von Vertrauen hat viel mit Ängsten und Spekulation zu tun. Auch wenn man rational weiss, das FAA und Boeing es nicht egal ist, das der Flieger vom Himmel fällt (schon alleine des Imageschadens wegen, ein 787-Absturz wegen der Batterie wäre tödlich für Boeing, wenn man sich mit einer "half-assed" Lösung zufrieden gibt, die Class-Actions wg. Schadensersatz in den USA mag ich mir nicht mal vorstellen), so ist doch das Vertrauen futsch. Und die FAA wäre danach ebenso fertig.

Ansonsten: Vertrauen heisst hier ja "Ich vertraue dir das Du das richtige tust. Ich habe keine Angst bei deinen Produkten" statt "Ich hinterfrage deine Lösung und entscheide mich aktiv dagegen, dein Produkt zu nutzen, weil ich nicht angstfrei in den Flieger steigen mag".


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