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Austrian – Licht am Ende des Tunnels

Austrian Headquarters Wien
Austrian Headquarters Wien, © Ingo Lang
Ergebnisentwicklung Austrian seit LH-Übernahme
Ergebnisentwicklung seit LH-Übernahme, © Austrian Airlines

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WIEN - Der Betriebsübergang zur Regionaltochter Tyrolean trägt erste Früchte. Das Sanierungsprogramm der AUA greift, vor allem auf der Kostenseite. Zum Ende des dritten Quartals 2013 konnte Austrian ein Ergebnis von 19,4 Millionen EUR verbuchen.

Erstmals seit Übernahme durch die Lufthansa sollte sich damit zum Jahresabschluss ein operativer Gewinn ausgehen, im niedrig zweistelligen Millionenbereich, verhieß AUA-Chef Jaan Albrecht heute vor Journalisten.

Durch gezielte Marktbereinigung in Europa und Ausfälle im Nahost-Geschäft reduzierte Austrian ihr Perioden-Angebot um 6 Prozent. Auf stabilem Preisniveau gingen die Erlöse um 3,7 Prozent auf 1,667 Milliarden EUR zurück. Gegenüber dem Vorjahr hatte Austrian bis zu vier Maschinen weniger im Einsatz, die Auslastung ihrer Flotte von 76 Maschinen verbesserte sich um 1,1 Punkte auf 78,8 Prozent.

Kostenseitig sollen vor allem Synergien durch die im Juli 2012 gestartete Zusammenlegung der Flugbetriebe von Tyrolean und Austrian gegriffen haben. Operativ sanken die Aufwendungen um 74 Millionen EUR, respektive um 4,3 Prozent auf 1,648 Milliarden EUR.

Wie geplant konnten im Jahr 1 der Restrukturierung nachhaltig 220 Millionen Euro an Bruttoergebnis-Verbesserungen gehoben werden. Austrian CEO Jaan Albrecht sieht damit den Umbau der Airline weitgehend abgeschlossen. Weitere Synergien aus der Bündelung von Technik und Flugbetrieb sollen im Jahr 2 und 3 der Restrukturierung das Bruttoergebnis aber nochmals um 40 Millionen EUR verbessern

In einer ersten Ausbauphase will die Airline nun primär im Interkont-Geschäft wachsen, mit Schwerpunkt auf Intensivierung ihrer Zusammenarbeit mit Staralliance Partner United. Nach dem laut AUA extrem erfolgreichen Neustart der Flüge nach Chicago im Sommer 2013 folgt im Sommer 2014 mit Newark (New Jersey) ein weiterer Transferhub der Partnerairline. Insgesamt will die AUA im nächsten Jahr ihre Transatlantikkapazität um über 30 Prozent hochfahren.

Abgeschlossen ist auch die Flottenharmonisierung, die Neumöblierung der Mittelstreckenflotte sowie die Neugestaltung ihres Langstreckenprodukts. Bis zum Ersatz der betagten Fokkerflotte soll sich an der Flottenstruktur nichts mehr ändern. Flugbetriebschef Klaus Froese bekennt sich dazu auch explizit zur Fortführung des Turboprop-Betriebs auf Kurzstrecken. Mit ihren 14 Bombardier Dash8-Q400 ist Austrian in der Lufthansa-Gruppe künftig die einzige Airline, die auch weiterhin auf die spritsparenden Maschinen setzt. Zuwachs könnte 2015 die Langstrecke bekommen. Abhängig vom Erfolg der neuen Newark-Strecke ist die Akquisition einer weiteren Boeing 777-200ER vorgesehen. Kein Thema ist zur Zeit ein Austausch der Boeing 767-Flotte.
© aero.at | Abb.: Ingo Lang | 31.10.2013 16:31


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