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Frankfurter Flughafen startet GPS-Anflugsystem im September

Landebahn in Frankfurt
Landebahn in Frankfurt, © Deutsche Lufthansa AG

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FRANKFURT - Der Frankfurter Flughafen nimmt am 3. September sein satellitengestütztes Anflugsystem GBAS offiziell in Betrieb. Das hat der Betreiber Fraport auf Anfrage mitgeteilt. Das System soll mit Hilfe des Ortungssystems GPS präzisere und steilere Anflüge ermöglichen, womit auch Fluglärm vermieden werden kann.

Frankfurt ist nach Fraport-Angaben das erste internationale Drehkreuz in Europa, das die neue Technik anwendet. An den Flughäfen Newark, Houston und Sidney ist es bereits im Betrieb. Für Deutschland wurde es in Bremen getestet. Die Kosten für den Aufbau der Bodenstation hat Fraport früher mit rund fünf Millionen Euro beziffert. Lufthansa und die Deutsche Flugsicherung beteiligen sich als Partner.

Langfristig soll das neue System dazu beitragen, die Lärmbelastung rund um den Flughafen zu senken. Denn die Flugzeuge können mit ihm in einem Winkel von 3,2 Grad - statt 3,0 Grad mit dem aktuellen Instrumentenlandesystem ILS - die Landebahnen ansteuern. Bislang sind allerdings nur die modernen Großraumflugzeuge A380 und die Boeing 747-8 technisch entsprechend ausgerüstet.
© dpa | 18.08.2014 06:25

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Beitrag vom 18.08.2014 - 22:33 Uhr
Ob es dann nicht mehr die unseligen Verroller auf den Flugplätzen gibt?
Dann weiss man ganz genau, wo man auf dem Flugplatz steht und verrollt sich, weil man keine aktuelle georeferenzierte Karte hat?



Nee,das geht hier um den Anflug.So ein "Naiv" für Flughäfen gibt es schon auf dem ipad.

 https://www.lhsystems.com/solutions-services/airline-solutions-services/flight-deck-solutions/lidonavigation/lidoamdb.html

GBAS spart viel Geld im Unterhalt im Vergleich zum ILS,das erzählt aber keiner...
Solange es nur CAT I ermöglicht sehe ich keine großen Vorteile.

Beitrag vom 18.08.2014 - 22:30 Uhr
Die GBAS Bodenstation hat mehrere Funktionen. Zum einen dient sie als lokale Basis für ein Differential-GPS. Sie kennt ihre Position sehr genau und kann so zu jedem Satelliten ein Korrektursignal erzeugen. Das wird zum Flieger gefunkt und verbessert dort die Genauigkeit. Weiterhin kann die Integrität der Positionsbestimmung überwacht werden. Der Hauptzweck der Station ist jedoch, einen Sollflugweg zum Flieger zu übermitteln. Daraus wird dann an Bord ein Korrektursignal erzeugt, dass man wie eine ILS-Ablage darstellen kann. Für den Piloten/Autopiloten ändert sich daher kaum etwas, außer, dass man jetzt einen Kanal einstellen muss, keine Frequenz. Eine GBAS-Station kann dabei mehrere Anflüge abdecken, teilweise sogar mehrere Flughäfen, wenn sie nah genug aneinander sind. Daher ist die Technik so interessant: man spart sich jede Menge GS und Loc-Antennen. Funktioniert bisher aber nur bis CAT I...
Beitrag vom 18.08.2014 - 21:19 Uhr
Ob es dann nicht mehr die unseligen Verroller auf den Flugplätzen gibt?
Dann weiss man ganz genau, wo man auf dem Flugplatz steht und verrollt sich, weil man keine aktuelle georeferenzierte Karte hat?
Die DFS dürfte das aber meist nicht stören...



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