Geplatzter Lufthansa-Deal
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Niki stellt Insolvenzantrag – Flugbetrieb eingestellt

Niki neues Livery
FlyNiki in Air-Berlin-Livery, © Paul Schirnhofer

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WIEN / BERLIN - Die Fluggesellschaft Niki ist pleite. Die österreichische Tochter der insolventen Air Berlin stellte am Mittwoch einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Berlin-Charlottenburg, wie ein Sprecher des österreichischen Verkehrsministeriums in Wien am Mittwochabend sagte. Der Antrag werde nun geprüft.

Nach dpa-Informationen aus Air-Berlin-Kreisen handelt es sich um eine Regelinsolvenz, nicht wie im Falle von Air Berlin um eine Insolvenz in Eigenverwaltung. Zuvor berichtete bereits die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Gerichtssprecherin in Berlin, dass ein Insolvenzantrag eingegangen sei.

Am Abend bestätigte Air Berlin in einer Pflichtmitteilung den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. "Die NIKI Luftfahrt GmbH wird zunächst keine weiteren Flüge durchführen", so Air Berlin in der Mitteilung.

Nur wenige Stunden vorher hatte die Lufthansa ihr Übernahmeangebot zurückgezogen und Übergangszahlungen eingestellt. Nach Angaben von BILD.de hat Niki derzeit mehr als 800 000 Buchungen im System.

In Österreich hat sich am Nachmittag die Regierung darauf verständigt, im Falle der Einstellung des Flugbetriebs im Ausland gestrandete Passagiere zurückzuholen. Dazu sollen Flugzeuge von Austrian Airlines angemietet werden, berichtet die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf das österreichische Verkehrsministerium.

Niki Lauda denkt an Übernahme

Unmittelbar vor der Insolvenzanmeldung hat der Ex-Rennfahrer und Luftfahrt-Unternehmer Niki Lauda noch eine Übernahme von Niki in Aussicht gestellt. "Ich bin interessiert und würde mich darum kümmern", sagte Lauda, der die Ferienfluglinie einst gegründet hat, der Nachrichtenagentur APA. Im Gegensatz zum ersten Bieterverfahren würde er nun allein um einen Zuschlag kämpfen.

Im September hatte der 68-Jährige zusammen mit dem Reiseveranstalter Thomas Cook und dessen Tochter Condor ein Angebot für die insolvente Air Berlin samt österreichischer Niki unterbreitet. Damals hatte sich aber die Lufthansa durchgesetzt - die nun ihr Angebot zurückgezogen hat.
© aero.de, dpa | Abb.: Paul Schirnhofer, Archiv | 13.12.2017 18:44

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Beitrag vom 14.12.2017 - 11:18 Uhr
Ich kann die Krititk an der Häufigkeit der Beiträge nachvollziehen und teile sie. Aber sie muss ja nicht zwangsläufig wahr werden, wenn sie schon wahr ist ;)
Beitrag vom 14.12.2017 - 03:46 Uhr
Das ist wieder einmal typisch EU. Keine Ahnung aber sich ueberall einmischen und wichtig machen. Dafuer sind dann 1000 Leute arbeitslos. Dass man nicht fuer EUR 9,99 fliegen kann haben die immer noch nicht kapiert. Diese Zeiten sind aber hoffentlich vorbei wenn sich die Ryanair Piloten einig sind.
EU, Totengraeber von Niki.
Beitrag vom 14.12.2017 - 00:39 Uhr


Mir tut es sehr leid für die Mitarbeiter, denke aber das ist alles ein Teil des Komödiantenspiels eines Herrn aus FRA. Ich hoffe, und dafür wird grad massiv gekämpft, das es doch noch ein happy end für alle beteiligten Flugbesatzungen gibt und das Drehbuch neu geschrieben wird.

Mit verlaub, ist das der berühmte Aluhut?

Wer wirklich glaubt, das die LH da noch im Pilotensitz sitzt, der glaubt auch das 9/11 ein Inside Job war und das garkeine Flugzeuge waren.

Die LH ist doch in dieser Sache genauso geschädigt, man hätte gerne die Perle Niki mit den niedrigen Kosten für EW gehabt um sich irgendwie gegen die LCC zu wehr zu setzen, die den full service carriern seit jahren Kurz- & Mittelstrecken Geschäft streitig (oder ruinös) machen, dann hat man die Chance, funkt aus heiterem himmel die EU mit dem Wettbewerbsrecht rein.

Ich glaube die LH hätte Niki und viel von der AB gerne übernommen, und jetzt ist die Lage halt wie in kaputten Beziehungen: es ist kompliziert.

Vom Komödiatenspiel ist das glaube ich sehr weit weg.

Und was Lauda angeht: So recht war mir nicht klar was er eigentlich als offerte anbieten wollte, ich finde auch nicht das Niki zu Thomas Cook passt.
Die haben doch schon genug trouble irgendwie selbst um die Runden zu kommen mit der Zwitterrolle als Veranstalter und Airline.

Dieser Beitrag wurde am 14.12.2017 00:41 Uhr bearbeitet.


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