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Airbus klopft den Markt für eine A321XLR ab

Arkia Airbus A321LR
Arkia Airbus A321LR, © Airbus

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HAMBURG - Ein zweiter kompakter Langstrecken-Airbus wirft seine Schatten voraus: Airbus testet die Absatzchancen einer A321XLR, berichtet "Reuters". Das Timing für die nächste Ausbaustufe der A321neo-Plattform ist gut gewählt - der Konkurrent aus den Vereinigten Staaten wird 2019 ebenfalls aktiv.

Boeing zielt auf einen Nerv in der Mitte des Flugzeugmarkts: eine "797-6X" soll 2025 ein neues Segment bei 225 Sitzen und 5.000 Seemeilen Reichweite erschließen. Zwei Jahre später könnte eine gestreckte "797-7X" das Programm als 265-Sitzer mit 4.500 Seemeilen Reichweite abrunden.

Gerüchte über eine Vorstellung der 797 und erster Kunden auf der Paris Airshow im Juni 2019 hat Boeing bisher zumindest nicht dementiert.

Laut einem Medienbericht könnte der Termin mit einer Parallel-Vorstellung der A321XLR zusammenfallen. Airbus hat "einen Zahn zugelegt" und "den Markt (für das Flugzeug, Red.) aktiv getestet", schreibt "Reuters" unter Berufung auf Personen, die in die Pläne des Konzerns eingeweiht sind.

Kursierende Eckdaten verorten die A321XLR genau zwischen den 797-Modellen bei 4.700 Seemeilen Reichweite - das sind 700 Seemeilen mehr als die A321LR am Stück fliegen kann.

Punktuelle Verstärkungen und ein auf rund 101 Tonnen MTOW ausgelegtes Fahrwerk würden reichen, um aus der A321LR eine A321XLR zu machen, sagte A320-Programmschef Klaus Röwe "FlightGlobal" Ende 2018. Neue Tragflächen seien nicht erforderlich.

Air-Transat-Chef Jean-Francois Lemay brachte seine Airline bereits als "logischen Kunden" einer A321XLR ins Spiel und verriet, dass Airbus eine Verfügbarkeit gegen 2023 in Aussicht gestellt hat.

A321XLR interessiert Lufthansa

Die A321XLR könnte Kundenkreise ansprechen, die Flüge zwischen Europa und Nordamerika mit der A321LR nicht ganz schaffen. Lufthansa hat mit Airbus über die Möglichkeit gesprochen, die Reichweite zu erhöhen, lässt sich ansonsten aber nicht in die Karte gucken. "Wir sehen uns grundsätzlich verschiedene Optionen an", sagte ein Lufthansa-Sprecher aero.de.
© aero.de | Abb.: Airbus | 04.01.2019 10:17

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Beitrag vom 08.01.2019 - 17:33 Uhr
Ich denke die 797 wird so bei 120 - 150 t MTOW rauskommen müssen, um genügend Abstand zu A330 (> 230 t) und 767 (> 180 t) zu haben.
Beitrag vom 06.01.2019 - 22:24 Uhr
Was wäre denn mit einem leicht modifizierten A330-800. Ich würde da nicht mal den Rumpf kürzen. Ich würde den Rumpftank weglassen und durch einen vergrößerten Frachtraum ersetzen. Dazu müsste man das Startgewicht auf dem Papier reduzieren um weniger Gebühren an Flughäfen zahlen zu müssen. Dazu könnte man noch die weiteren Veränderungen wie beim A330-300 Regional übernehmen.
Beitrag vom 06.01.2019 - 18:55 Uhr
Durch geänderte Verbrennung sollte man 30% sparen können.
Wie gross und wie schwer die Motoren dabei sein dürfen, wurde m. E. nicht angegeben,

Boeing gibt der 77W andere Flügel und einen schwächere Motor und die 77W wird als 777-8x zum Superlangstreckenflieger bzw. verlängert den Rumpf der 77W und die neue 777-9x kann mit weniger Schub und neuem Flügel mehr zuladen, ohne an Reichweite zu verlieren.

Wie lange wollen die Fluggesellschaften auf neue Motoren und neue Materialien warten?




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