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Minister müssen öfter Linie buchen

Neuer Airbus A321 für die Flugbereitschaft
Airbus A321 der Flugbereitschaft, © Lufthansa Technik

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BERLIN - Nach den Pannen bei der Flugbereitschaft bietet die Bundeswehr Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Mitflug einer zweiten Maschine an. Diese Absicherung gegen Flugausfälle werde es auf einzelnen Wunsch geben, sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Freitag in Berlin.

Der "Spiegel" berichtete unter Berufung auf ein Papier aus dem Verteidigungsministerium, durch die neue Regel könnten Flüge für Minister ausfallen. Eine Prioritätenliste gab es bereits bisher.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier habe schon eine für Ende Februar geplante Asienreise verlegen müssen, berichtete der "Spiegel". Entwicklungsminister Gerd Müller musste demnach bei einer Reise nach Mittel- und Südamerika Linie fliegen und habe das Programm nicht wie geplant absolvieren können. Stationen in Haiti, Kolumbien, Ecuador und Brasilien fielen weg, lediglich Mexiko konnte er besuchen.

Zuletzt gab es immer wieder Pannen bei Auslandsreisen deutscher Politiker. Vor wenigen Tagen saß Außenminister Maas in Mali fest, im Januar war Bundespräsident Steinmeier in Äthiopien betroffen, kurz davor Entwicklungsminister Müller in Afrika.

Im vergangenen November mussten Merkel und Finanzminister Olaf Scholz auf dem Weg zum G20-Gipfel in Buenos Aires wegen eines Defekts am Airbus A340 "Konrad Adenauer" umkehren.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa Technik | 08.03.2019 17:08

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Beitrag vom 11.03.2019 - 17:37 Uhr
Natürlich gibt es auch Besuche, die man mit Hilfe einer Fluggesellschaft, durchführen kann.
Wenn man aber eine Dienstreise mit mehr als einem Zwischenstopp erledigen will, wird es schon recht schwierig.
Und wenn es zu Dissonanzen kommt, macht man statt der Abschlusskonferenz einen Badeurlaub oder spielt Golf (Trump in Hanoi nur "mit Linie" - als Beispiel)?

Gibt es die grösseren Business jets auf Zuruf. Ist die Vertraulichkeit der Gespräche immer gesichert.
Beitrag vom 11.03.2019 - 17:00 Uhr
Die meisten Kommentaren lassen erahnen wie wenig man sich mit der Thematik auseinandergesetzt hat.
Eine Regierungsdelegation verreist ja nicht zum Spaß.
Wenn Bundespräsident, Kanzlerin oder anderen unterwegs sind, reist ja eine erhebliche Mannschaft, nicht selten auch mit Journalisten usw herum
Bei den Aufgaben ist es schon sinnvoll selbst Kontrolle über den Verlauf der Reise zu haben anstatt an Linienflüge mit festen Abflugzeiten gebunden zu sein. Aus genau diesem Grund haben ja nicht wenige Firmen eigene Business-Jets.
Warum die Regierungsflotte derart viele Ausfälle hat, kann eigentlich nur mit einem nicht bedarfsgerechtem Wartungskonzept zu tun haben. Dieselben Mustern versehen bei Airlines reibungslos ihren Dienst und leisten zudem ein mehrfaches an Flugstunden.



Das Wartungskonzept der von der Luftwaffe betriebenen Luftfahrzeuge ist insgesamt zu hinterfragen, gleiches Fluggerät hat in anderen Ländern jeweils einen erheblich höheren Klarstand, sei es bei Eurofighter, Tiger, A400M, usw.

Auf der anderen Seite ist jedoch zu hinterfragen, wer auf eine solche Reise unbedingt (auch noch auf Steuerzahlerkosten!) mitfliegen muß.

Um hier bei den oben angeführten Business Jets zu bleiben, mit einem Airbus ACJ 319/ 320, Boeing BBJ oder einer Dassault Falcon 8X ist fast jedes außenpolitisch relevante Land ohne Zwischenstopp zu erreichen.
Beitrag vom 11.03.2019 - 15:48 Uhr
Billiges Grünen-Bashing. Die anderen Volksparteien haben diesbezüglich genau soviel Dreck am Stecken.
Also 20.000 km Leerflug für einen "Charterjet" zu verbraten, lediglich aus der Motivation heraus, sich eine Zwischenlandung im Nirgendwo zu sparen (wobei es meines Wissens keinen Direktflug Berlin - Brasilien gibt oder gab; die "Zwischenlandung" fand also woanders statt), ist meines Wissens nach ein absoluter Einzelfall (auch Weltweit). Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Dass es sich bei Trttin/Künast um grüne Politiker (Verzeihung: Politiker*innen) handelt habe ich deshalb auch bewusst nicht thematisiert. Insofern bewusst kein Grünen-Bashing, sondern Volksparteien-Bashing.

Obwohl der Vorfall natürlich ein Extra-Geschmäckle hat, weil Anspruch und Wirklichkeit ganz massiv auseinanderfallen. Nicht nur bei diesem einen Flug. Und nicht nur in Sachen Luftverkehr.


Der anklagende FDP-Politiker (von DAMALS) ist ja bei einer Partei zu Hause, die sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Damit meine ich jetzt gar nicht den Teppich-Niebel. Damit meine ich deren Gesülze von Leistung und selbst schaffen sie es nicht mal, Beiträge zur Rentenversicherung in ausreichendem Maße zu bezahlen. Folge: Die Renten sind futsch, das betrifft auch Leute, die mit der FDP überhaupt nichts zu tun haben. Manche haben jetzt 1/4 weniger von der betreffenden Altersvorsorge.

Die FDP hat wirtschaftlich keinerlei Kompetenz und keinerlei Verantwortungsgefühl. Die können nichts außer die eigene Freundschaft mit dem Hotelgewerbe zu pflegen.
Es ist auch erstaunlich, dass die FDP die gleiche Fähigkeit wie die CSU hat, regelmäßig Personen hervorzubringen, die jedem rationalen Menschen Fragezeichen ins Gesicht treiben müssen.
Flyer Möllemann, Guido Deutschland, das Vorschulkind Rösler, Dirndlfan Brüderie und jetzt Lindner, der gegen erneuerbare Energien ist, gleichzeitig aber die Einhaltung der Klimaziele als "eine Überlebensfrage der Menschheit" bezeichnet. Au Backe.

Mit dem Gruselkabinett der CSU fahre ich besser gar nicht erst fort.


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