Heiße Landung für United-Flug 2098
Älter als 7 Tage  

Airbus A319 schleift sich Hauptfahrwerk ab

NEW YORK - Den 29. Juni 2019 werden Piloten und Passagiere von United-Flug UA2098 wohl nicht so schnell vergessen. Statt am gewünschten Zielort Houston fanden sie sich schon kurz nach dem Start auf dem Flughafen Newark wieder - mit zwei geplatzten Reifen und bis zur Achse abrasierten Felgen.

Der Airbus A319-100 mit dem Kennzeichen N837UA war gerade vom New Yorker Flughafen LaGuardia gestartet und nahm Kurs auf Houston, wie die Website "Aviation Herald" in ihrem Bericht zu dem Vorfall vermerkt. Dreieinhalb Stunden waren für den Flug zum dortigen George Bush Airport vorgesehen.

Flug UA2098 am 29. Juni 2019, © TSL

Doch statt in der texanischen Metropole landeten die 128 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder nur 17 Minuten später in Newark (New Jersey) - mit reichlich Abnutzung am Hauptfahrwerk.

Auf glühenden Felgen

Der Reihe nach: Kurz nach dem Start von der Runway 31 des LaGuardia Airport bemerkte die Crew des United-Fluges UA2098 laut Aviation Herald ein Problem mit der Hydraulik und setzte einen Notruf ab. Bei einer Höhe von 8.000 Fuß stoppten die Piloten den Steigflug und bereiteten sich stattdessen auf eine außerplanmäßige Landung im nahegelegenen Newark vor.

Dort wurde die Runway 22L für den anfliegenden Airbus reserviert. Beim Aufsetzen blockierte jedoch das linke Hauptfahrwerk. Die beiden Reifen hielten dem rauen Bahnbelag nur kurz stand und zerfetzten, die A319 rutschte auf blanken Felgen weiter. Als sie wenig später zum Stehen kam, waren beide Felgen des linken Hauptfahrwerks bis zur Achse abgeschliffen – ein kurioses Bild.

Crew und Passagiere der N837UA konnten das Flugzeug wenig später mit einem gehörigen Schrecken in den Gliedern über die Notrutschen verlassen. Zwölf Fluggäste hätten leichte Verletzungen erlitten, führt der Aviation Herald weiter aus.

Laut der US-amerikanischen Zivilluftfahrtbehörde FAA war ein Bremsenproblem für die Blockade der Räder und die daraus entstandenen Folgeschäden verantwortlich.

Hinweise auf Gegenstände, die auf der Startbahn des Flughafens LaGuardia gelegen und das Problem versursacht haben könnten, gibt es offenbar nicht.

Die für den Flug nach Houston gebuchten Passagiere konnten mit etwa fünftstündiger Verspätung ihre Reise zum Zielort fortführen – an Bord einer Ersatzmaschine. Der "Pannen-Airbus" N837UA steht nach seiner Zwangspause seit Dienstagmorgen wieder im Dienst.
© FLUG REVUE - PZ | Abb.: Jacdec via Twitter | 03.07.2019 08:13


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