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Ryanair erhöht Kostendruck auf Lauda

Laudamotion A320 OE-LOB
Laudamotion Airbus A320 OE-LOB am Flughafen Wien, © Laudamotion

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WIEN - Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair erhöht nach Gewerkschaftsangaben den Druck auf die Beschäftigten ihrer österreichischen Tochter Lauda.

Ryanair verlange bis zum 14. August die Zustimmung zu einigen Neuregelungen im Kollektivvertrag, teilte die Gewerkschaft vida am Donnerstag in Wien mit. Im Raum stünden auch Kündigungen für Piloten und Co-Piloten. Ryanair verfolgt derzeit unter anderem wegen des Flugverbots für Boeings Mittelstreckenjet 737 Max einen Sparkurs.

"Die Beschäftigten haben dem Betriebsrat und der Gewerkschaft den Rücken gestärkt, indem sie mit riesiger Mehrheit gegen das rechts- und sozialwidrige Ultimatum der Lauda-Geschäftsführung gestimmt haben", sagte vida-Chef Roman Hebenstreit. Das Unternehmen verlangt demnach mehr Flugstunden und Eingriffe bei Urlaubs- und Freizeitansprüchen.

Bei Ryanair stehen wegen des 737-Flugverbots Hunderte Stellen auf der Kippe. Schon jetzt habe die Airline mehr als 500 Piloten und rund 400 Flugbegleiter zu viel, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary jüngst.

Als weiterer Grund für die Krise gilt die Unsicherheit durch den geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU. Lauda, vor 18 Monaten unter dem Namen Laudamotion aus der Insolvenz der Air-Berlin-Tochter Niki entstanden und später von Ryanair übernommen, sah sich bis vor kurzem auf Expansionskurs.
© dpa-AFX, aero.de | 08.08.2019 16:59

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Beitrag vom 10.08.2019 - 13:01 Uhr
@Adam der 10.: wer sagt den, daß (hier die Lauda-)Piloten immer "horrende Gehälter" erwarten? Vllt geht es vielen nur um eine angemessene Bezahlung und um Sozialstandards, nur um eine Mindestsicherheit?
Sie haben es doch selber schon hier geschrieben:
... wann ist ein Job ... gut bezahlt, wo ist die Grenze zu nicht gut bezahlt?
Und: zahlen denn alle LCC sooo schlecht, kann man LCC und geringe Vergütung grundsätzlich in einen Topf werfen? Und weiterhin: warum wählt man einen Beruf, wenn man quasi vorhersehen kann, daß die extrem gut bezahlten Stellen so gut wie nicht mehr vorhanden sind (zumindest in unserem geographischen Raum), und warum arbeitet man für einen Arbeitgeber, der die Arbeit "nicht angemessen bezahlt"?.
Wenn es Ihnen genügt, machen Sie den Job zu den Konditionen. Wenn es nicht reicht, lassen Sie es. Vom Herzblut alleine werden Sie Ihre Ausgaben nicht decken. Gehen Sie als Briefträger. Da sind Sie bei der Deutschen Bundespost, beim Deutschen Staat, Beamter, unkündbar. Ach so, nein, auch dort ist nicht mehr alles wie vor ein paar Jahrzehnten. Vielleicht sollten Sie Ihre Ansprüche und Vorstellungen überdenken. Könnte eine Lösung sein.
Beitrag vom 10.08.2019 - 04:51 Uhr
@Adam der 10.: wer sagt den, daß (hier die Lauda-)Piloten immer "horrende Gehälter" erwarten? Vllt geht es vielen nur um eine angemessene Bezahlung und um Sozialstandards, nur um eine Mindestsicherheit?
Beitrag vom 09.08.2019 - 20:19 Uhr
Also ich sag mal so: Wenn man mit Herzblut Flieger ist, dann hat man schon von Kindesbeinen an einen gewissen Bezug zur Thematik und ist nicht überrascht, dass sich die Zeiten in den letzten Jahren auch in der Fliegerei gewandelt haben. Dann muss man eben wissen, ob das Herzblut wirklich die Beweggründe sind oder ob es eben doch die finanzielle Erwartung war.
Wenn man die Ausbildung vollständig eigenfinanziert hat, also nicht so wie bei LH & Co, mit welchen Erwartungen geht man dann an die Sache heran und wie genau kommen diese Erwartungen zustande? Wie komme ich auf die Idee, auf eigene Kappe und auf eigenes Risiko einen Pilotenschein zu machen und wie selbstverständlich zu erwarten dass einem danach horrende Gehälter gezahlt werden? Die LCC und ihre Strukturen gibt es schließlich nicht erst seit zwei oder drei Jahren.


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