Großer Wurf vor Weihnachten?
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Lufthansa bietet Piloten neue Flugzeugzusage

Lufthansa Airbus A321neo
Lufthansa Airbus A321neo, © Lufthansa

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FRANKFURT - Lufthansa strebt eine Einigung mit den Konzernpiloten zu zukunftsfesten Tarifregeln "noch vor Weihnachten" an. Der Lufthansa-Vorstand will statt weiterer Tarifprovisorien lieber eine "sehr langfristige Vereinbarung" mit den PPV-Piloten schließen - und bietet eine Neuauflage der Flugzeugzusage.

Lufthansa ist aus dem Gröbsten raus - hat in den nächsten Jahren aber eine enorme Krisenrechnung abzutragen, stellt Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann gleich am Anfang eines aktuellen Schreibens an die PPV-Piloten klar:

"Wir werden mit rund 10 Milliarden Euro zusätzlichen Schulden aus dieser Krise hervorgehen", heißt es in dem Brief, der aero.de vorliegt. "Die staatlichen Stabilisierungsmittel sind nicht getilgt, sondern umgeschuldet."

Lufthansa hatte mit ihren Konzernpiloten 2020 zwei Krisentarifverträge mit kurzer Laufzeit geschlossen, TV Corona Krise 1 und 2. Die aktuelle Vereinbarung läuft im März 2022 aus.

Über ein Freiwilligenprogramm haben Hunderte Piloten Lufthansa inzwischen verlassen. "Auch für Cockpitbesatzungen der Lufthansa Cargo streben wir ein Freiwilligenprogramm an", unterstrich Niggemann. Bei Germanwings will Lufthansa PPV-Piloten zum freiwilligen Wechsel in Eurowings-Cockpits motivieren.

Trotzdem sind laut Niggemann noch viele Tarifthemen zu klären, um einen "unfreiwilligen Personalabbau" ab April 2022 abzuwenden. Der Vorstand steckte jetzt zwei Pfade für die weiteren Verhandlungen mit den Piloten ab: zu einem "TV Corona Krise 3" - und zu einem langfristigen Tarifvertrag.

Im ersten Fall gelte es, einen Personalüberhang im PPV-Bereich "kostenneutral" - etwa durch Teilzeiten - zu kompensieren und Wechselmöglichkeiten innerhalb des Konzerns zu vereinbaren, schrieb Niggemann. "Diese Lösung wäre erneut lediglich eine Vereinbarung, die auf die unmittelbare Krisenbewältigung zielt."

Lufthansa lockt Piloten mit Laufzeit und Flugzeugen

Statt einer neuerlichen "reinen Krisenvereinbarung" würde Niggemann mit der Vereinigung Cockpit lieber eine "sehr langfristige Vereinbarung mit strukturellen Kostensenkungen" unterschreiben.

Letztere wäre zwar "anspruchsvoller", im Gegenzug zeigt der Konzern zu einer neuen "PPV Flugzeugzusage mit einem entsprechenden Erholungspfad" aber Gesprächsbereitschaft. "Die PPV-Mindestflottengröße würde also entlang der Erholungskurve mitwachsen", sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person aero.de.

Hangeln sich Lufthansa und Piloten jetzt in die nächste Krisenvereinbarung - oder gelingt doch ein großer Wurf? Lufthansa will mit der Antwort nicht bis März 2022 abwarten: "Es ist unser Wunsch und unser Ziel, langfristige Sicherheit und Klarheit noch vor Weihnachten zu erreichen", schloss Niggemann.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 25.11.2021 07:15

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Beitrag vom 25.11.2021 - 18:53 Uhr
Exclusiv von heute 07:15?
Der besagte Brief ist über einen Monat alt. Waren ihre LH-Insider-Quellen in Urlaub?


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