"Fit for 55"
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Lufthansa und Air France machen Front gegen EU-Luftfahrtpläne

Air France Airbus A330
Air France, © Air France-KLM

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FRANKFURT - Die Klimapläne der EU-Kommission zur Luftfahrt stoßen weiter auf Widerstand in der Branche. Ein neues Bündnis aus Fluggesellschaften und Flughäfen verlangte am Montag deutliche Kurskorrekturen beim Klimapaket "Fit for 55", das die EU-Kommission im vergangenen Jahr vorschlug.

Diese seien notwendig, um höhere auswärtige CO2-Emissionen zu verhindern und die Anbindung Europas zu erhalten.

Dem Bündnis gehören neben großen Flughafenbetreibern die Airlines der Lufthansa-Gruppe ebenso an wie Air France-KLM, die italienische ITA, Croatia Airlines, die skandinavische SAS und die spanische Air Europa. Insgesamt sind es 19 Unternehmen. Man sei für weitere Gesellschaften offen, hieß es.

Die Kommission hat zur schnelleren CO2-Verringerung für den Luftverkehr einen verschärften Emissionshandel, eine europäische Kerosinsteuer und verbindliche Beimischungsquoten für nachhaltige Kraftstoffe vorgeschlagen.

Nach Auffassung der Branche müssten dabei aber Kostenvorteile für außereuropäische Wettbewerber ausgeschlossen oder mindestens ausgeglichen werden. Grundsätzlich bekenne man sich zu dem Ziel, den Luftverkehr bis 2050 emissionsfrei zu gestalten.

Lufthansa rechnet mit Mehrkosten in Milliardenhöhe

Lufthansa hat für sich die bis 2035 möglicherweise entstehenden Mehrkosten auf 15 bis 20 Milliarden Euro beziffert. Eine europäische Kerosinsteuer lehnt der Konzern bislang vollständig ab. Beim Emissionshandel und den Treibstoffquoten müssten die Vorschriften so gestaltet werden, dass auch der Wettbewerb belastet würde, hieß es 2021 aus Frankfurt.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa | 24.01.2022 11:41

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Beitrag vom 24.01.2022 - 16:39 Uhr
Man könnte ja einfach unabhängig vom Ort des Tankvorgangs Steuern pro geflogener KM in Europa verlangen. Dabei dürfen die Schweiz und GB auch nicht ausgeschlossen werden.

So muss es jeder zahlen.

Für besonders sparsame Flugzeuge gibt es dann noch Rabatte, ältere und/oder lautere Spritfresser müssen entsprechend mehr löhnen.
Beitrag vom 24.01.2022 - 16:28 Uhr
Völlig richtig, ein globaler Wettewerb braucht global einheitliche Bedingungen !

Ich verstehe schon den Wunsch hinter dieser Forderung.
Da wir aber nie (bzw mal mind. in absehbarer Zeit, also in den nächsten 50 Jahren nicht) global einheitliche Bedingungen(*) haben werden ... was ist die Konsequenz daraus?

*= in allen kostenrelevanten Feldern wir Arbeits- und Umweltschutz, Arbeitskosten, Lohnnebenkosten, Bildung, regulatorische Bedingungen, Marktzugangsvoraussetzungen, Kapitalkosten, etc.

Eigentlich nennt man das Standort-Vorteil oder Standort-Nachteil. Dabei nimmt auch eine LH oder AF ja gerne die Standortvorteile Deutschlands/Frankreichs mit...
Beitrag vom 24.01.2022 - 14:55 Uhr
Es macht ja gar keinen Sinn, die europäischen Airlines aus dem Markt zu preisen wenn dann dafür TK, die ME3 und China den Markt übernehmen.


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