Al Jaber
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Austrian brockt Lufthansa mögliche Milliardenklage ein

Austrian Airlines Airbus A320neo
Austrian Airlines Airbus A320neo, © Austrian Airlines

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FRANKFURT - Lufthansa sieht sich mit einer möglichen Milliardenklage in Österreich konfrontiert. Der saudisch-österreichische Geschäftsmann Mohamed Al Jaber fordert Schadensersatz. Hintergrund ist eine weitgehend ins Leere gelaufene Klage der Lufthansa-Konzerntochter Austrian Airlines gegen den Investor.

Mohamed Al Jaber und Austrian verbindet eine lange Geschichte, die sich in weiten Teilen vor Gerichten abspielte. Der Investor wollte Austrian Airlines 2008 erst übernehmen, sah sich dann vom Management getäuscht - und zog sein Angebot zurück. Austrian hatte Al Jaber daraufhin auf 156 Millionen Euro verklagt.

Durch ein Urteil des Handelsgerichts Wien vom 31. März 2023 sieht Al Jaber seine Position bestätigt. "Dem Urteil zufolge war Scheich Al Jaber infolge des klaren Fehlverhaltens der AUA berechtigt, von einem im April 2008 geschlossenen Beteiligungsvertrag zurückzutreten", zitiert die Nachrichtenagentur APA aus einer Stellungnahme des Investors.

Al Jaber fordert Schadensersatz

Der will nun seinerseits Schadensersatz vom Lufthansa-Konzern - und das in ebenfalls beträchtlichem Umfang.

"Aufgrund der langfristigen Schäden, die der absurde Rechtsstreit angerichtet hat, werde ich von der Lufthansa Group Schadenersatz verlangen", sagte Al Jaber dem Magazin "Focus". "Nach vorläufiger Schätzung" werde die Forderung auf "weit über eine Milliarde Euro" hinauslaufen. Austrian will unter Verweis auf laufende Verfahren nicht äußern.
© aero.de | Abb.: Austrian Airlines | 14.04.2023 07:27

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Beitrag vom 15.04.2023 - 08:29 Uhr
LH Group ist der Rechtsnachfolger von AUA. Aber Medien wie aero.de sollte nicht gleich Sensationsjournalismus betreiben und irgendwelche Maximalforderungen eines Klägers als News verkaufen.
Beitrag vom 14.04.2023 - 14:10 Uhr
Naja, würde gerne wissen, wie es sich der nette arabischer Herr vorstellt, den LH Konzern zu verklagen. Damals hatte LH nichts mit der AUA zu tun. Ich kann mir sehr gut vorstellen, das OS die Gerichtskosten übernehmen muss, aber dort hört es auch auf. Schauen wir mal.
Beitrag vom 14.04.2023 - 11:57 Uhr
AL Jaber ist doch in Österreich bereits hinlänglich für seine großen Ankündigungen über Investitionen (und im Allgemeinen deren Ausbleiben) bekannt. Neben AUA wären da noch Kneissl, das Palais Schwarzenberg und The Ring zu nennen.
Ich persönlich würde die Aussagen eines Al Jaber also lieber nicht allzu ernst nehmen.


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