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Condor löst 757-Flotte 2025 auf

Condor Boeing 757-300
Condor Boeing 757-300, © Condor

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FRANKFURT - Noch zwei Sommer - dann ist für die Boeing 757 bei Condor Dienstende. Die Airline rangiert die verbliebenen neun Flugzeuge aus Altersgründen noch vor Ablauf der Leasingverträge aus - und vollzieht so schon im kommenden Jahr den Umstieg auf eine reine Airbus-Flotte.

Der Plan ist ist schon länger gefasst, wird aber erst jetzt öffentlich: Condor sagt der 757 im kommenden Jahr Lebewohl.

"Auf Grund des Alters der Boeing B757 Flotte plant die Condor aktuell, diese Flotte früher als ursprünglich durch die Leasingdauern fixiert in den Ruhestand zu versetzen", vermerkt die Airline im Geschäftsbericht 2021/2022. "So sollen nach aktueller Planung die letzten B757 bereits nach dem Sommer 2025 nicht mehr genutzt werden."

Das Dokument ist auf den 26. Januar 2023 datiert, wurde im Juni 2023 von den Condor-Gesellschaftern abgesegnet - und in dieser Woche im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Pläne zur Aufgabe der 757-Flotte nach der Sommersaison 2025 sind "nach aktuellem Stand weiter korrekt", sagte eine Condor-Sprecherin aero.de am Mittwoch. Die Leasingverträge laufen noch bis 2028.

Die Boeing 757 bildete bis in die frühen 2000er Jahre den Kern der Condor-Flotte. Über die Zeit hatte Condor 20 757-200 und 15 757-300 im Einsatz. Aktuell umfasst die Teilflotte nur noch neun - im Schnitt schon 24 Jahre alte - 757-300. Zwei weitere Flugzeuge dienen Condor als technische Reserve.

In Zukunft nur mit Airbus

Die Nachfolge ist bereits geregelt: Condor hat 13 Airbus A320neo und 28 A321neo bestellt, die auch ältere A320ceo ersetzen. In diesem und nächstem Jahr erwartet Condor insgesamt 14 Flugzeuge aus dem Auftrag, der teilweise über den Flottenfinanzierer ALC abgewickelt wird.

Für die Teilflotte Boeing 767-300ER ist das Dienstende noch näher: Condor sattelt auf A330-900 um, die letzten drei 767-300ER werden die Flotte im laufenden Jahr verlassen. Der Ferienflieger hatte seine A330neo-Bestellung im Oktober 2023 auf 21 Flugzeuge ausgebaut.

Condor will zurück in die schwarzen Zahlen

Das noch von der Pandemie geprägte Geschäftsjahr 2021/22 schloss Condor mit 1,4 Milliarden Euro Umsatz, 6,6 Millionen Passagieren und 321 Millionen Euro Betriebsverlust ab. Die Ergebnisentwicklung wurde laut Geschäftsbericht von den rasant gestiegenen Kerosinpreisen und Sonderabschreibungen auf die Flotte nachteilig beeinflusst.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr (30. September 2023), für das Condor noch keine Zahlen veröffentlicht hat, hatte Condor eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen geplant. Im laufenden Geschäftsjahr 2023/2024 peilt Condor neun Millionen Passagiere und eine Steigerung des Betriebsgewinns an.
© aero.de | Abb.: Condor | 11.01.2024 09:05


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