Dubai Airshow 2025
Älter als 7 Tage
Airbus denkt wieder laut über "A350-2000" nach
DUBAI - Boeing befasst sich mit einer Super-777X - die Ankündigung setzt Airbus unter Zugzwang.
76,72 Meter: Die Boeing 777-9 ist der längste Zweistrahler der Welt. Doch da könnte noch mehr gehen.
Boeing will prüfen, ob sich die keinesfalls zu kurz geratene Basis-777X mit vertretbarem Aufwand zu einer 777-10 verlängern lässt.Emirates hat vorsorglich Wandeloptionen im gerade auf 270 Flugzeuge erweiterten Programmauftrag festgeschrieben - wenn Boeing eine "777XL" bringt, will die Airline einige 777-9 auf 777-10 umbuchen. Emirates braucht für die 2030er Jahre einen neuen 500-Sitzer als A380-Nachfolger.
Auch Airbus nimmt bei seinem Konkurrenzmodell A350-1000 vielleicht nochmal Maß. Mehrere Kunden hätten den Konzern gebeten, einen Stretch zu prüfen, sagte Airbus-Verkehrsflugzeugchef Christian Scherer "Reuters" am Rande der Dubai Airshow. "Das sehen wir uns an."
Ganz neu ist die Idee nicht. Auf Luftfahrtmessen hatten Airbus-Leute zwischen 2016 und 2019 sogar schon ziemlich konkrete Eckwerte einer "A350-2000" in die Runde geworfen: 79 Meter Rumpflänge und 414 Sitze als Ausgangspunkt - vier Meter und 45 Sitze mehr als die A350-1000 hat.
In der wenig später einsetzenden Branchenkrise verschwanden die Pläne zunächst in der Schublade.
"Die A350-1000 ist lang genug, das ist die perfekte Größe", hieß es von Airbus auf der Paris Air Show 2023.
© aero.de | 17.11.2025 17:25
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de
registrieren oder
einloggen.
Beitrag vom 21.11.2025 - 07:52 Uhr
Zumal Emirates auch schon mehrfach bei Airbus vorsprechen war, ob man sich nicht eventuell, möglicherweise, gegebenenfalls, unter Umständen einen A380neo vorstellen könnte.
Airbus hat immer wieder abgelehnt, weil selbst Emirates nicht in der Lage und willens gewesen wäre, so viele Flugzeug abzunehmen, dass sich die Entwicklung gelohnt hätte.
Zumal inzwischen auch kaum noch eine Fluggesellschaft ein konsequentes Hub-Konzept fliegt, das Maschinen mit 500+ PAX erfordert. Außer den Scheichs kann es sich auch einfach niemand leisten, jedes Mal >250t Kerosin durch die Gegend zu fliegen, nur um eine Zwischenlandung (und damit auch Flexibilität im Angebot) einzusparen. Macht einfach niemand mehr. Das sind Ideen aus den späten 90ern, die sich inzwischen als unpraktikabel herausgestellt haben.
Der Kult eines Giganten alleine verdient schlichtweg kein Geld. Das weiß man auch bei Airbus.
Die blutige Nase soll sich gerne Boeing holen. Auf eine Management-Fehlentscheidung mehr oder weniger kommt es in dem Laden nun auch nicht mehr an.
Dieser Beitrag wurde am 21.11.2025 07:52 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.11.2025 - 11:00 Uhr
Ich glaube nicht, dass der A380 nochmal zurückkommt. Die Produktionsanlagen sind zurückgebaut, und das Flugzeug ist konzeptionell jetzt auch schon über 20 Jahre alt. Das käme einer Neukonstruktion gleich - und das ebenfalls nur für einen Kunden. Ergibt also ökonomisch (leider) keinen Sinn.
Beitrag vom 18.11.2025 - 09:58 Uhr
Da sollte Airbus Boing einfach den Vortritt lassen. Der Markt ist einfach riesig: Emirates. Außerdem kann die Konkurrenz bei der FAA auslosten, wie lange ein Flugzeug werden darf. Bei der 80 Meter-Box kann die 777-9 noch um 3,3 m wachsen während der A350-1000 mit nur 73,8 m noch um gut 6 m wachsen könnte. Bei 80 cm Sitzabstand wären das 30 Sitze mehr für 777 aber 63 für A350. Der A350 hätte dann ca. die Kapazität einer 777-9. Wenn der Bedarf da wäre, könnte Airbus einen A380-900 bauen. (Hier noch ein "e".)
Kommentare (3) Zur Startseite
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.
Airbus hat immer wieder abgelehnt, weil selbst Emirates nicht in der Lage und willens gewesen wäre, so viele Flugzeug abzunehmen, dass sich die Entwicklung gelohnt hätte.
Zumal inzwischen auch kaum noch eine Fluggesellschaft ein konsequentes Hub-Konzept fliegt, das Maschinen mit 500+ PAX erfordert. Außer den Scheichs kann es sich auch einfach niemand leisten, jedes Mal >250t Kerosin durch die Gegend zu fliegen, nur um eine Zwischenlandung (und damit auch Flexibilität im Angebot) einzusparen. Macht einfach niemand mehr. Das sind Ideen aus den späten 90ern, die sich inzwischen als unpraktikabel herausgestellt haben.
Der Kult eines Giganten alleine verdient schlichtweg kein Geld. Das weiß man auch bei Airbus.
Die blutige Nase soll sich gerne Boeing holen. Auf eine Management-Fehlentscheidung mehr oder weniger kommt es in dem Laden nun auch nicht mehr an.
Dieser Beitrag wurde am 21.11.2025 07:52 Uhr bearbeitet.