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Air New Zealand riss 2024 die Hutschnur. Wegen Dauerausfällen in der 787-Flotte musste die Airline eine US-Linie aus Auckland streichen. Schuld an der Misere waren die Triebwerke - die Trent 1000 von Rolls-Royce bedurften laut Air New Zealand bereits "nach 750 bis 850 Flugzyklen" einer Revision.
Der jetzt von Rolls-Royce vorgestellte neue Serienstandard "Trent 1000 XE" soll die Probleme ein für alle Mal abstellen.
Hochdruck-Triebwerksschaufeln nach dem Vorbild des A330neo-Triebwerks Trent 7000 versprechen mehr Haltbarkeit. Rolls-Royce hat zudem die Kühlung der Hochdruck-Triebwerksschaufeln um 40 Prozent verstärkt - und den Kühlstrom auf heiße Triebwerksteile gleichmäßiger verteilt.
Unter dem Strich werde sich mit dem Trent 1000 XE die effektive Einsatzzeit unter dem Flügel gemessen am Trent 1000 TEN verdreifachen, verspricht Rolls-Royce.
Der neue Serienstandard gilt nicht nur für neu produzierte Triebwerke ab 2026. "Wir werden alle Trent 1000 TEN-Triebwerke auf Trent 1000 XE umrüsten, damit unsere Kunden so schnell wie möglich von den Vorteilen in ihrem Flugbetrieb profitieren", kündigte Rolls-Royce ein Retrofit-Programm an.
Haltbarkeitsprobleme und eine Serie von Triebwerksausfällen im Flug hatten Rolls-Royce und 787-Betreiber bereits 2018 und 2019 vor enorme Herausforderungen gestellt. Bei einem Vorfall in Rom regneten Triebwerksteile auf bewohntes Gebiet, ein Passant wurde getroffen.
Im Nachgang hatte Rolls-Royce im 787-Programm Marktanteile an GE verloren. Der Hersteller hofft, mit dem Trent XE bei Neuaufträgen wieder zum Konkurrenten aufzuschließen.
© aero.de | Abb.: Virgin Atlantic, Rolls-Royce | 05.02.2026 06:26







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