Verkauf von LSG Sky Chefs
Älter als 7 Tage

Lufthansa will nicht mehr selber kochen

LSG Sky Chefs
LSG Sky Chefs, © Deutsche Lufthansa AG

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FRANKFURT - Die Deutsche Lufthansa AG stellt ihre Tochter für Bordverpflegung LSG Sky Chefs ins Schaufenster. Nach längeren Sondierungen hat der Vorstand einen formalen Verkaufsprozess für das Unternehmen mit rund 35.500 Mitarbeitern gestartet, wie am Mittwoch ein Unternehmenssprecher in Frankfurt bestätigte.

Das Unternehmen könne als Ganzes oder in Teilen verkauft werden. Wünschenswert sei ein strategischer Investor, der das Geschäft weiter entwickle.

Die LSG gehört zu den führenden Airline-Caterern der Welt. Sie liefert jährlich rund 700 Millionen Mahlzeiten und ist an 205 Flughäfen weltweit für mehr als 300 Fluggesellschaften und eine wachsende Zahl europäischer Bahnbetreiber tätig.

2018 erreichte sie einen zum Vorjahr nahezu unveränderten Umsatz von 3,2 Milliarden Euro, von dem ein bereinigter operativer Gewinn von 115 Millionen Euro übrig blieb. Sie ist damit deutlich margenschwächer als die anderen Konzernteile. Als mögliche Interessenten werden die Konkurrenten Do & Co (Österreich) und Gategroup (Schweiz) gehandelt.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa | 10.04.2019 20:12

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Beitrag vom 13.04.2019 - 13:07 Uhr
@contrail55

Ich denke, da haben Sie recht.
Beitrag vom 13.04.2019 - 09:11 Uhr
Wie schon geschrieben, LH kann LSG selbstverständlich verkaufen. Völlig freie Unternehmensentscheidung.

Mir ist nur der Sinn nicht ganz klar. Okay, da sind die ca. 20% höheren Kosten. Aber bei dem Portfolio an Airlines, die LH AG quasi unterstehen (LH,EW,4U,LX+Edelweiß,SN,LGW,AIR Dolomiti, ev.LOT) sollten sich da nicht mit Synergien mehr machen lassen?
Das springt zu kurz. Zunächst ist der Anteil am Gesamtvolumen zu klein und, hier wiederhole ich mich, wenn die Group nicht zu den gleichen Bedingungen wie der Wettbewerb einkaufen kann, dann verliert einer, entweder der Caterer oder die Airline. Wobei ich nicht sicher bin, ob die LX und OS bei LSG sind.
Oder ist der Ansatz ein anderer: Catering wird eh in der Zukunft immer weniger eine Rolle spielen, also lieber jetzt - wo es vielleicht noch einen ordentlichen Preis gibt - verkaufen.
Möglich. Aber um abgepackte Kekse an Bord zu bringen brauche ich keinen Caterer mit großer Küche, da brauche ich einen Logistiker. Das können andere wohl besser/schlanker.
Edit: Viel mir gerade noch ein. Vor einiger Zeit wurde die hauseigene Bäckerei geschlossen. Ein paar tausend verschiedene! Brötchen am Tag produziert man eben teurer als ein Spezialist, der eine Million produziert. Also wurde ausgelagert. So ist es nun auch wieder, jetzt stehen nur ganze Standorte frei weil sie nicht mehr gebraucht werden. Durch die Lage am Flugafen sind die Immobilien teuer und ein Produzent auf der grünen Wiese ist da schnell im Vorteil. Das summiert sich alles.

Aber es ist wie es ist. Man hat es bewertet, abgewägt und entschieden, also wird es kommen.

Dieser Beitrag wurde am 13.04.2019 09:54 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.04.2019 - 09:06 Uhr
1 Beitrag gelöscht und weitere bearbeitet wg. gegenseitger Angriffe.


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