Militär
Älter als 7 Tage

Bundeswehr erwartet ersten A400M Anfang Dezember

Erster Airbus A400M für die Luftwaffe
Erster Airbus A400M für die Luftwaffe, © Airbus

Verwandte Themen

WUNSTORF - Nach jahrelanger Verspätung erwartet die Luftwaffe den ersten ihrer neuen Airbus-Militärtransporter A400M im kommenden Monat. "Einen festen Termin gibt es noch nicht, aber wir am Platz rechnen mit Anfang Dezember", sagte ein Sprecher des bei Hannover gelegenen Fliegerhorstes Wunstorf.

Wunstorf ist der Standort von Deutschlands einzigem A400M-Geschwader sowie eines multinationalen Ausbildungszentrums für die Maschine. Der Umbau des in den 1930er Jahren gebauten Platzes wird auf eine knappe halbe Milliarde Euro veranschlagt und gilt als größtes Infrastrukturprojekt der Luftwaffe.

Bisher stehen 16 ausgebildete deutsche Piloten und 10 Beladungsmeister für den neuen Flieger bereit. Nach dem Eintreffen der A400M in Wunstorf soll die Premieren-Maschine zunächst offiziell in Dienst gestellt werden, bevor die mehrmonatige Einsatzprüfung beginnt. Zur Zeit wird die Maschine vom Bundesamt für Ausrüstung im Airbus-Werk Sevilla für die offizielle Abnahme geprüft. Trotz einiger kleinerer Mängel hält die Behörde am bisherigen Zeitplan fest. "Wir sind auf gutem Wege", sagte Sprecher Andreas Netz.

Einem ARD-Bericht zufolge muss Airbus vor der Übergabe des ersten Flugzeugs noch mehrere Hundert Nacharbeiten wie die Beseitigung von Lackschäden oder die Neuverlegung von Kabeln vornehmen. Ein Sprecher der Luftwaffe habe das bestätigt, Airbus habe erklärt, die Arbeiten seien "im Bereich des Normalen".

Die A400M wird die zweimotorige Transall C-160 nach knapp 50 Jahren Einsatz ablösen. Die Bundeswehr bezifferte die Kosten des Beschaffungsprojekts zuletzt auf 25 Milliarden Euro. Als viermotoriger Mehrzweck-Transporter konzipiert fliegt die A400M mit ihren Turboprop-Triebwerken fast so schnell wie ein Jet, kann bis zu acht Kleinpanzer oder 116 komplett ausgerüstete Fallschirmspringer transportieren und auf unbefestigten Kurzpisten landen. Für die verschiedenen Aufgaben müssen allerdings erst noch die Zulassungen vorliegen. Die Bundeswehr orderte 53 Maschinen - 13 sollen aber verkauft werden.
© dpa-AFX | 27.11.2014 06:38

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 28.11.2014 - 23:03 Uhr
@Gozilla

Kleine, aber dennoch formale Einschränkung/Korrektur:

Deutschland verkauft an Israel mithilfe von Förderungen seitens des Etats der Bundesrepublik.
Dies wird seitens des deutschen Staates als Teil der "besonderen Beziehungen zwischen den beiden Ländern" betrachtet.
Italien hat selbige U-Boote in Teilen ebenfalls in Deutschland fertigen lassen und einen realen Preis für die erbrachte Leistung gezahlt.

Preise für deutsche Rüstungsgüter gegenüber Israel sind immer mit einer politischen Komponente versehen.
Beitrag vom 28.11.2014 - 13:30 Uhr
Das man einen Käufer findet, der den hohen Kaufpreis zahlt halte ich für ausgeschlossen. Airbus hat die Entwicklungskosten die ja bekanntlich völlig aus dem Ruder gelaufen sind auf die Kunden umgelegt. Ein Neuer Kunde bekommt die Maschinen daher bei Airbus sicher günstiger als beim Bund. Die Frage ist auch, warum jemand ein Flugzeug kaufen soll, dass erst in vielen Jahren halbwegs dass leisten kann, wofür es eigentlich gedacht ist. Es gib ja schon wieder Verzögerungen und auch die Auslieferung einiger Maschinen die für dieses Jahr geplant waren ist fraglich.

 http://www.flightglobal.com/news/articles/airbus-confident-on-a400m-deliveries-despite-capability-406093/

Vorstellbar ist allerdings ein Verkauf mit Verlust wie dies z.B. bei der Lieferung von U-Booten an Israel der Fall ist. Hier hat der deutsche Steuerzahler z.B. mindestens ein drittel des Kaufpreises bezahlt.


Dieser Beitrag wurde am 28.11.2014 13:37 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.11.2014 - 12:10 Uhr
Ich höre immer das 13 weiterverkauft werden "sollen"...an wen ist die Frage, der Preis ist explodiert 175 Million Euro pro Stück. Das können nur Finanzstarke Käufer leisten...oder die gehen als Rüstungshilfe an Polen u.s.w für ein Bruchteil der Kosten und der Steuerzahler muß bluten.
Dann soll die BW die lieber selber nutzen...denn wenn man erslich ist 40 Stück reichen hinten und vorne nicht aus.

Ich nehme an der Verkauf von 13 Stück ist ein haushaltspolitischer Trick, damit der Kauf des A400M günstiger aussieht.

Die Reduktion von ehemals 60 Maschinen auf 53 halte ich für einen Unfug. Man hätte alle Maschinen nehmen sollen und dann eben 20 "verkauft" oder für Ersatzteile ausgeschlachtet. Flugzeuge werden immer mit Triebwerken geliefert.


Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

aero.ukWe spread our wings to the UK. Visit aero.uk for daily aviation news from our editors and Reuters.

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

PaxEx.de Passenger Experience

FLUGREVUE 09/2020

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden